8. Ökumenischer Kreuzweg in Lübeck

Erzbischof Thissen und Bischöfin Fehrs erwartet.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 29. März 2012 um 20:38 Uhr

Lübeck (kathnews). Am 6. April findet in der Hansestadt Lübeck der 8. Ökumenische Kreuzweg statt. Die Katholische Kirche sowie die evangelischen Christen laden dazu herzlich ein. Los geht es um 10 Uhr von der evangelisch-lutherischen Kirche St. Jakobi hinaus zum Jerusalemsberg. Der knapp 1,7 Kilometer lange Kreuzweg gilt als der älteste noch erhaltene Kreuzweg in Deutschland. 1493 war dieser fertiggestellt worden und wurde infolge der sogenannten Reformation 1531 aufgegeben. Seit 1994 wird der Kreuzweg gemeinsam von katholischen und evangelischen Christen gegangen. In diesem Jahr  lautet das Thema: „Suchet der Stadt Bestes und betet für sie“. Erwartet werden der Erzbischof von Hamburg, Dr. Werner Thissen, die evangelische Bischöfin Kirsten Fehrs, Landtags-Vizepräsidentin Herlich Marie Todsen-Reese sowie der frühere Ministerpräsident Björn Engholm.

Besonders das gemeinsame Martyrium der drei katholischen Kapläne Sel. Johannes Prassek, Sel. Hermann Lange, Sel. Eduard Müller sowie des evangelisch-lutherischen Pastors Karl Friedrich Stellbrink hält die Ökumene in der Hansestadt fest zusammen. Die vier Geistlichen waren am 10. November 1943 während der Nazi-Herrschaft unter dem Fallbeil hingerichtet worden. Sie hatten sich offen gegen die menschenverachtende Politik der Nationalsozialisten gestellt. Der diesjährige Kreuzweg ist der erste seit der Seligsprechung der Kapläne und der Ehrung des evangelischen Pastors am 25. Juni 2011.

Auch sei hier an dieser Stelle an die Lübecker Bürger gedacht, welche in der Nacht zum Palmsonntag 1942 durch die britische Royal Air Force Opfer eines verheerenden Bombenangriffs wurden. In drei Angriffswellen wurden rund 600 Tonnen Bomben auf die Stadt abgeworfen. Mehrere Tage tobte das Feuer in der alten Stadt. Die Glocken der evangelisch-lutherischen Kirche St. Marien stürzten hinab in die Tiefe. Heute noch liegen sie als Mahnmal an ihrer Absturzstelle.

Foto: Lübecker Holstentor – Bildquelle: Kathnews

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