Gaudete – Freut euch im Herrn

Modell einer mystagogischen Einführung in die Liturgie vom dritten Adventssonntag nach der sog. ordentlichen Form des Römischen Ritus.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 11. Dezember 2016 um 08:01 Uhr
Jesuiten (IHS)

„Sonntag ‚Gaudete'“ nennt die Kirche den dritten Adventssonntag. Der Name entstammt dem ersten Wort im Eröffnungsvers der heutigen Liturgie: „Gaudete in Domino semper“. Freut euch zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freuch Euch! Der Herr ist nahe.“ Mit diesen Worten des Apostels Paulus an die Philipper ruft die Kirche uns auf zur Freude über die nahe Ankunft des Herrn. Ja, wir sollen uns freuen, denn der Herr ist nahe. Das Fest der Geburt des Herrn ist nicht nur eine Erinnerung an ein vergangenes Ereignis in der Geschichte. Vielmehr ereignet sich an Weihnachten aufs neue das Geheimnis der Geburt Christi in der Liturgie der Kirche.

Christus, der Heiland, wird unsere Herzen in dem Maße erneuern, wie wir für das große „Geschenk der Erlösung“ bereit sind. Darum empfangen wir in dieser Stunde das Sakrament des Altares. Leib und Blut Christi reinigen uns. Die heilige Kommunion bereitet uns für das Fest der Geburt des Herrn.

Die Einführung nimmt Bezug auf den Eröffnungsvers, das Tages- und das Schlussgebet.

Foto: IHS – Jesuiten – Bildquelle: Kathnews