Telefonberatung abgeschaltet

Bischof Ackermann versichert weiterhin Transparenz bei Aufarbeitung von Missbrauchsfällen.
Erstellt von Radio Vatikan am 19. Januar 2013 um 09:21 Uhr

Trier (kathnews/RV). Die wissenschaftliche Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche ist nur ein „Baustein“ in einem ganzen Maßnahmenpaket des Kampfes der Kirche gegen Kindesmissbrauch. Die Bischöfe werden sich „weiterhin mit gleichbleibender Intensität und Konsequenz um eine gründliche und transparente Aufarbeitung bemühen“. Das hat der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz an diesem Donnerstag in Trier bekräftigt. Dies sei eine Frage der Glaubwürdigkeit der kirchlichen Arbeit, man sei dies auch den Betroffenen schuldig, führte Bischof Stephan Ackermann aus. Er äußerte sich bei der Vorstellung des Abschlussberichtes zur Hotline für Betroffene sexuellen Missbrauchs.

Die im Februar 2010 beschlossene gebührenfreie Telefonhotline war im Dezember 2012 abgeschaltet worden. Die „sinkende Nachfrage“ habe laut Bischofskonferenz „schon seit längerer Zeit“ eine Aufrechterhaltung des Telefon-, Internet- und postalischen Beratungsangebots nicht mehr gerechtfertigt. Betroffene könnten sich auch nach Abschaltung der Hotline weiterhin an die diözesanen Ansprechpartner sowie an die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen der jeweiligen Bistümer wenden, so die DBK weiter. Auch die Beratungsstellen des Deutschen Caritasverbandes und die entsprechenden Angebote der Telefonseelsorge stünden zur Verfügung. Insgesamt seien über die Hotline 8.465 Gespräche geführt worden, im Jahr 2012 waren es 691 Gespräche. Alle Daten zur Hotline sind auf der Homepage der Deutschen Bischofskonferenz einzusehen.

Foto: Missbrauch – Bildquelle: Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs