Papst schickte Gruß zum phänomenalen “Marsch für das Leben” in Washington

Lebensrechtler fordern erneut ein Ende der Abtreibungsfreigabe.
Erstellt von Felizitas Küble am 28. Januar 2013 um 18:16 Uhr
Papst Benedikt XVI.

Washington (kathnews/CF). „Ich unterstütze alle, die sich am ‚Marsch für das Leben’ beteiligen und bete dafür, dass die politischen Führer das ungeborene Leben schützen und sich für eine Kultur des Lebens einsetzen“. Mit diesem Tweet auf Englisch und Spanisch würdigt Papst Benedikt den „Marsch für das Leben“, zu dem am gestrigen Freitag, den 25. Januar 2013, mehrere hunderttausend Menschen in die US-Bundeshauptstadt Washington gekommen sind; manche Medien berichten von über einer halben Million Teilnehmer. Diese Demonstration gilt als bisher größte Lebensrechtskundgebung der amerikanischen Geschichte. Besonderer Anlaß war diesmal der 40. Jahrestag nach der faktischen Einführung der Abtreibungsfreigabe durch das Roe-gegen-Wade-Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA: Dieser “Supreme Court” hatte am 22. Januar 1973 im Fall “Roe v. Wade” entschieden, eine Abtreibung sei bis zur Lebensfähigkeit des ungeborenen Kindes zulässig. Der 1974 gegründete  „March of Life“ wird seitdem alljährlich in der US-Hauptstadt durchgeführt. In einem grandiosen Demonstrationszug, der zum Sitz des Obersten Gerichtshof führte, forderten die Lebensrechtler erneut ein Ende der Abtreibungsfreigabe. Fünf Kardinäle, 42 Bischöfe, mehr als 400 Priester und über 500 Seminaristen nahmen an der Kundgebung und den damit verbundenen Gebetswachen und Gottesdiensten teil.

„Eine Gesellschaft, die es den Eltern erlaubt, ihre Kinder zu töten, wird auch den Kindern erlauben, ihre Eltern zu töten.“

Kardinal O’Malley sagte voraus, daß der nächste Angriff auf das Leben die Einführung der Euthanasie sei: „Eine Gesellschaft, die es den Eltern erlaubt, ihre Kinder zu töten, wird auch den Kindern erlauben, ihre Eltern zu töten.“ Zu den Mitbegründern einer Lebensrechts-Initiative von Abtreibungs-Betroffenen gehört Janet Morana. – In einem Interview mit Radio Vatikan erläutert die engagierte Mutter: „Was uns sehr geholfen hat, ist die technische Entwicklung. Der Fortschritt ist auf unserer Seite und zwar mit der Entwicklung des Ultraschall-Bildes. Damals gab es das noch nicht, aber heute sehen wir Ultraschall-Bilder überall. Großeltern kleben sie an ihren Kühlschrank und sagen stolz: ‚Das sind meine Enkel, die bald geboren werden.’ – Insofern hat uns der Ultraschall sehr geholfen, die Abtreibungs-Lüge, dass ungeborene Kinder nur ein Zell-Haufen seien, zu widerlegen.“ Als positiv erwähnt Morana zudem  jene Mütter, die nach einer Abtreibung schmerzlich umdenken und Lebensrechtler werden: „Die Frauen, die durch eine Abtreibung verletzt wurden – seelisch wie körperlich – haben es mit der Hilfe unserer Kampagne geschafft, dass diese Wunden heilen. Sie reden jetzt öffentlich über die schlimmen Verletzungen, die sie durch die Abtreibung erlitten haben – körperlich, geistig und in ihren Gefühlen.”

Foto: Papst Benedikt XVI. – Bildquelle: Fabio Pozzebom/ABr

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