Voderholzer distanziert sich von Zollitsch

DBK-Vorsitzender fordert spezifisches Diakonenamt für Frauen.
Erstellt von Andreas Gehrmann am 29. April 2013 um 23:05 Uhr
Erzbischof Dr. Zollitsch

Freiburg (kathnews). Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Dr. Robert Zollitsch, sorgte am Sonntagabend beim Abschluss einer viertägigen Diözesanversammlung in Freiburg für Schlagzeilen: „Ich fördere die Vielfalt der Dienste und Ämter sowie die Zukunft der unterschiedlichen kirchlichen Berufe. Ich tue dies auf der Grundlage der Lehre der katholischen Kirche. Dazu gehört auch der Einsatz für neue kirchliche Dienste und Ämter, die auch Frauen offen stehen, wie etwa ein spezifisches Diakonenamt für Frauen… Wir wollen hier in Deutschland den Spielraum, den wir haben, nutzen und Veränderungen anstoßen.“

Die umstrittene Gruppierung „Wir sind Kirche“ begrüßte den Vorschlag Zollitschs. Der Bischof von Regensburg, Dr. Rudolf Voderholzer, hingegen lehnt Frauen als geweihte Diakone klar ab. „Das sakramentale Diakonat gehöre wie das Priester- und Bischofsamt untrennbar zu einem Weihesakrament, das gemäß der biblisch begründeten Tradition der Kirche Männern vorbehalten sei“, zitiert Spiegel-Online in einem Bericht vom 29. April den Regensburger Bischof. Jüngst hatte bereits der emeritierte Kurienkardinal Walter Kasper das Amt einer sogenannten „Gemeindediakonin“ vorgeschlagen. Zollitsch hatte diese Idee nun aufgegriffen. Was der „deutsche Diakoninnen-Alleingang“ bezwecken soll bleibt jedoch vielen Katholiken völlig unklar.

Foto: Erzbischof Dr. Robert Zollitsch – Bildquelle: Schwarzwaelder bei de.wikipedia.org