Die Berufung nicht dem Zeitgeist opfern

Papst fordert angehende Priester auf gegen den Strom zu schwimmen.
Erstellt von Katholische Nachrichten-Agentur am 18. Januar 2014 um 10:34 Uhr
Papst Franziskus

Vatikan (kathnews/KNA). Papst Franziskus hat angehende Priester und Ordensleute ermutigt, sich nicht durch den Zeitgeist von ihrer Berufung abbringen zu lassen. Sie müssten bisweilen auch „gegen den Strom schwimmen“, forderte der Papst in einer am Donnerstag veröffentlichten Botschaft. Sie müssten ebenso wie Eheleute Denkweisen und Handlungsmuster überwinden, die dem Willen Gottes widersprächen. Anlass war der Weltgebetstag für geistliche Berufungen, den die katholische Kirche am 11. Mai begeht. Die Zahl der angehenden Priester und Ordensleute nimmt in vielen westlichen Ländern seit Jahren ab. Afrika und Asien verzeichnen hingegen einen Zuwachs an geistlichen Berufungen.

Jesus selbst lehre, dass Gottes Botschaft oft vom Bösen unterdrückt oder von den Sorgen und Verführungen der Welt erstickt werde, so Franziskus in der Botschaft weiter. Wer eine geistliche Berufung verspüre, dürfe sich durch solche Schwierigkeiten nicht entmutigen lassen und auf scheinbar bequemere Wege ausweichen. Die wahre Freude der Berufenen bestehe in der Erfahrung, dass Gott treu bleibe und der Glaubende sein Herz für die großen Ideale öffnen könne, erläuterte der Papst. Franziskus rief die angehenden Priester und Ordensleute dazu auf, den Glauben an große Ideale nicht aufzugeben. „Wir Christen sind vom Herrn nicht für Kleinigkeiten auserwählt; geht immer darüber hinaus zu den großen Dingen“, so der Papst. Zugleich forderte er Bischöfe, Priester, Familien und geistliche Bewegungen auf, Berufungen junger Menschen zu fördern. Dies erfordere eine „wahre und eigene Pädagogik der Heiligkeit“, die sich den unterschiedlichen Persönlichkeiten anpasse.

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Foto: Papst Franziskus – Bildquelle: Andreas Gehrmann