Fest der Beschneidung des Herrn

Wiener Theologe Jan-Heiner Tück wirbt für Wiederaufnahme in den Festkalender.
Erstellt von Felizitas Küble am 31. Dezember 2018 um 20:57 Uhr
Beschneidung Christi

Wien (kathnews/CF/Vatican News). Die Kirche soll das Fest Jesu Beschneidung wieder in ihren Festkalender aufnehmen. Dafür wirbt der Wiener Theologe Jan-Heiner Tück in einem Artikel in der Neuen Züricher Zeitung. Als Sohn einer jüdischen Mutter sei Jesus beschnitten worden, jahrhundertelang habe ein Fest im liturgischen Kalender daran erinnert. Erst die Grundordnung des Kirchenjahres nach dem Konzil habe auf den 1. Januar, an dem das Fest gefeiert wurde, das Hochfest der Gottesmutter Maria gelegt.

Eine Wiederbelebung des Festes sei ein deutliches Zeichen gegen einen Antisemitismus, der sich im ultrarechten Spektrum sowie durch linke Stimmen und im islamischen Antisemitismus äußere. Diese „Lücke in der kirchlichen Gedenkkultur“ solle geschlossen werden. Auch wenn in der Kirche die Taufe an die Stelle der Beschneidung getreten sei, lasse sich das Christentum von Judentum nicht ablösen.

Dr. Tück weist in dem Artikel auch auf den Besuch von Papst Franziskus in der römischen Großen Synagoge 2016 hin. Der Papst sei gefragt worden, ob er das Fest Beschneidung des HERRN nicht wieder einführen wolle, und habe geantwortet: „Eine gute Idee“.

Textquelle: Christliches Forum und Vatican News

Foto: Beschneidung Christi – Bildquelle: Kathnews