„Die Taufe ist eine Kette der Gnade“

Papst Franziskus beginnt neue Reihe von Katechesen über die sieben Sakramente.
Erstellt von Radio Vatikan am 8. Januar 2014 um 14:23 Uhr
Taufbecken

Vatikan (kathnews/RV). Mit der Bedeutung der Taufe hat Papst Franziskus bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz an diesem Mittwoch eine neue Reihe von Katechesen über die sieben Sakramente begonnen. „Die Taufe ist das Sakrament, auf dem unser Glaube gründet und das uns in Christus und in die Kirche eingliedert“, so der Papst. Zusammen mit der Firmung und der Eucharistie bilde sie die christliche Initiation, also das sakramentale Geschehen, das uns dem Herrn gleich gestaltet und uns zu einem lebendigen Zeichen seiner Gegenwart und Liebe macht, wie Franziskus ausführte.

„Die Taufe ist also mehr als eine Formsache! Es ist ein Akt, der unser Sein im Innersten berührt. Es ist nicht das gleiche, ob ein Kind getauft ist oder nicht, ob ein Mensch getauft ist oder nicht. Durch die Taufe werden wir eingetaucht in die unerschöpfliche Quelle des Lebens, in den Tod Jesu und die Auferstehung Christi. Das ist der größte Akt der Liebe in der ganzen Geschichte. Dank dieser Liebe können wir ein neues Leben – jenseits der Willkür des Bösen, der Sünde und des Todes leben – in Gemeinschaft mit Gott und unseren Brüdern und Schwestern.“ Kraft der Taufe werden wir zu Trägern einer neuen Hoffnung und fähig, zu verzeihen sowie in den Armen und Geringsten Christus zu erkennen, so Franziskus. Er betonte erneut, dass es wichtig sei, das eigene Taufdatum zu kennen, da es ein wichtiger Feiertag sei und trug allen auf, dies zu Hause zu nachzuschauen.

„Wenn es uns gelingt, trotz all unseren Grenzen, Schwächen und Sünden Jesus zu folgen und in der Kirche zu bleiben, dann ist das grade aufgrund des Sakraments bei dem wir in Christus neu geschaffen sind. Es ist Dank der Kraft der Taufe, dass wir, befreit von der Erbsünde in eine Beziehung mit Jesus und Gottvater getreten sind, wir sind Träger einer neuen Hoffnung. Denn die Taufe gibt uns eine neue Hoffnung, die Hoffnung. uinser ganzes Leben auf der Straße der Errettung zu gehen. Und diese Hoffnung kann uns nichts und niemand nehmen.“ Einen dritten wichtigen Punkt stellte Franziskus heraus indem er fragte: „Können wir uns selbst taufen? Nein.“ „Wir können darum bitten, es uns wünschen, aber wir brauchen immer jemanden, der uns dieses Sakrament im Namen des Herrn überträgt. Die Taufe ist ein Geschenk, das in einem Kontext von Dienstbarkeit und brüderlichem Mitempfinden gespendet wird. In der Geschichte tauft immer einer den anderen, das ist eine Kette der Gnade…. Bitten wir also von Herzen den Herrn darum, jeden Tag und immer mehr die Gnade zu spüren, die wir durch die Taufe empfangen haben.“

Foto: Taufbecken – Bildquelle: Ib Rasmussen / Wikipedia