Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Papst Franziskus schreibt Brief an Rabbiner von Buenos Aires.
Erstellt von Radio Vatikan am 28. Januar 2014 um 11:36 Uhr
KZ Flossenbürg

Vatikan (kathnews/RV). Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus an diesem Montag hat Papst Franziskus Abraham Skorka, dem Rabbiner von Buenos Aires, einen Brief geschrieben. Der Brief wurde an diesem Montagabend bei einem Konzert im Konzerthaus „Parco della Musica“ in Rom verlesen, der anlässlich des Gedenktages stattfand. Mit dem Empfänger verbindet den Papst eine lange Freundschaft. Der Papst wählte die sehr persönliche Form eines Briefes, um an diesem Gedenktag seine Nähe zum jüdischen Volk zu zeigen.

In dem Schreiben drückt Franziskus den Wunsch aus, dass die Zuhörer des Konzertes sich die Tränen der Geschichte zu eigen machen können, so dass dieser Horror, diese Schande für die Menschheit, sich niemals wiederhole. Bei dem Konzert mit dem Titel „Die Violinen der Hoffnung“ erklangen das erste Mal in Italien zwölf Violinen und ein Violoncello, die während des Holocaust fast vernichtet worden wären. Sie wurden von einem israelischen Instrumentenbauer restauriert. Die Konzertmusiker repräsentierten bei der Aufführung die drei monotheistischen Religionen: Im einheitsstiftenden Charakter der Musik soll ihre Harmonie ausgedrückt werden. Gespielt wurden unter anderem Antonio Vivaldi und Ludwig van Beethoven. „Das Herz der Anwesenden wird aber hören, dass hinter der Musik der stumme Klang der Tränen liegt“, schreibt der Papst – „Tränen, die in der Seele und dem Leib der Völker Spuren hinterlassen haben“.

Foto: KZ Flossenbürg – Bildquelle: Andreas Gehrmann