Glaubenskongregation thematisiert „Pfarrei-Initiative“

Erzbischof Müller und Schweizer Bischöfe im Gespräch über häretische Gruppierung.
Erstellt von Radio Vatikan am 2. Juli 2013 um 14:05 Uhr
Petersdom

Vatikan (kathnews/RV). Drei Schweizer Bischöfe haben an diesem Montag in Rom mit dem Präfekten der römischen Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Müller, über die so genannte Pfarrei-Initiative gesprochen. Wie die Schweizer Bischofskonferenz im Vorhinein mitteilte, handelt es sich um die Bischöfe von Basel, Chur und St. Gallen, Felix Gmür, Vitus Huonder und Markus Büchel. Das Gespräch sei bereits länger geplant und wegen der zwischenzeitlichen Papstwahl bereits einmal verschoben worden. Es habe Einigkeit bestanden, „dass die Lehre der Kirche, wie sie vor allem in den Dokumenten des Zweiten Vatikanischen Konzils zusammengefasst ist, die verbindliche Grundlage für die Lösung der entstandenen Fragen bildet“, heißt es in einer anschließenden, gemeinsamen Pressemitteilung.

Das Treffen, an dem von Seiten des Vatikans die Präfekten der Glaubens- und der Bischofskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller und Kardinal Marc Ouellet teilnahmen, habe in einer brüderlichen Atmosphäre stattgefunden, heißt es von Seiten der Bischöfe Felix Gmür von Basel, Vitus Huonder von Chur und Markus Büchel von Sankt Gallen weiter. Weitergehende Informationen würden nicht kommuniziert, teilten die Bistümer am Montag mit. Die „Pfarrei-Initiative Schweiz“ setzt sich unter anderem für eine Mahlfeier mit Gläubigen anderer christlicher Kirchen ein. Sie hat nach eigenen Angaben Unterstützung von rund 540 Seelsorgern und etwa doppelt so viele Sympathisanten. Sie benennt einiges als „selbstverständliche Praxis“, was nach katholischem Kirchenrecht kirchlichen Ungehorsam darstellt, etwa das Austeilen der Kommunion an wiederverheiratete Geschiedene.

Foto: Petersdom – Bildquelle: Wolfgang Stuck