Kardinal Marx: Tötung ungeborenen menschlichen Lebens keine „normale“ ärztliche Dienstleistung

Am 22. September findet in Berlin der „Marsch für das Leben“ statt.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 21. September 2018 um 08:54 Uhr
Kardinal Reinhard Marx

Berlin (kathnews/DBK). Am kommenden Samstag (22. September 2018) findet erneut der „Marsch für das Leben“ in Berlin statt. Der Bundesverband Lebensrecht e. V. ruft dabei zum Schutz menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod auf. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, erinnert in einem Grußwort an die aktuellen politischen Debatten, in denen die Forderung zur Aufhebung des Werbeverbots für Abtreibung genannt wird. Hier habe die Kirche immer wieder zur Sprache gebracht, dass die Tötung ungeborenen menschlichen Lebens keine „normale“ ärztliche Dienstleistung sei. „Es darf nicht verkannt werden, dass der Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich mit unserem Werte- und Rechtssystem nicht vereinbar ist. Die Pflicht des Staates, menschliches Leben zu schützen, leitet sich aus der im Grundgesetz festgehaltenen Überzeugung ab, dass die Würde eines jeden Menschen unantastbar ist“, so Kardinal Marx. Diese Überzeugung gelte es gerade dann einzulösen, wenn sie infrage gestellt, durch eigennützige, mitunter kommerzielle Interessen verdeckt oder aufgegeben werde.

Kardinal Marx betont, dass für die Kirche der Schutz des ungeborenen Kindes und die Hilfe für Frauen in Krisensituationen eng zusammengehören: „In unseren diakonischen Diensten bieten wir deshalb eine Beratung an, die das Leben des Kindes schützt, indem sie die Mutter umfassend informiert und begleitet. Konkrete Hilfestellungen für Schwangere unterstützen nicht nur die jeweilige Frau, sondern sie sind auch der beste Schutz des Kindes selbst.“ Dabei erinnert Kardinal Marx an die ökumenische Woche für das Leben, die seit fast 25 Jahren den Wert eines jeden Lebens betone.

Textquelle: Pressemeldung DBK

Foto: Kardinal Reinhard Marx – Bildquelle: Wolfgang Roucka