Weihen im Priesterseminar Herz Jesu in Zaitzkofen

S.E. Mgr. Tissier de Mallerais spendet 7 Seminaristen die Niederen Weihen.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 4. Februar 2016 um 11:14 Uhr
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Zaitzkofen (kathnews/fsspx.de). Am Fest Mariä Lichtmess, war wie jedes Jahr ein Höhepunkt im Seminarleben: Mgr. Tissier de Mallerais nahm die Kerzenweihe vor, kleidete anschließend im Pontifikalamt 9 Seminaristen in die Soutane ein und spendete 7 anderen die Tonsur. Die Herkunft der 16 Seminaristen unterstreicht den internationalen Charakter des Hauses: 4 Deutsche, 3 Österreicher, 3 Tschechen, 2 Polen, 1 Russe, 1 Litauer, 1 Franzose, 1 Südafrikaner. In der herrlichen Predigt betonte der Bischof die Bedeutung der Soutane: Sie ist ein Glaubenszeugnis ihres Trägers für das katholische Priestertum, eine Predigt für die Menschen und eine Herausforderung für die unter der Herrschaft der Sünde stehenden Welt. Viele Priester hätten nach dem II. Vatikanischen Konzil ihr Amt aufgegeben, weil sie nicht mehr die Verbindung zum Geist der Ordenstugenden sahen und das hl. Messopfer nicht mehr als das Opfer des armen, reinsten und ganz heiligen, demütigen Ewigen Hohenpriesters verstanden. Viele Gäste waren vor allem auch aus den Ländern Osteuropas angereist, 200 Angehörige und Freunde der Seminaristen nahmen am Festessen teil.

Am heutigen Tag spendete der Bischof wiederum im Rahmen eines Pontifikalamtes 7 Seminaristen die Niederen Weihen und erklärte in seiner katechetischen Predigt die Bedeutung dieser Stufen hin zum Opferaltar: Der Ostiarier oder Türhüter muss den Geist des Bösen vom Heiligtum Gottes fernhalten, der Lektor trägt die Lesungen des Alten Testamentes vor und unterscheidet so die Wahrheit vom Irrtum und der Lüge. Der Exorzist treibt die Teufel aus den Leibern der Besessenen aus und überwindet durch die Heiligkeit des Lebens die Laster in den Seelen. Der Akolyth soll das Licht der Welt sein und die Kännchen mit dem Wein und Wasser für das hl. Messopfer reichen und so schon an diesem in entfernter Weise teilhaben. Diese Niederen Weihen, von Papst Paul VI. zusammen mit dem Subdiakonat abgeschafft, bzw. in einfache Dienste umgewandelt, sind eine Entfaltung des einen Priestertums Jesu Christi. Sie schreiben sich harmonisch in die Studienjahre des Anwärters ein und helfen so gnadenhaft, die priesterliche Seele in ihm reifen zu lassen.

Foto: Priesterweihen bei FSSPX – Bildquelle: fsspx.de