Aachener Zeitung: „Erzkonservative Katholiken machen im Netz mobil“

Aachener Zeitung reagiert auf Kritik katholischer Internetportale auf "Narrenmesse".
Erstellt von kathnews-Redaktion am 12. Februar 2018 um 13:13 Uhr
Bildquelle: Kathnews

Aachen/Heinsberg (kathnews). Auf die kritische Berichterstattung von Kathnews und Kath.net über eine anstößige „Narrenmesse mit Dreigestirn“ im Bistum Aachen ging die Samstagausgabe der Aachener Zeitung ein. Die dem katholischen Lehramt von Papst und Bischöfen verpflichteten Internetportale werden dort als „erzkonservativ“ bezeichnet. Aachener Zeitung: „Auf der Internetseite ‚kathnews‘ war von „blasphemischer Geschmacklosigkeit‘ die Rede. Demnach habe die Karnevalsmesse beziehungweise ein Fernsehbeitrag darüber bei vielen Katholiken ‚großes Entsetzen‘ und ‚Abscheu‘ hervorgerufen. Ein völlig anderes Bild bot sich während und nach der ‚Messe der Freude‘ in Heinsberg: Hunderte Gottesdienstbesucher in der übervollen … Kirche waren offensichtlich begeistert von der Messe und den Geistlichen, die sie zelebrierten.“

Über Kath.net heißt es in der Aachener Zeitung: „Anstoß nahm das konservativ-katholische Nachrichtenportal „kath.net“ an ‚hochfliegenden kurzen Röckchen und akrobatischen Einlagen im Altarraum‘, an der Predigt des Büttenredners und Diakons Willibert Pauels, der den Zölibat infrage stellte, und daran, dass ein evangelischer Pfarrer die Heilige Kommunion empfing.“

Die Aachener Zeitung zitiert sodann den Bistumsprecher von Aachen: „Die sogenannte Interkommunion ist zwar ein umstrittenes Thema in der katholischen Kirche, sie sei aber nach wie vor nicht erlaubt“. Der Pfarrer der Heinsberger Pfarrei, Propst Markus Bruns, habe dies, so die Aachener Zeitung, „eher als Zeichen der ‚ökumenischen Gastfreundschaft‘ gewertet, denn „schließlich hätten Vertreter der ökumenischen Taizé-Bewegung auch schon einmal die Heilige Kommunion von Papst Benedikt empfangen“.

Von liturgischen Missbräuchen könne zudem keine Rede gewesen sein, so Bruns. „Die karnevalistischen Tänze seien vor der Messe über die Bühne – oder besser durch den Altarraum – gegangen. Und der Ausmarsch der Prinzengarde habe erst nach dem offiziellen Ende des Gottesdienstes begonnen, so der Heinsberger Propst laut Aachener Zeitung. „Die Kritik aus den katholischen Internetforen nehme (Propst) Bruns“, so die Aachener Zeitung weiter, „erst einmal zur Kenntnis. Er weiß eben, mit wem er es da zu tun hat: ‚Die Leute sind schon sehr rückwärtsgewandt‘, sagte er. Für die Gläubigen in Heinsberg sei die Messe hingegen ein tolles Erlebnis gewesen‘, zitiert die Aachener Zeitung den Propst.

Hier zum Fernsehbeitrag des WDR Aachen

Foto: Kathnews-Logo – Bildquelle: Kathnews