Helden und Heilige in Diktaturen

Eine Buchbesprechung von Hans Jakob Bürger.
Erstellt von Hans Jakob Bürger am 24. Februar 2017 um 16:04 Uhr

Seit Jahren veröffentlicht Dr. Eduard Werner in der Monatszeitschrift „Der Fels“ kurze Lebensbeschreibungen von Helden und Heiligen in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts. Ihm gelingt es dabei stets hervorragend, spannend, schlüssig und in nur wenigen Sätzen die jeweilige Persönlichkeit vorzustellen und vor dem geistigen Auge des Lesers lebendig werden zu lassen. Darin liegt eine besondere Stärke des Autors. In dem hier vorliegenden Buch „Helden und Heilige in Diktaturen“, im Media-Maria-Verlag erschienen, werden über 100 Menschen vorgestellt, die als Zeugen für Christus ihr Leben gelassen haben. Darüber hinaus geht Eduard Werner in der Einleitung seines Buches auf die Vorwürfe ein, die der Kirche entweder aus Unkenntnis oder in böser Absicht gemacht werden, etwa, sie habe nichts gegen Hitler unternommen. Hier legt der Autor klar und unmissverständlich die Fakten vor. Bereits die vorgestellten beiden Schaubilderauf den Seiten 16-17 machen deutlich, aus welchen gesellschaftlichen Milieus die Anhängerschaft der NSDAP kam. Dass die Kirche immer wieder auf die Sachlage in Deutschland hingewiesen hatte, wird dokumentarisch untermauert. Selbst das Parteiorgan der Nationalsozialisten „Völkischer Beobachter“ schrieb am 1. August 1938: „Der Vatikan hat die Rassenlehre von Anfang an abgelehnt; […] zum Nationalsozialismus stand der Vatikan in politischer Kampfstellung.“ Eduard Werner schreibt in seinem Buch, das man in allen Schulen Lehrern und Schülern zur Pflichtlektüre machen sollte: „Aus diesem grundsätzlichen Gegensatz vor allem zur NS-Ideologie heraus entwickelten Tausende Katholiken die Bereitschaft, ihr Leben für bedrohte Mitmenschen und für die Freiheit zu riskieren.“

Hans Jakob Bürger

Eduard Werner
Helden und Heilige in Diktaturen
Media Maria
256 Seiten; 17,95 €
ISBN: 978-3945401309

Foto: Helden und Heilige in Diktaturen – Bildquelle: Media Maria Verlag