Auch Ehepaar könnte Vatikan-Ministerium leiten
Vatikan (kathnews/KNA). Nach Aussage von Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga könnte auch ein Ehepaar oder eine Ordensfrau ein Vatikan-Ministerium leiten. Der Kardinal ist Koordinator des Kardinalsrates zur Kurienreform. Im Vatikan könnte nach Vorstellungen von Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga künftig auch ein Ehepaar für den Bereich Familie verantwortlich sein. Es sei nicht notwendig, dass an der Spitze jedes Ministeriums ein Kardinal oder Bischof stehe, sagte der Koordinator des Kardinalsrates zur Kurienreform in einem Interview dem Internetportal „Vatican Insider“. „Es könnte sich zum Beispiel auch ein verheiratetes Paar um die Familie kümmern“, so der Kardinal aus Honduras.
Ebenso denkbar sei, dass eine Ordensfrau für Flüchtlinge zuständig sei, die auf diesem Gebiet besondere Kompetenzen besitze. Papst Franziskus hatte den Kardinalsrat, dem auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx angehört, im April vergangenen Jahres ins Leben gerufen. Zugleich bestätigte Maradiaga, dass die bisherigen päpstlichen Räte für Migranten, Laien, Gerechtigkeit und Frieden, Familie, Soziales und die Pastoral im Krankendienst zu zwei großen Kongregationen zusammengelegt werden sollen. Die neuen Verwaltungseinheiten seien jedoch nicht einfach nur die Summe aus dem Bisherigen, sondern hätten auch einen anderen rechtlichen Status. Im Unterschied zu den meisten päpstlichen Räten haben Kongregationen die Befugnis, rechtliche Vorgaben zu erlassen und zu überprüfen.
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