Nein zum muslimischen Feiertag

Bischof Algermissen: Toleranz ja, aber nicht auf Kosten der christlichen Prägung Deutschlands.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 19. Oktober 2017 um 20:06 Uhr
Sultan Ahmed Moschee

Fulda/Berlin (kathnews). Der Bischof von Fulda, Heinz-Josef Algermissen, hat sich zur aktuellen Debatte über eine mögliche Einführung eines islamischen Feiertages in Deutschland kritisch geäußert. Gegenüber der katholischen Zeitung „Die Tagespost“ fragte der Bischof kritisch: „Wie würden islamische Staaten reagieren, wenn katholische Christen dort versuchten, etwa das Fest Fronleichnam mit einer Prozession zu feiern? Oder Weihnachten und Ostern in islamischer Öffentlichkeit?“ In Deutschland gebe es dank seiner christlichen Prägung einen anderen Tolerenzbegriff als in muslimischen Ländern. Darum könne man hierzulande mehr zulassen als dort. Doch mahnt der Bischof an: „Indes darf das nicht bis zum Verlust unserer Identität und Prägung und bis zur Selbstaufgabe führen.“ Darum sei er gegen die Einführung eines islamischen Festes in Deutschland.

Die Debatte war auslöst worden durch Äußerungen von Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) und des ZdK-Präsidenten Sternberg. Auf einer Veranstaltung in Wolfenbüttel meinte de Maiziere, dass man darüber nachdenken könne, in bestimmten Regionen Deutschlands einen muslimischen Feiertag einzuführen. Der ZdK-Präsident sprach sich ebenso für eine Berücksichtigung der muslimischen Festkultur in den Regionen aus, wo es viele Muslime gebe.

Foto: Sultan Ahmed Moschee – Bildquelle: Dersaadet, Wikipedia