Töten im Namen von Religion ist unerträglich

Kardinal Reinhard Marx äußert sich zu den Anschlägen von Spanien.
Erstellt von Radio Vatikan am 18. August 2017 um 20:10 Uhr
Kardinal Reinhard Marx

München (kathnews/RV/pm). Fassungslos: So reagiert der Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft ComECE, Kardinal Reinhard Marx, auf die Anschläge von Spanien in Barcelona und Cambrils. In einem Kondolenz-Schreiben an den Erzbischof von Barcelona, Kardinal Juan José Omella Omella übermittelt Marx den Verletzten und Angehörigen der im Namen der Bischöfe Europas sein „tief empfundenes Mitgefühl“. „Menschen, die Familie hatten und Freunde, die gelacht oder miteinander Pläne geschmiedet haben, Menschen mit Träumen und Visionen. Sie alle wurden ohne Vorwarnung und ohne Anlass aus dem Leben gerissen.“

Die Brutalität der Anschläge entsetze ihn, „dass die Terroristen im Namen der Religion „Ungläubige“ töten, ist unerträglich.“ Kardinal Marx betont die Wichtigkeit des Zusammenhalts der Gesellschaft angesichts der Gewalt durch den Terror. „Wir Christen sind herausgefordert, aufeinander Acht zu geben, destruktiven Ideologien entgegenzutreten und für Menschenwürde und Solidarität einzustehen.“

Foto: Kardinal Reinhard Marx – Bildquelle: Wolfgang Roucka