Gegen aktive Sterbehilfe und Beihilfe zur Selbsttötung

Katholische Frauengemeinschaft für den Ausbau von Palliativmedizin.
Erstellt von Katholische Nachrichten-Agentur am 21. Juni 2014 um 08:58 Uhr
Kreuzigung Christi

Mainz (kathnews/KNA). Für einen Ausbau von Palliativmedizin und Hospizarbeit hat sich die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ausgesprochen. Zwar gebe es die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine gute Begleitung und für wirksame Schmerzbehandlung von Sterbenden, in der Praxis stünden aber nicht genügend geschulte Mediziner und Pflegekräfte sowie Einrichtungen zur Verfügung, kritisierte die kfd-Vorsitzende Maria Theresia Opladen am Freitag bei der Bundestagung des Verbandes in Mainz. Sie mahnte im Umgang mit dem Tod einen „gesellschaftlichen Umdenkprozess“ an, Sterben dürfe nicht ausgeblendet werden, sondern müsse als Teil des Lebens gesehen werden. Eindringlich sprach sich der Verband gegen aktive Sterbehilfe und Beihilfe zur Selbsttötung aus. „Jede Form der gesellschaftlichen Akzeptanz und der Legalisierung aktiver Sterbehilfe oder auch Beihilfe zur Selbsttötung kann sich schnell vom nachvollziehbaren Wunsch nach Selbstbestimmung am Lebensende in gesellschaftlichen Druck zur Selbsttötung verkehren“, sagte Opladen. Die kfd ist mit mehr als einer halben Million Mitgliedern nach eigenen Angaben der größte katholische Verband in der Bundesrepublik.

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Foto: Kreuzigung Christi – Bildquelle: Manuel Gómez