Kardinal Woelki setzt sich für die Schüler ein

Kölner Erzbischof spricht bei Bundeskongress der Katholischen Elternschaft Deutschlands.
Erstellt von Katholische Nachrichten-Agentur am 22. März 2015 um 09:18 Uhr
Kardinal Woelki

Köln (kathnews/KNA). Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat Eltern dazu aufgerufen, sich mit Sinn und Zweck von Schule auseinanderzusetzen. Es sei die Frage, ob es Ziel der Grundschule sei, „unbedingt das Gymnasium zu erreichen – um dann im Hamsterrad des Lebens die nächsten Ziele anzupeilen, von denen die Eltern glauben, dass man dann ein gutes Leben habe“. Das sagte Woelki am Samstag in Köln. Zwar seien die Anforderungen an Schüler heute um ein Vielfaches höher und anders als zur Zeit der Eltern. „Aber Druck kommt nicht immer nur von außen – Druck machen wir uns oft auch selbst und machen ihn auch unseren Angehörigen und unseren Schutzbefohlenen“, sagte Woelki im Rahmen des Bundeskongresses der Katholischen Elternschaft Deutschlands (KED). Die Tagung unter dem Titel „PISA und kein Ende? Auswirkungen der Studien auf die Bildungslandschaft“ dauert bis Sonntag.

Weiter kritisierte der Kölner Erzbischof, dass manche Eltern im Zusammenhang mit der Inklusion die Frage stellten, ob ihre eigenen Kinder den Gang aufs Gymnasium schafften, „wenn sie mit Lernbehinderten zusammen vielleicht auf deren Niveau absackten“. Die Jungen und Mädchen müssten neben Lesen, Rechnen und Schreiben auch lernen, sich im Leben zurecht zu finden, sich selbst anzunehmen und miteinander klarzukommen – „soziales Lernen eben“, so Woelki.

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Foto: Kardinal Woelki – Foto: Martin Lohmann / LohmannMedia