Beihilfe zum Suizid verbieten

Prälat Jüsten redet künftiger Regierung ins Gewissen.
Erstellt von Katholische Nachrichten-Agentur am 21. November 2013 um 11:53 Uhr

Berlin (kathnews/KNA). Der Vertreter der katholischen Kirche in Berlin, Prälat Karl Jüsten hat von der künftigen Regierung einen neuen Anlauf zum Verbot jeder organisierten Form des assistierten Suizids verlangt. Es greife inzwischen eine Mentalität um sich, „die nicht nur unheilbar Kranke, sondern auch ältere, gebrechliche oder psychisch kranke Menschen unter einen fatalen Entscheidungsdruck setzt“, sagte Jüsten am Mittwoch in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). „Was wir brauchen sind mehr Hilfen für ein menschenwürdiges Sterben.“ Ausdrücklich begrüßte Jüsten die Absichten von Union und SPD, das Prostitutionsgesetz grundlegend zu reformieren. Die kirchlichen Frauen- und Sozialverbände hätten seinerzeit davor gewarnt, „dass die Regelungen in erster Linie Freiern und Bordellbetreibern nutzen und Ausbeutungs- und Machtverhältnisse verschleiern, die mit der Prostitution einhergehen“. Ein wesentliches kirchliches Anliegen seien neben dem Schutz der Frauen bessere Ausstiegshilfen, nicht zuletzt für illegal in Deutschland lebende Frauen.

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Foto: Reichstag in Berlin – Bildquelle: Marcela auf Commons, CC