Die Heiligsprechung von Mutter Teresa

Perfekte Heilige für das Jahr der Barmherzigkeit.
Erstellt von Radio Vatikan am 5. September 2016 um 22:29 Uhr
Petersdom

Vatikan (kathnews/RV/dw). So schnell wie Mutter Teresa wurden bisher wenige heiliggesprochen, in jüngster Zeit war es nur Papst Johannes Paul II. Übrigens, sechs Jahre nach ihrem Tod im Jahr 1997 wurde Mutter von Johannes Paul II. seliggesprochen.

Die Ordensfrau im weiß-blauen Sari wurde für ihr Engagement in Sterbehäusern 1979 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Nachdem der Vatikan ihr eine erste Wunderheilung zugeschrieben hatte, wurde Mutter Teresa 2003 seliggesprochen. Ende 2015 wurde ein zweites Wunder mit Mutter Teresa in Verbindung gebracht. Damit war der Weg frei für ihre Heiligsprechung.

Die Heiligsprechung liegt ganz auf einer Linie mit dem Heiligen Jahr der Barmherzigkeit, das Papst Franziskus für dieses Jahr ausgerufen hatte. Denn Mutter Teresa steht wie kaum jemand anderes für das Engagement für die Armen, betonte der Postulator der Heiligsprechung, Pater Brian Kolodiejchuk, am vergangenen Freitag bei der Pressekonferenz. „Sie ist die perfekte Heilige für das Jahr der Barmherzigkeit“, so der Postulator. „Sie war immer bereit, Barmherzigkeit zu zeigen und anderen zu vergeben.“

Wer war sie?

Mutter Teresa wurde 1910 im heutigen Mazedonien geboren und wuchs unter dem Namen Agnes Gonxha Bojaxhiu in einer albanischen Familie auf. Zeit ihres Lebens hat sie sich mit ihrem Orden „Missionarinnen der Nächstenliebe“ im indischen Kalkutta/Kolkata um die Armen und Sterbenden gekümmert. Auf ihrer jährlichen Fahrt in die nordindische Stadt Darjeeling habe sie den Ruf Gottes gehört, sich fortan um die Armen zu kümmern und die Liebe Jesu zu verbreiten. Auch heute, fast 20 Jahre nach ihrem Tod, hat ihr Orden rund 4.500 Mitglieder und ist in 133 Ländern vertreten.

Foto: Petersdom – Bildquelle: M. Bürger, kathnews