Jaschke wirbt für Rehabilitierung von Ketzer Jan Hus

Ökumenische Gedenkfeier in Hamburg.
Erstellt von Katholische Nachrichten-Agentur am 14. Juni 2015 um 08:45 Uhr
St. Marien-Dom, Hamburg

Hamburg (kathnews/KNA). Der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke hat den böhmischen Reformator Jan Hus (um 1369-1415) gewürdigt. „Es ist höchste Zeit und ein wichtiges Zeichen, dass unsere Kirche Jan Hus als glaubwürdige christliche Persönlichkeit anerkennt!“ Das sagte Jaschke am Samstag in Hamburg bei einer ökumenischen Gedenkfeier aus Anlass von Hus‘ 600. Todestag. Es gelte, ihm Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und gemeinsam Wege der Versöhnung zu gehen, so Jaschke, der auch der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz angehört.

Der böhmische Priester Hus wurde 1415 auf dem Konzil von Konstanz zum Tode verurteilt und am 6. Juli als Ketzer verbrannt. Papst Johannes Paul II. hatte 1999 sein „tiefes Bedauern über den grausamen Tod von Jan Hus“ ausgedrückt und seinen sittlichen Mut gewürdigt, der ihn zu einer herausragenden Gestalt für das böhmische Volk gemacht habe. Die Feier in der Heilandskirche in Hamburg fand auf Einladung der Herrnhuter Brüdergemeinde statt, einer kleinen Freikirche, die ihre Wurzeln in der hussitischen Reformation hat. An dem Gottesdienst nahmen auch Bischöfin Kirsten Fehrs und der Pastor der Herrnhuter Brüdergemeinde, Christof Lange, teil.

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Foto: St. Marien-Dom, Hamburg – Bildquelle: Kathnews