1.000 Bayern feiern den Papst

Andachtsjodler und Gebirgsschützen für Benedikt XVI.
Erstellt von Radio Vatikan am 3. August 2012 um 18:34 Uhr
Papst Benedikt

Castelgandolfo (kathnews/RV). Castelgandolfo ist an diesem Freitag fest in bayerischer Hand: Das Erzbistum München und Freising schenkt Papst Benedikt zu seinem 85. Geburtstag einen Ehrenabend. Knapp 1.000 Pilger sind dazu angereist, die Lederhose und das Dirndl bestimmen das Stadtbild in Rom und am Urlaubsort des Papstes. Ein Sonderzug war zur Anreise nötig geworden. Leiter der Gruppe ist Münchens Erzbischof Kardinal Reinhard Marx. „Es war von Anfang an gedacht, dass wir eine große Gruppe zusammenstellen und dass wir mit vielen aus dem ganzen Bistum hinfahren. Sobald klar war, dass der heilige Vater das Geschenk annimmt und dass es auf seinen Wunsch hin im Sommer stattfindet, war für uns auch klar, dass wir viele einladen können. Die Resonanz ist entsprechend und das finde ich sehr schön.“

„Die Idee war, einen Ehrenabend zu machen wie es in Bayern üblich ist“, fügt Armin Wouters an, der Kommunikationschef des Erzbistums München und Freising und Organisator der Pilgerreise nach Rom. „Das wären etwa 100 Mitwirkende gewesen. Wenn ich aber hundert Menschen frage, kommt gleich auch die Frage, ob der und der nicht auch mitkönne, und die Gebirgsschützen würden auch gerne mitfahren, und die Trachtenverbände würden gerne mitfahren; dann wächst so etwas. Die Begrenzung war die Größe des Sonderzuges und des Hofes von Castelgandolfo.“ Das Programm der Pilger ist eine Mischung aus geistlichen Dingen und Sightseeing, eine Messe in Sankt Peter steht für den Samstag auf dem Programm, man will aber auch Rom kennen lernen. An diesem Freitag wird es aber beim Papst ganz und gar bayerisch.

„Die Idee ist ja, eine musikalische Heimatreise anzubieten. Deswegen sind die Musikgruppen aus dem ganzen Bistum ausgewählt worden, so dass die Klangfarben, die Tanztraditionen unterschiedlicher Regionen Altbayerns sichtbar werden. Ausgewählt worden sind die Gruppen einmal danach, ob es auch in der Kirche engagierte Menschen sind, die das Brauchtum noch tragen und nicht nur ein veräußertes Brauchtum ist, also wo es in Trachtenverbänden und Musikgruppen gelebt wird. Es war außerdem klar, dass es einen kleinen Spannungsbogen geben soll, beginnend mit etwas Lebhaftem, dann etwas besinnlicher werdend bis hin zur geistlichen Volksmusik, die es in Bayern eben auch gibt, mit dem dann der Abend endet, zum Beispiel mit dem auf bayrisch gesungenen und mit Melodie gesungenen Engel des Herrn und dem berühmten Andachtsjodler.“

Foto: Papst Benedikt XVI. – Bildquelle: Eric Draper, White House