Bertone beklagt „Diktatur des Relativismus“

Christentum leidet unter einer wachsenden Intoleranz.
Erstellt von Radio Vatikan am 23. November 2011 um 10:01 Uhr
Petersdom

Vatikan (kathnews/RV). Das Christentum in Europa leidet nach Ansicht von Kardinalstaatsekretär Tarcisio Bertone unter einer wachsenden Intoleranz. „Das Prinzip der Nicht-Diskriminierung wird im Konflikt der Rechte häufig als Waffe missbraucht, um eine Diktatur des Relativismus zu errichten“, sagte Bertone auf einer Konferenz zum 40-jährigen Bestehen des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) am Dienstag in Rom. Diese Haltung stelle sich in offenen Widerspruch gegen traditionelle christliche Werte wie die Ehe zwischen Mann und Frau sowie gegen die „Verteidigung des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“. Es werde versucht, Gott und religiöse Symbole aus der Öffentlichkeit zu verdrängen, so Bertone. Neben einer „gesunden Laizität“ gebe es auch einen intoleranten Laizismus. Die Glaubensverkündigung in Europa brauche neben Gottvertrauen „gesunden Realismus“, um Widerstände zu erkennen und Vorurteile abzubauen.

Foto: Petersdom – Bildquellle: Emilio García, CC