Katholiken und Orthodoxe verbindet die Kunst

Pontifex würdigt ökumenisches Konzert in der römischen Basilika Santa Maria Maggiore.
Erstellt von Katholische Nachrichten-Agentur am 6. November 2013 um 09:08 Uhr
Basilika Santa Maria Maggiore

Vatikan (KNA/kathnews). Die katholische und die russisch-orthodoxe Kirche sind aus Sicht von Papst Franziskus auf dem Gebiet der Kunst eng verbunden. Zwar könnten die Kirchen das Gebot Jesu zur vollen Einheit aller Christen noch nicht erfüllen, das große gemeinsame Erbe christlicher Kunst und Kultur schaffe aber viele andere Möglichkeiten der Nähe, hieß es nach Angaben der Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ (Dienstag) in einer Botschaft von Franziskus. Anlass war ein Konzert, das der Chor des Moskauer Patriarchats gemeinsam mit dem päpstlichen Chor der Sixtinischen Kapelle am Sonntag in der römischen Basilika Santa Maria Maggiore vortrug. „Heute atmet die Kirche durch zwei Lungen, jene des Orients und jene des Okzidents“, so das Schreiben, das der Präfekt der Ostkirchenkongregation, Kardinal Leonardo Sandri, bei dem Konzert verlas. Wie sehr auch historische Ereignisse und unterschiedliche Offenbarungsverständnisse das Christentum teilten, so sehr habe es in seinen künstlerischen Ausdrucksformen doch eine tiefe Einheit bewahrt. Die Schönheit der Musik, Malerei, Bildhauerei und Architektur vereine die Kirchen und lasse sie in ihrem Glauben und ihrer Hoffnung wachsen. Am Sonntagmorgen hatte der Papst die etwa 50 Angehörigen des russischen Chores zu einer kurzen Begegnung in seiner Residenz, dem Gästehaus Santa Marta, empfangen.

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Foto: Basilika Santa Maria Maggiore – Bildquelle: Andreas Gehrmann