„Den Synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland sofort stoppen!“

Die Bochumer „Initiative Dubium“ hält das Dubium in Bezug auf die zweite „Vollversammlung“ des Synodalen Weges für so notwendig wie nie zuvor. Rom muss nun Position beziehen!
Erstellt von kathnews-Redaktion am 4. Oktober 2021 um 18:44 Uhr
Hoher Dom zu Limburg

Bochum (Kathnews) In der vergangenen Woche tagte die zweite „Vollversammlung“ des Synodalen Weges der katholischen Kirche in Deutschland. Die Themen der kirchenrechtlich bedeutungslosen „Synode“ waren durchweg abenteuerlich: Schaffung neuer Orte der Offenbarung (z.B. die kontrovers diskutierte MHG Studie) und die Debatte um die Abschaffung des sakramentalen Priestertums zeigen die Zuspitzung der Häresien hin zur Abspaltung mit Rom deutlich. Es läuft alles auf ein Schisma hinaus!

Der Synodale „Irrweg“

„Wir waren wirklich sprachlos wie offensichtlich hier die Einheit mit der Weltkirche und ihrer Lehre mit Füßen getreten wurde! Christus hatte in dieser Versammlung keinen Platz!“, entsetzt sich der Wattenscheider Andre Wiechmann über die Debatten der zweiten „Synodalversammlung“.  Wiechmann hat zum letzten Pfingstfest gemeinsam mit zwei weiteren Katholiken seine Zweifel in Bezug auf die Einheit der katholischen Diözesen Deutschlands („deutschen“ Kirche) mit Rom in einem Dubium an die römische Glaubenskongregation zum Ausdruck gebracht. Die Bewegung hat seitdem einige hundert Anhänger unter Priestern, Diakonen und Laien gewonnen und ruft allen um die Einheit besorgten Bischöfen, Priestern und Laien zu: „Kommt, unterstützt dieses Anliegen. Es geht ums Ganze. Wir wollen zeigen, dass wir mit der Schaffung einer Kirche ‚ohne’ Gott nicht einverstanden sind. Kirche ist von Christus gestiftet, ist Werkzeug des Heils. Jede Teilkirche (Diözese) vermittelt dieses in der Einheit mit der gesamten Weltkirche, ihrer Lehre und somit in Gemeinschaft mit dem Heiligen Vater und allen Bischöfen weltweit!“

Das Dubium – Befeuert durch die zweite Synodalversammlung

Im „Bochumer Dubium“ brachten Wiechmann und seine Mitstreiter ihre Zweifel in Bezug auf die Einheit der katholischen Kirche in Deutschland mit Rom auf Grundlage folgender Themen zum Ausdruck: Priesterweihe für Frauen, Veränderung und Anpassung der katholischen Sexualmoral, Segnungen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, praktizierte Interkommunion und Predigten von Laien innerhalb der Eucharistiefeier.

„Wir wurden in der Notwendigkeit unseres Dubiums seitens der zweiten Synodalversammlung deutlich bekräftigt! Die zweite Synodalversammlung hat durch ihre mit einer deutlichen Mehrheit gefassten Beschlüsse alle Zweifel deutlich befeuert. Nun ist Rom in der Verantwortung und sollte Position zu den von uns formulierten Zweifeln beziehen.“, bemerkt Wiechmann angesichts des nun offenkundigen Schismas.

Bekehrung – Einheit der Braut mit dem Bräutigam

Aus Sicht von Andre Wiechmann, der die Debatte aufmerksam beobachtet hat, haben auch viele der teilnehmenden Bischöfe keine deutliche Position hinsichtlich der Einheit mit Rom bezogen. Die Ergebnisse der Abstimmungen untermauern diesen Eindruck.

Die Initiative Dubium verweist hier auf Mt 22,1-14. Diese beinhaltet das Gleichnis vom Hochzeitsmahl. Christus ist der Bräutigam, die Kirche ist seine Braut.

Nimmt man Theologie in der Kontinuität der Lehre hinzu, heißt dies: In einer Ehe gibt es eine „Gütergemeinschaft“ und eine Abhängigkeit in Liebe und gegenseitiger Hingabe. Christus, der Bräutigam, hat diese Hingabe durch sein Leiden am Kreuz der Welt und der Kirche – seiner Braut, welche er am Kreuz „stiftete“ – geschenkt. Seine Liebe und Hingabe zu uns zeigt er durch die Sakramente, welche die Kirche hauptsächlich durch das Weihepriestertum spendet. Die Braut, die katholische Kirche in Deutschland („ihre“ Bistümer als Teilkirchen der Weltkirche), scheint sich jedoch meilenweit von ihrem Bräutigam abzuwenden.

„Die Bischöfe, Priester und Laien sollen in Gänze zu Jesus Christus zurückkehren, sich als Braut Christi in Liebe und Hingabe mit ihrem Bräutigam vereinen und sich klar zur Einheit bekennen“, fordert Andre Wiechmann.

Papst Franziskus hat uns allem in seinem Brief „Das pilgernde Volk Gottes in Deutschland“ aufgezeigt, wie das gelingen kann: Durch Neuevangelisierung und durch Begeisterung für das Evangelium unseres Bräutigams, unseres Königs und Heilands Jesus Christus. Einheit mit dem Bräutigam! Einheit mit Seiner Lehre! Einheit, um Seelen das Heil zu vermitteln!

 

Foto: Dom von Limburg, Bischofskirche Bischöf Bätzings, des DBK-Vorsitzenden. Im Bistum Limburg tagt der Synodale Weg

 

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