Bonifatiuswerk feiert Geburtstag im Regensburger Dom

Gottesdienst mit Rückblick auf 165 Jahre.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 31. Mai 2014 um 22:18 Uhr
Regensburger Dom

Regensburg (kathnews/Bonifatiuswerk). Heute hat das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken in Kooperation mit dem Ansgar-Werk der Bistümer Osnabrück und Hamburg zur einzigen Eucharistiefeier am heutigen Tag in den Regensburger Dom St. Peter eingeladen. Der Gottesdienst stand unter dem Thema „Weiter Himmel, stille Wege – Brückenschlag nach Nordeuropa“. Für das Bonifatiuswerk war dies eine ganz besondere Eucharistiefeier, denn das Hilfswerk für den Glauben wurde im Jahr 1849 auf einem Vorläufer der Katholikentage in Regensburg gegründet und kehrt jetzt sprichwörtlich zu seiner Wiege zurück. „Mit Christus Brücken bauen“ lautet das Leitwort des 99. Deutschen Katholikentages – das gelang auch durch den Gottesdienst im Regensburger Dom. Der Hauptzelebrant und Bischof des Bistums Osnabrück, Dr. Franz-Josef Bode, ging darauf ein, dass niemand für sich alleine glauben könne und dass alle Katholiken im Glauben aufeinander angewiesen seien. „Heute sind neue Wege zur Glaubenshilfe nötig, über alle Ländergrenzen hinweg. Wir müssen uns im Glauben besser vernetzen und auf unsere Mitchristen in all ihrer Verschiedenheit und Zerstreutheit zugehen. Dabei können wir auch von den Christen in den Diasporaregionen lernen und müssen bereit sein, für unseren Glauben weite Wege zu gehen“, sagte Bischof Bode.

Zahlreiche Bischöfe aus ganz Europa feierten den Gottesdienst mit und brachten so ihre Wertschätzung für das Bonifatiuswerk zum Ausdruck. Der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, bedankte sich auch im Namen von Monsignore Ansgar Lüttel, Vorsitzender des Ansgar-Werks der Bistümer Osnabrück und Hamburg, bei allen engagierten Katholiken für ihre tatkräftige Unterstützung, ohne die das Gemeindeleben und ein lebhafter Glauben in den Diasporaregionen nicht möglich wären. „Das diesjährige Motto des Katholikentages ist aus Sicht des Bonifatiuswerkes ein sehr schönes. Zwar bauen wir keine Brücken aus Stahl und Beton, dafür aber Brücken zwischen Gott und den Menschen, die uns im Glauben tragen. Dieser Brückenschlag erinnert uns auch an die Gründung des Bonifatiuswerkes vor 165 Jahren, an die unterschiedlichen Gäste mit denen wir den Gottesdienst in Dankbarkeit feiern, daran, Gott um seinen Segen zu bitten, und auch an unsere Gegenwart und Zukunft, denn unsere Zukunft liegt begründet in unserer Herkunft. Wir müssen unbeirrt unseren Glauben in die Welt geben und die Menschen solidarisch unterstützen“, sagte Austen.

Auch Gäste aus den nordischen Ländern beteiligten sich am Gottesdienst und verdeutlichten, wie wichtig die Solidarität der deutschen Katholiken für die Gläubigen in den Diasporaregionen ist. Der Konzelebrant und Erzbischof aus dem lettischen Riga, Zbigņevs Stankevičs, bedankte sich bei allen, die nicht nur in Lettland sondern überall auf der Welt ihren Glauben offen leben und andere dafür zu begeistern versuchen. „Sie verbinden Menschen miteinander und stellen Gemeinschaft her“, sagte Stankevičs. Die Generalsekretärin der Nordischen Bischofskonferenz Sr. Anna Mirijam Kaschner aus Kopenhagen verdeutlichte, wie wichtig die Unterstützung der nordischen Länder durch die deutschen Katholiken sei. „Wir danken Gott für das Wachstum der Kirche in Nordeuropa. Dort werden neue Kirchen und Pfarrzentren benötigt, deren Bau das Bonifatiuswerk fördert. So entstehen Orte, an denen Katholiken aus der Diaspora ihren Glauben leben und teilen können.“ Musikalisch begleitet wurde die Eucharistiefeier durch die Musikerin Judy Bailey und ihre Band. Judy Bailey tritt häufig bei christlichen Großveranstaltungen auf, so etwa bei den Weltjugendtagen 2005 in Köln, 2008 in Sydney und 2013 in Rio de Janeiro oder beim Eröffnungsgottesdienst der Fußball-Weltmeisterschaft 2006.

Foto: Regensburger Dom – Bildquelle: Omnidoom 999 / Wikipedia