Das Letzte Gericht

Katechismus der Katholischen Kirche.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 18. November 2012 um 00:25 Uhr

»Auf die Auferstehung aller Toten, „der Gerechten und Ungerechten“ (Apg 24,15), wird das Letzte Gericht folgen. Das ist dann die Stunde, „in der alle, die in den GrĂ€bern sind, die Stimme [des Sohnes Gottes] hören und herauskommen werden: Die das Gute getan haben, werden zum Leben auferstehen, die das Böse getan haben, zum Gericht“ (Joh 5,28-29). Dann wird „der Menschensohn in seiner Herrlichkeit [kommen] und alle Engel mit ihm und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben“ (Mt 25,31.32-33.46).

Im Angesicht Christi, der die Wahrheit ist, wird die wahre Beziehung jedes Menschen zu Gott endgĂŒltig offengelegt werden [Vgl. Joh 12,49.]. Das Letzte Gericht wird bis in die Ă€ußersten Folgen an den Tag bringen, was jeder wĂ€hrend seines Erdenlebens an Gutem getan oder nicht getan hat. „Alles Üble, das die Bösen tun, wird verzeichnet – und sie wissen es nicht. Am Tag, an dem ‚Gott nicht schweigen wird‘ (Ps 50,3) … [wird er sich an die Bösen wenden] und zu ihnen sagen: ‚Ich hatte fĂŒr euch meine kleinen Armen auf die Erde gesetzt. Ich, ihr Haupt, thronte im Himmel zur Rechten meines Vaters – aber auf Erden hatten meine Glieder Hunger. Wenn ihr meinen Gliedern zu essen gegeben hĂ€ttet, wĂ€re eure Gabe bis zum Haupte gelangt. Als ich meinen kleinen Armen einen Platz auf der Erde zuwies, setzte ich sie zu Boten ein, um eure guten Werke in meine Schatzkammer zu bringen. Ihr habt nichts in ihre HĂ€nde gelegt, darum besitzt ihr bei mir nichts“ (Augustinus, serm. 18,4,4).

Das Letzte Gericht wird bei der herrlichen Wiederkunft Christi stattfinden. Der Vater allein weiß den Tag und die Stunde, er allein entscheidet, wann es eintreten wird. Dann wird er durch seinen Sohn Jesus Christus sein endgĂŒltiges Wort ĂŒber die ganze Geschichte sprechen. Wir werden den letzten Sinn des ganzen Schöpfungswerkes und der ganzen Heilsordnung erkennen und die wunderbaren Wege begreifen, auf denen Gottes Vorsehung alles zum letzten Ziel gefĂŒhrt hat. Das Letzte Gericht wird zeigen, daß die Gerechtigkeit Gottes ĂŒber alle Ungerechtigkeiten, die von seinen Geschöpfen verĂŒbt wurden, siegt und daß seine Liebe stĂ€rker ist als der Tod [Vgl. HId 8,6]. Die Botschaft vom Letzten Gericht ruft die Menschen auf, sich zu bekehren, so lange Gott ihnen noch „Zeit der Gnade“, einen „Tag der Rettung“ (2 Kor 6,2) schenkt. Sie fĂŒhrt zu heiliger Gottesfurcht. Sie verpflichtet zur Gerechtigkeit des Reiches Gottes. Sie kĂŒndigt die „selige Hoffnung“ (Tit 2,13) auf die Wiederkunft des Herrn an, der kommen wird, „um inmitten seiner Heiligen gefeiert und im Kreis all derer bewundert zu werden, die den Glauben angenommen haben“ (2 Thess 1,10).«

Textquelle: KKK

Bild: Petersdom – Bildquelle: Kathnews

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