„Was kann uns scheiden von der Liebe Christi?“

Sechswochenamt für verstorbenen Schüler der „Apostolischen Schule" der Legionäre Christi.
Erstellt von Legionäre Christi am 7. Februar 2014 um 08:39 Uhr

Bad Münstereifel (kathnews/LC). Im Gedenken an einen lieben Verstorbenen begehen viele Pfarreien nach der ersten Trauerphase das Sechswochenamt. Die Zeitspanne lehnt sich an die Dauer der 40 Tage vor Ostern an, eine Zeit der Besinnung und Zurückgezogenheit und eine Zeit die hilft, den ersten Schmerz über den Verlust des geliebten Menschen zu überwinden. Kurz vor Weihnachten hatte die „Apostolische Schule“ in Bad Münstereifel den tragischen Todesfall eines ihrer Schüler zu verschmerzen. Bis heute wiegen die Bestürzung und der Kummer über den Tod des beliebten Mitschülers schwer. Nach sechs Wochen, am Montag, den 27. Januar, feierten nun die Schüler, das Noviziat, die Patres der Ordensgemeinschaft in Bad Münstereifel sowie viele weitere Gäste aus der Umgebung, insgesamt etwa 80 Personen, eine heilige Messe in der Kapelle des Noviziates im Gedenken an den Mitschüler, der in diesem Jahr sein Abitur abgelegt hätte.

P. Valentin, Rektor der „Apostolischen Schule“, richtete zu Beginn des Gottesdienstes einige Worte an die versammelte Gemeinde, dankte für deren Kommen und rief in Erinnerung, was in dieser Zeit der Trauer besonders geholfen habe: Gott, Gebet, Gemeinschaft; es sei vor allem die Einladung zum Gebet für Johannes gewesen, die viele Menschen angenommen hätten und insbesondere seinen Eltern, Geschwistern, Verwandten und Freunden Trost gespendet habe. Die Mitschüler der Abiturklasse hatten die Gestaltung des Gottesdienstes in die Hand genommen, von ihnen wurden Lesungen vorgetragen, sie sprachen die Fürbitten, gemeinsam mit dem Noviziatschor wurde ein Gesang von Marco Frisinas – „Chi ci separera“ (Wer/Was kann uns scheiden von der Liebe Christi?) – einstudiert, Schüler ministrierten beim Gottesdienst.

Gottes Barmherzigkeit erfahren

Pater Karl Maurer LC, der den Schüler durch seine Tätigkeit in der Jugendarbeit kannte, stellte ins Zentrum seiner Predigt den Begriff der Ermutigung, die über die Trauer hinausgehe. Man brauche im Leben als Christ keine Angst vor der eigenen Schwachheit zu haben. Im Gegenteil helfe dem Menschen die Kenntnis seiner eigenen Schwachheit, zur Erfahrung der Barmherzigkeit Gottes zu gelangen. So ist es ein Teil des Weges als Christen, die eigenen Schwächen anzuerkennen, zuzulassen, und sowohl sich, als auch anderen einzugestehen. Am Schluss des Gottesdienstes richtete Pater Valentin nochmals einige Worte an die Versammelten und dankte für die überwältigende Anteilnahme aus der Region, aus ganz Deutschland, und anderen Ländern, in denen das Regnum Christi „Apostolische Schulen“ unterhält. Viele hätten ihr Mitleid bekundet, die Schule habe sich von Freunden getragen und begleitet gefühlt. „Wir sind als Familie zusammengerückt“, stellte Pater Valentin fest und er bat alle, weiterhin im Gebet vereint zu bleiben. P. Karl Maurer lud alle Gäste anschließend zur Begegnung und Austausch in die Räumlichkeiten der Schule ein.

Foto: Stiftskirche, Bad Münstereifel – Bildquelle: Andreas Gehrmann