232 847 Besucher. Ausstellungstrias zum Karlsjahr war eine Erfolgsgeschichte
Aachen (kathnews). Die Organisatoren – die Stadt Aachen und das Domkapitel – hatten mit 100 000 Besuchern gerechnet. Doch es sind weit mehr gewesen: 232 847 Gäste besuchten die Aachener Ausstellungstrias zum Karlsjahr 2014. Nach drei Monaten – die Ausstellung dauerte vom 20. Juni bis zum 21. September und stand unter der Schirmherrschaft dreier europäischer Staatsoberhäupter – sind seit vergangenem Montag die beiden Ausstellungen „Orte der Macht“ im Krönungssaal des Aachener Rathaus und „Karls Kunst“ im Stadtmuseum Centre Charlemagne geschlossen. Die Ausstellung „Verlorene Schätze“ in der Domschatzkammer kann noch bis zum 18. Oktober besucht werden. Ab November präsentiert das Stadtmuseum eine Dauerausstellung ĂĽber die Geschichte Aachens, die eng mit der europäischen verbunden ist.
Ein „riesiger Erfolg“
Nach Angaben der Aachener Zeitung haben 111 151 Besucher die Ausstellung im Krönungssaal des historischen Rathauses gesehen, 50 596 Besucher verzeichnete die Ausstellung im Centre Charlemagne und 50 596 haben die Ausstellung in der Domschatzkammer aufgesucht. Die restlichen Karten seien online verkauft worden. Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU) zeigte sich sehr zufrieden und sprach von einem „riesigen Erfolg“. Vier Jahre habe die Vorbereitungszeit zu dieser „Jahrhundertschau“ – so der begeisterte Oberbürgermeister – in Anspruch genommen. Die 232 847 Besucher hätten die von den Kuratoren, Vermittlern und Marketingsexperten gesetzte Zielmarke weit übertroffen. Es ist klar, dass auch die Aachener Hoteliers und der Tourist-Service von den vielen Besuchern in Aachen in den drei Sommermonaten besonders profitiert haben.
Karl der GroĂźe Vorbild fĂĽr eine gemeinsame Kultur Europas
Die Ausstellungen, die das Leben Karls des Großen, seine Zeit und die damalige Kunst mit außergewöhnlichen Kunstobjekten aus dem Vatikan, aus London, Paris und vielen anderen Orten darstellten, hätten sowohl die Fachwelt begeistert als auch viele Besucher beeindruckt, die eben nicht mit einem großen historischen Vorwissen gekommen seien, sagte Aachens Oberbürgermeister. „ Wir haben einen enorm nachhaltigen Effekt erzielt, auch für den allgemeinen Umgang mit der Geschichte.“ Und der Aachener Geschichtswissenschaftler und Karlskenner Professor Max Kerner erklärte, die Ausstellungstrias habe gezeigt, wie Karl der Große eine gemeinsame Kultur auf dem europäischen Kontinent geschaffen hat. „Heute müssen wir das gleiche tun, aber unter völlig anderen Bedingungen“, sagte Professor Kenner, der auch Sprecher des wissenschaftlichen Beirates zur Aachener Ausstellungstrias ist.
Foto: Karl der GroĂźe nach einem Gemälde von Albrecht DĂĽrer – Bildquelle: Kathnews









