40-Jahr-Jubiläum des Priesterseminars Lepoldinum Heiligenkreuz

Kardinal Gerhard Ludwig Müller zelebriert Pontikalamt. Das Jubiläum fällt in eine Zeit außerordentlichen Wachstums und erstaunlicher Blüte.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 12. November 2015 um 14:55 Uhr
Kardinal Müller

Heilgenkreuz (kathnews/Stift Heiligenkreuz). Um den 15. November, dem Hochfest des hl. Leopold III., des Stifters von Heiligenkreuz, feiert die Hochschule Heiligenkreuz bei Wien das 40-Jahr-Jubiläum des „Überdiözesanen Priesterseminars Leopoldinum Heiligenkreuz“. Zu diesem Anlass hat der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, sein Kommen zugesagt, da er in seiner Zeit als Bischof von Regensburg mit dem Priesterseminar verbunden war und die Geschichte des Leopoldinum maßgeblich beeinflusst hat.

Das Jubiläum fällt in eine Zeit außerordentlichen Wachstums und erstaunlicher Blüte, denn die Hochschule Heiligenkreuz (Benedikt XVI) ist seit 1999 von 62 auf 295 Studenten gewachsen; das Priesterseminar Leopoldinum zählt 38 Seminaristen, von denen 10 in Wohncontainern wohnen.

Kardinal Gerhard Ludwig Müller

Kardinal Müller ist mit dem Priesterseminar verbunden und hat seine Geschichte 2006 maßgeblich beeinflusst: 1975 war das heutige Leopoldinum von seinem Vorgänger als Regensburger Bischof, Dr. Rudolph Graber, als „Collegium Rudolphinum“ gegründet worden. 2006 zog Bischof Müller die Studenten vom Dritten Bildungsweg aus Heiligenkreuz ab und richtete in Regensburg ein „Studium Rudolphinum“ für Nicht-Maturanten ein. Aus einem diözesanen Studienhaus wurde ein überdiözesanes Priesterseminar. Seit 2006 gibt es in Heiligenkreuz freilich keine Studenten mehr auf dem Dritten Bildungsweg (ohne Matura) wie dies der Gründungszweck vor 40 Jahren der Fall war.

2006 wurde daher das „Collegium Rudolphinum“ in „Überdiözesanes Priesterseminar Leopoldinum Heiligenkreuz“ (www.leopoldinum.at) umbenannt und dem Abt von Heiligenkreuz die volle Verantwortung übertragen. Überraschenderweise erlebte das „Leopoldinum“ als überdiözesanes Priesterseminar keineswegs einen Niedergang sondern einen erstaunlichen Aufschwung: Heute beherbergt es 38 Seminaristen im Alter von 19 bis 56 Jahren aus zwölf Diözesen und 8 verschiedenen Ordensgemeinschaften. Der Ausbau war dringendst notwendig geworden, die Finanzierung des Hauses „Pax“ erfolgt ausschließlich durch Spenden.

Festprogramm:

Samstag, 14. Nov. 2015:

15.00 Uhr: Feierliche Sponsion von 27 Studenten im Kaisersaal.

Die gestiegenen Hörerzahlen (derzeit 295) machen sich auch in einer hohen Zahl von 27 Absolventen bemerkbar, die zu Magistri theologiae spondiert werden. Kardinal Gerhard Ludwig Müller hält den Festvortrag. Heiligenkreuz ist mit 295 Studenten, von denen 158 Ordensleute und Priesteramtskandidaten sind, die größte Priesterausbildungsstätte im deutschen Sprachraum. Von den 27 neuen „Magistri“ sind 21 Ordensleute und Priesteramtskandidaten.

18.00 Uhr: Pontifikalvesper von Leopoldi in der Abteikirche.

Sonntag, 15. Nov. 2015:

9.30 Uhr: Pontifikalamt mit Kardinal Gerhard Ludwig Müller und Segnung eines neuen
Priesterstudenten-Wohnheimes des Leopoldinum.

Das Pontifikalamt ist um 9.30 Uhr in der Abteikirche. Anschließend Prozession zum Priesterseminar Leopoldinum, wo Kardinal Müller das Priesterstudenten-Wohnheim „Pax“ segnet. Dieser Zusatzbau besteht aus 26 einfachen Zimmern. Er war notwendig geworden, da das Priesterseminar Leopoldinum 38 Priesterstudenten zählt, aber nur 28 Zimmer hat. Seit Herbst 2014 wohnen 10 Seminaristen in Wohncontainern. Das neue Priesterstudenten-Wohnheim wird freilich erst im Februar 2016 bezugsfertig sein.

Montag, 16. Nov. 2015: Jubiläum und Absolvententreffen

9.00 Uhr Festakt zum 40-Jahr-Jubiläum des „Priesterseminars Leopoldinum“.

Im Kaisersaal Vorstellung einer Festschrift und Präsentation eines Dokumentarfilmes. Aus
dem Priesterseminar sind in den letzten 40 Jahren über 200 Priester hervorgegangen.

10.30 Uhr Festmesse

Die Festmesse findet in der Katharinenkapelle des Priesterseminars Leopoldinum statt,
Hauptzelebrant ist Abt Dr. Maximilian Heim OCist. Sie wird von EWTN.de live übertragen.

Foto: Kardinal Müller – Bildquelle: M. Bürger, kathnews.de