„Das Totenhemd hat keine Taschen!“

Papst Franziskus spricht über Reichtum und Glauben.
Erstellt von Radio Vatikan am 2. März 2014 um 23:33 Uhr
Papst Franziskus

Vatikan (kathnews/RV). In einem Herzen, das von Reichtum „besessen“ ist, ist nicht mehr viel Platz für den Glauben. Daran hat Papst Franziskus bei der Katechese zum Angelusgebet am Sonntag erinnert. Wer Gott den rechten Platz einräume, nämlich den ersten, der werde frei, mit den Armen zu teilen und seine Güter für Entwicklungs- und Solidaritätsprojekte zu teilen, wie viele Beispiele auch der jüngeren Kirchengeschichte zeigten. Drastisch wies der Papst auf die Perspektive der Ewigkeit hin: „Wenn jemand nur für sich sammelt, was passiert dann, wenn er zu Gott gerufen wird? Er wird seine Reichtümer nicht mitnehmen können, denn – wisst- das Totenhemd hat keine Taschen! Es ist besser zu teilen, denn wir werden in Himmel nur das mitnehmen können, was wir mit anderen geteilt haben.“

„Der Weg den Jesus uns weist, scheint wenig realistisch zu sein angesichts der herrschenden Mentalität und die Probleme der wirtschaftlichen Krise; aber wenn man es genau bedenkt, führt uns zu einer richtigen Werteskala. Er sagt: „Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung?“ (Mt 6,25). Damit niemandem Brot, Wasser, Bekleidung, das Haus, Arbeit und Gesundheit haben, ist es notwendig, dass wir uns alle als Kinder des Vaters im Himmel erkennen und also unter uns als Brüder und uns entsprechend verhalten. Daran habe ich bei meiner Botschaft zum Weltfriedenstag des 1. Januar erinnert: Der Weg des Friedens ist die Brüderlichkeit: Dieses gemeinsame Gehen, dieses Miteinanderteilen.“

Foto: Papst Franziskus – Bildquelle: Andreas Gehrmann

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