Orthodoxer Metropolit warnt vor einem Schisma

Eucharistiegemeinschaft setzt notwendig Kirchengemeinschaft voraus.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 11. Mai 2018 um 14:31 Uhr
Kelch

Münster (kathnews). Der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, Metropolit Auguostinos, warnte am Donnerstag auf dem Katholikentag in Münster im Hinblick auf die Zulassung nichtkatholischer Christen in konfessionsverschiedenen Ehe vor einem Schisma. Das berichtet „Die Tagespost“ in ihrer Online-Ausgabe. Damit reagierte der Metropolit auf einen Mehrheitsbeschluss der Deutschen Bischofskonferenz unter Vorsitz von Kardinal Marx, um im Einzelfall evangeliche Christen in konfessionsverschiedenen Ehe zur Kommunion zuzulassen. Metropolit Auguostinos sagte, zwar wollen alle Christen Ökumene, doch müsse man vor der Hut sein, neue Spaltungen zu verursachen. „Wir müssen alle aufpassen. Es kann sein, dass man in der Absicht, zu einigen, Schismen bewirkt“, warnte der Metropolit nach Angaben der katholischen Wochenzeitung. Darum müssten die Christen in Deutschland die Fragen zum Abendmahl, zur Kommunion und des davon nicht zutrennenden Kirchenverständnisses „sauber klären“. Die Eucharistiegemeinschaft setze notwendig die Kirchengemeinschaft voraus. Eine „Ökumene von unten“ erteilte der orthodoxe Metropolit eine deutliche Absage. „Wenn die Gläubigen die Einheit ohne Theologen und Bischöfe `machen‘ wollten, ‚wäre das für mich eine Katastrophe‘, zitiert „Die Tagespost“ den Vorsitzenden der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland.

Foto: Kelch – Bildquelle: C. Steindorf, kathnews