„Treue zum Papst ist der Prüfstein“

Kardinal Donald Wuerl weißt Manipulationsvorwürfe hinsichtlich Bischofssynode zurück.
Erstellt von Radio Vatikan am 19. Oktober 2015 um 15:03 Uhr
Petersdom

Washington/Vatikan (kathnews/RV/america). Der Erzbischof von Washington, Kardinal Donald Wuerl, bekräftigt, dass die Bischofssynode im Vatikan keineswegs „manipuliert“ werde. „Ich wüsste nicht, wie man all diese (13) Arbeitsgruppen und diejenigen, die sie leiten, überhaupt manipulieren könnte“, sagte er am Wochenende im Gespräch mit der US-Jesuitenzeitschrift „America“. „Alle 13 Moderatoren und Berichterstatter der Arbeitsgruppen wurden gewählt“, betont Wuerl. Und was das Redaktionskomitee des Synoden-Schlussdokuments angeht: „Das ist in sich ein großer Schritt nach vorn, weil es die Teilhabe der Bischöfe ausweitet. Es gab ja keine solchen Komitees in der Vergangenheit, sondern der Generalrelator und der Sondersekretär taten das alles allein, und sie waren beide immer vom Papst ernannt.“

Wörtlich fuhr Kardinal Wuerl fort: „Nun gibt es einige Bischöfe, die finden, wir sollten über all das am besten überhaupt nicht diskutieren. Das sind die, die während der letzten Synode dauernd Interviews gaben und behaupteten, dass es Intrigen und Manipulation gebe. Das fällt, denke ich, auf sie zurück.“ Er frage sich, „ob einigen dieser Leute einfach dieser Papst nicht passt“. Es gebe immer jemanden, „der unglücklich ist über das, was in der Kirche vorgeht“. „Doch der Prüfstein des echten Katholizismus ist, zur Lehre des Papstes zu stehen“, so Wuerl.

Foto: Petersdom – Bildquelle: M. Bürger, kathnews