Hamburger Weihbischof erinnert an Luftangriffe 1943

Gräuel eines maßlosen Weltkrieges.
Erstellt von Katholische Nachrichten-Agentur am 31. Juli 2013 um 11:38 Uhr

Hamburg (kathnews/KNA). Der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke hat anlässlich des 70. Jahrestages der Luftangriffe auf Hamburg an die Opfer und die „Gräuel des maßlosen Weltkrieges“ erinnert. „Europa darf nie wieder in Nationalismus und Feindschaft zurückfallen“, mahnte Jaschke am Dienstag in Hamburg. Der Weihbischof nimmt am Sonntag neben Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), der Oberbürgermeisterin von Hamburgs Partnerstadt Dresden, Helma Orosz (CDU), Reverend Matthew Jones von der Anglican Church of St. Thomas Becket in Hamburg und Bischöfin Kirsten Fehrs an der zentralen Gedenkfeier der Hansestadt an die Luftangriffe im Jahr 1943 teil. „Die Erinnerung muss uns wach machen für Unrecht und Gewalt und Leiden Unschuldiger in unseren Zeiten“, erklärte Jaschke. Er rief dazu auf, am „Aufbau des neuen Europas“ und einer Weltgemeinschaft mitzuwirken, wo alle Menschen „ohne Angst leben können und zu ihrem Recht kommen“. In der Nacht zum 25. Juli 1943 begannen unter dem militärischen Operationsnamen „Gomorrha“ die bis dahin schwersten Angriffe in der Geschichte des Luftkrieges und die gravierendsten Luftangriffe auf Hamburg. Historiker gehen von rund 34.000 Toten, 125.000 Verletzten und fast einer Million Obdachloser infolge der bis zum 6. August andauernden Angriffe aus.

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Foto: Hamburger Rathaus – Bildquelle: Andreas Gehrmann