Bode und der Applaus von den Feinden der Kirche

Eine Verdunkelung der Strahlkraft der Kirche Christi.
Erstellt von Mathias von Gersdorff am 15. Januar 2018 um 20:42 Uhr
Bischöfe

Ein Kommentar von Mathias von Gersdorff:

OsnabrĂŒck (kathnews/MvG). Wenn Bischof Franz-Josef Bode mit seinem Vorschlag, Homo-Paare segnen zu lassen, Applaus von den Feinden der Kirche ernten wollte, so hat er sein Ziel erreicht. So kommentierte das „Neue Deutschland“, ehem. Organ der SED in der DDR: „Ein gewichtiges Wort. Immerhin ist der Niedersachse stellvertretender Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und dienstĂ€ltester Bischof in Deutschland.“

Das Internetportal „Queer“, das sich selbst als das „Zentralorgan der Homo-Lobby“ bezeichnet, gab der Nachricht zwar Bedeutung, hielt sich aber mit einer Bewertung zurĂŒck. In den Kommentaren zum Queer-Artikel wurde aber betont, dass es sich um eine Revolution und eine Abkehr von der katholischen Lehre handelt: „Wir reden hier von der katholischen Kirche! Da ist das eine Revolution, die Herrn Bode unter Ratzinger den Kopf gekostet hĂ€tte. In seinem (und Wojtylas) Volkswartbund-Sprech der 40er Jahre ginge es hier um die Segnung der ‚Legalisierung des Bösen‘.“

Ein anderer Schreiber fordert, dass die Homo-Community diesen Kirchenmann unterstĂŒtzt: „Bischof Bode war immer schon liberal und weltoffen, auch gegenĂŒber Schwulen und Lesben, weswegen er von Steinzeitkatholiken immer mal wieder angegriffen wurde. Seine jetzige Forderung sollte man uneingeschrĂ€nkt unterstĂŒtzen und nicht sofort Maximalforderung stellen. Schritt fĂŒr Schritt!“

Markus Gutfleisch, Sprecher der „Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche“ meint: „Bischof Bode bringt neuen Wind in die katholische Kirche.“

Begeistert Ă€ußert sich auch das „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“ (ZdK). Dessen PrĂ€sident Thomas Sternberg erklĂ€rt: „Wir brauchen ein Signal der kirchlichen WertschĂ€tzung fĂŒr gleichgeschlechtliche Paare“.

Liturgiewissenschaftler Benedikt Kranemann macht sich in Katholisch.de sogar schon Gedanken, wie eine solche „Segnung“ liturgisch aussehen könnte.

Die ultralinken Katholiken von „Wir sind Kirche“ fordern sogar von der Bischofskonferenz Leitlinien fĂŒr die Segnung homosexueller Paare.

An diese Reaktionen wird klar: Auf der Seite Bischof Bodes versammeln sich all diejenigen, die seit eh und je gegen die Kirche wettern und das katholische Lehramt ablehnen. Sie haben sofort verstanden, dass es hier um eine Demontage der katholischen Lehre ĂŒber Ehe und Familie und damit auch um eine SchwĂ€chung der katholischen Kirche insgesamt geht.

Auf der anderen Seite stĂ¶ĂŸt Bischof Bode gerade diejenigen vor den Kopf, die in einer zunehmend sĂ€kularisierten Welt der Kirche treu bleiben. Und noch schlimmer: Just zu einem Zeitpunkt, in dem sich viele Muslime dem katholischen Glauben zuwenden, verdunkelt Bischof Bode die Strahlkraft der Kirche Christi.

Zu meinen, Bischof Bode wĂŒrde das Ausmaß seines Handelns nicht ermessen, ist naiv. Seit langem kĂ€mpft er gegen die katholische Lehre ĂŒber Ehe, Familie und SexualitĂ€t. Vor der Bischofssynode im Herbst 2015 gehörte er zu den Liberalsten ĂŒberhaupt. Er musste wissen, dass er Jubel bei den Kirchenfeinden erzeugen wĂŒrde.

Foto: Bischöfe – Bildquelle: Kathnews

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