Neuer Brief der „Dubia-Kardinäle“ an den Papst

Die Diskussion um "Amoris laetitia" geht weiter.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 22. Juni 2017 um 15:01 Uhr

Vatikan (kathnews). Die vier Kardinäle Walter Brandmüller, Raymond Burke, Carlo Caffarra und Joachim Meisner haben erneut einen Brief an Papst Franziksus geschrieben. Das berichtet das katholische Internetportal Katholisches.de. „In dem Brief wenden sich die vier Kardinäle erneut im umstrittenen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen an den Papst“,  heißt es auf dem Internetportal. Bereits im September 2016 hatten die genannten Kardinäle den Papst um Klärung ihrer formulierten Zweifel (Dubia) zum päpstlichen Lehrschrieben „Amoris laetitia“ gebeten. „Sie kritisieren die unterschiedlichen Praktiken und Erklärungen in der Zulassung zur Eucharistie in verschiedenen Ländern: „(…) etwas, was in Polen eine Sünde ist, in Deutschland gut ist und das, was in der Erzdiözese Philadelphia verboten ist, ist auf Malta erlaubt.“ Durch die „Interpretationen einiger sachlich zweideutiger Passagen“ hätten Bischöfe, Kardinäle und sogar Bischofskonferenzen das gebilligt, „was das Lehramt der Kirche niemals gebilligt hat“. Das betreffe vor allem die Zulassung zur Eucharistie für alle, „die sachlich und öffentlich in einer Situation der schweren Sünde leben“ und nichts an ihrer Situation verändern wollen“ so Katholisches.de. Das Internetportal dokumentiert den zweiten Brief in einer deutschen Übersetzung.

Foto: Kardinal R. Burke – Bildquelle: Pufui Pc Pifpef I – Wikimedia Commons – Lizenziert unter CC BY-SA 3.0