Churer Bischof zum Kirchensteuer-Urteil

Steuern nicht die einzige Form, die materielle Solidarität mit der Kirche zu leben.
Erstellt von Radio Vatikan am 24. August 2012 um 10:30 Uhr
Banknoten

Chur (kathnews/RV). Die Gemeinschaft mit der katholischen Kirche in der Schweiz ist an kein Finanzierungssystem gebunden. Daran erinnert der Bischof von Chur, Vitus Huonder, in einer Medienmitteilung von diesem Donnerstag. Er ging damit auf das Bundesgerichtsurteil vom 9. Juli ein, bei der einer Frau aus Luzern das Recht zugesprochen wurde, Katholikin bleiben zu können, obwohl sie ihren Austritt aus der Kirchgemeinde erklärt hatte. Da die Kirche ihren Gläubigen keine konkrete Form der Unterstützung vorschreibe, könne die Kirchensteuer „nicht die einzige Form sein, die materielle Solidarität mit der Kirche zu leben“, so Bischof Huonder.

Er rief deshalb die Gläubigen in seinem Bistum, die aus den staatskirchenrechtlichen Körperschaften ausgetreten sind, dazu auf, in den diözesanen Solidaritätsfonds einzubezahlen. „So kann nicht mehr der falsche Eindruck entstehen, die Gläubigen würden sich ihrer Freiheit in einem missbräuchlichen Sinn bedienen“, schreibt Bischof Huonder.

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