Kardinal Kasper: Der Milieukatholizismus ist am Ende

Emeritierter Kurienkardinal stellt neues Buch vor. Aufruf zur Erneuerung.
Erstellt von am 8. Juni 2011 um 17:58 Uhr

Frankfurt (kathnews). Am Mittwoch stellte Kardinal Walter Kasper in Frankfurt sein neues Buch „Katholische Kirche. Wesen – Wirklichkeit – Sendung“ vor. Dabei forderte der Kardinal eine geistliche Erneuerung der katholischen Kirche. Kasper betonte in diesem Zusammenhang, dass er davon überzeugt sei, dass der Milieukatholizismus am Ende sei. Der Kardinal hoffe daher auf eine kreative Minderheit, aus der eine erneuerte Kirche entstehen könne. Kasper beklagte in diesem Zusammenhang besonders ein Kommunikationsdefizit, das auf allen Ebenen der Kirche zu finden sei. Den von der deutschen Bischofskonferenz angestoßenen „Dialogprozess“ bewertete der Kirchenfürst positiv, verwies jedoch darauf, dass dies nur ein Anfang sein könne.

Bezugnehmend auf sein nun vorgelegtes Buch sagte der Kardinal, dass er sich mit der Veröffentlichung dieses Werkes einen alten Wunsch erfüllt habe. Mit seinem Buch möchte der Kardinal zur Freude „an Gott und der Kirche“ beitragen, sagte er in Frankfurt. Die Kirche nannte er in diesem Zusammenhang „schön und großartig“.  Kaspers Buch „Katholische Kirche. Wesen – Wirklichkeit – Sendung“ ist erschienen im Verlag Herder.

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