Einsatz von Kindersoldaten ist Verbrechen

Erzbischof Schick fordert Prozess gegen Militärs und Rebellenführer.
Erstellt von Katholische Nachrichten-Agentur am 13. Februar 2014 um 08:25 Uhr
Panzer

Bamberg (kathnews/KNA). Der Bamberger katholische Erzbischof Ludwig Schick hat den Einsatz von Kindersoldaten als ein Verbrechen bezeichnet. Militärs und Rebellenführern, die Kinder zum Dienst an der
Waffe zwängen, müsse der Prozess gemacht werden, forderte Schick am Mittwoch in Bamberg. Schon Kriege brächten unsägliches Leid, doch dabei auch noch Kinder einzusetzen, vervielfache dieses Leid. Schick, der auch Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz ist, äußerte sich anlässlich des Internationalen Tags gegen Kindersoldaten. Bei vielen Kampfhandlungen würden bewusst Kinder eingesetzt, weil sie bestimmte Risiken noch nicht abschätzen könnten, sagte der Erzbischof. Dafür würden ihr Denken und Fühlen, ihr Charakter und ihre Sitten verformt, andererseits werde ihnen Schule und Bildung vorenthalten. Schätzungen zufolge sind weltweit zwischen 250.000 und 300.000 Kinder als Soldaten für Armeen und Rebellengruppen im Einsatz. In der internationalen Politik müsse dieses Verbrechen öfter zur Sprache gebracht werden, forderte Schick. Außerdem sollten Organisationen, die dagegen vorgingen, noch besser unterstützt werden. Am 12. Februar 2002 trat das Fakultativprotokoll über die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten zur UN-Kinderrechtskonvention in Kraft. Dieses Zusatzprotokoll wurde von der UN-Generalversammlung im Mai 2000 beschlossen und von 92 Staaten unterzeichnet.

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Foto: Panzer – Bildquelle: TSGT MICHAEL RICE, USAF / Wikipedia