„Wenn Gott zufrieden ist, braucht uns nichts anderes zu kümmern.”

Kardinal Rafael Merry del Val und die Bekämpfung des theologischen Modernismus.
Erstellt von Felizitas Küble am 9. Oktober 2014 um 10:39 Uhr

Vatikan (kathnews/CF). Kardinal Rafael Merry del Val war unter Papst Leo XIII. zunächst im diplomatischen Dienst des Vatikan tätig. Der glaubenstreue Geistliche wurde vor über 100 Jahren vom hl. Pius X. zum Kardinalstaatssekretär ernannt, war also nach dem Papst der ranghöchste Würdenträger der katholischen Weltkirche. Zuverlässig unterstützte er den Pontifex bei der Bekämpfung des theologischen Modernismus. Auch damals ging es (wie im Grunde seit 2000 Jahren) letzten Endes um die grundsätzliche Frage, ob die Kirche sich den angeblichen „Erfordernissen” der Zeit und den Wünschen der „Welt” anpassen soll – oder unbeugsam an der Lehre Christi festhält. Hierzu erklärte Kardinal R. del Val: „Handeln wir niemals, um der Welt zu gefallen. Haben wir den Mut, die Kritik und die Missbilligung der Welt zu ertragen; wenn Gott zufrieden ist, braucht uns nichts anderes zu kümmern. Wir müssen den Mut haben, die Wahrheit zu bezeugen und keiner Herausforderung auszuweichen. Wir müssen den Mut haben, dem Lächerlichen die Stirn zu bieten, denn oft erntet unsere Aufgabe den Spott der Welt. Tut das aus Liebe zu unserem HERRN und um ihm nachzueifern.“

Textquelle: Christliches Forum

Foto: Kardinalsbirett – Bildquelle: Dieter Philippi