Kardinal Müller: „Eine ‚klerikal-männerbündische Gruppe‘“

Der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation wirft Unterzeichnern des offenen Briefes einen „Anschlag auf die Einheit“ der Kirche und Missbrauch des Missbrauchs vor.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 8. Februar 2019 um 10:34 Uhr
Kardinal Müller

Würzburg (kathnews). Kardinal Gerhard Ludwig Müller bezeichnet in der jüngsten Ausgabe der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“ die Unterzeichner des offenen Briefes prominienter Katholiken mit der Forderung nach Reformen in der Kirche als „eine klerikal männerbündische Gruppe“, die Behauptungen aufstellte, die weder nachprüfbar noch logisch einsichtig seien.

Die umstrittenen Priester Ansgar Wucherpfennig, Klaus Mertes (beide Jesuiten) und Johannes von Eltz (Stadtdeken von Frankfurt) missbrauchen den Missbrauchsgipfel für ihre „Lieblings-Agenda“ und nutzten den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, den Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx zum „Vorkämpfer und Duchboxer“ ihrer Anliegen. Kardinal Müller wertet den offenen Brief als einen „Anschlag auf die Einheit“ der Kirche.

Die Unterzeichner missbrauchen die im September veröffentlichte Studie zum Missbrauch in der katholischen Kirche zur Verwirklichung ihrer Ziele wie etwa die Aufhebung des Zölibates, die Einführung des Frauenpriestertum die Entsakramentalisierung des apostolischen Amtes und dessen „Umwandlung in ein religiös-soziales Berufsbeamtentum“.

Foto: Kardinal Gerhard Ludwig Müller – Bildquelle: M. Bürger, kathnews.de