Kloster Heiligenkreuz hat keine Nachwuchssorgen

Orden bzw. Klöster, die ein katholisches Profil erkennen lassen und das Zweite Vatikanische Konzil im Sinne einer "Reform in Kontinuität" (Benedikt XVI.) umsetzen, brauchen sich über Nachwuchs und Vergreisung keine Sorgen zu machen. Ihnen gehört die Zukunft.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 17. August 2017 um 12:33 Uhr
Prof. Dr. Bernhard Vosicky

Heiligenkreuz (kathnews). Das Zisterzienserkloster „Heiligenkreuz“ im Wiener Wald hat einen Höchststand an Mönchen erreicht. Das meldete der ORF. „Am Montagabend wurden weitere vier junge Männer in die Gemeinschaft der Zisterzienser aufgenommen. Insgesamt gehören damit 102 Mönche dem Stift an“, so der ORF. „Inklusive der vier neuen Mönche kann das Stift auf zehn Novizen verweisen. Fünf davon werden am kommenden Samstag bereits ihre zeitliche Profess (für drei Jahre) ablegen und sich damit noch intensiver an die Ordensgemeinschaft binden“, heißt es weiter.

Das Stift Heiligenkreuz in Niederösterreich wurde 1133 gegründet. Sein Name (Monasterium ad crucem) leitet sich von einer Kreuzesreliquie ab, die in einer Kapelle des Klosters verwahrt wird. Das Kloster ist die Grablege des mittelalterlichen Babenberger-Geschlechtes.

Von Heiligenkreuz gingen und gehen etliche Gründungen von Zisterzienserklöstern aus. ORF: „Derzeit übersiedeln gerade vier Mönche in das ostdeutsche Stift Neuzelle, wo die Zisterzienser ein altes und vor rund 200 Jahren aufgelassenes Kloster wiederbegründen wollen. Sie sind die „Vorhut“ für weitere vier Ordensbrüder, mit denen dann im September 2018 die Wiederbesiedelung pünktlich zum 750-jährigen Gründungsjubiläum des Klosters abgeschlossen sein soll. Neuzelle soll dann ein weiteres Priorat von Heiligenkreuz werden.“

Einen besonderen Namen hat sich die Abtei südlich von Wien gemacht durch ihre Hochschule. Papst Benedikt XVI., der Heiligenkreuz 2007 besucht hat, erhob die renommierte theologische Bildungsstätte zur päpstlichen Hochschule.

Foto: Pater Bernhard Vosicky, Zisterzienser im Kloster Heiligenkreuz – Bildquelle: Kirche in Not