Egozentrik homosexueller Priester erschwert Seelsorge

Niederländischer Psychologe erklärt, warum Männer mit homosexuellen Neigungen nicht ins Priesterseminar und zur Priesterweihe zugelassen werden können, und benennt die Ursachen von Homosexualität.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 10. Mai 2019 um 16:31 Uhr
Einkleidung bei der Piusbruderschaft

Amsterdam (kathnews). Nach der „Instruktion über Kriterien zur Berufungsklärung von Personen mit homosexuellen Tendenzen im Hinblick auf ihre Zulassung für das Priesteramt und zu den heiligen Weihen“, die die Glaubenskongregation 2005 herausgegeben hat, können „jene nicht für das Priesterseminar und zu den heiligen Weihen zulassen (werden), die Homosexualität praktizieren, tiefsitzende homosexuelle Tendenzen haben oder eine sogenannte homosexuelle Kultur unterstützen“.

Gefühls- und Persönlichkeitsstörung

Der niederländische Psychologe und Psychoanalytiker Dr. Gerard van den Aardsweg, der sich eingehend mit dem Phänomen der Homosexualität beschäftigt hat, erklärte in einem Interview in der jüngsten Ausgabe der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“, warum Homosexuelle nicht in ein Priesterseminar aufgenommen und nicht zur Priesterweihe zugelassen werden können: „Männer mit einer homosexuellen Neigung nach ihrer Pubertät sind nicht geeignet für das Priesteramt, weil Homosexualität eine Gefühls- und Persönlichkeitsstörung ist“. Priester müssten „normal-männliche Männer sein, das heißt, erwachsen männlich in Bezug auf ihren Charakter und ihre sexuellen Gefühle“, erklärte der Psychologe.

Ursache: Umgebung und Erziehungsfaktoren

Gefragt nach der Ursache einer homosexuellen Veranlagung verweist Dr. Van der Aardweg die Behauptung, man werde so geboren, in das Reich des Mythos. „Erblichkeitsforschung, physiologische und Gehirnstudien zeigen keine Abnormalitäten, trotz vieler Versuche, solche zu finden“, erläutert er. „Die Ursache ist psychologischer Natur. Bewiesen sind vor allem Erziehungs- und Umgebungsfaktoren wie unausgeglichene oder pathogene Mutterbeziehungen, negative oder abwesende Vaterbeziehung, traumatisierende Unangepasstheit an die gleichgeschlechtliche Gemeinschaft in der Jugend und Adoleszenz sowie Minderwertigkeitsgefühle über reale oder vermeintliche Körpereigenschaften.“

Egozentrik erschwert die Seelsorge

Dr. Van der Aardweg sagt, er sei skeptisch, dass homosexuell orientierte Priester gute Seelsorger sein können. „Seelsorger müssen erwachsene, verständnisvolle, aber auch tüchtige Vaterfiguren sein, die die individuelle Seele erziehen – zur Übung der Tugenden und Bekämpfung der Laster. Sie sollen nicht weich gegen sich selbst sein, nicht sentimental gegenüber Anderen. Zudem hemmt die dem homosexuellen Gefühlsleben inhärente Egozentrik das Vermögen zur echten Liebe meistens in einem beträchtlichen Maß. Wo diese Egozentrik besteht, ist zu wenig Interesse für Andere vorhanden. Ein guter Seelsorger muss imstande sein, sich habituell für das Seelenheil der Anderen aufzuopfern.“

Therapeutik

Erst „nach einem bewiesenen mehrjährigen tiefgreifenden Wandel“ aufgrund „spiritueller und therapeutischer Versuche zur Veränderung der Neigung“ könne eine Aufnahme ins Seminar erwogen werden, so Van der Aardweg.

Foto: Einkleidung bei der Piusbruderschaft – Bildquelle: pius.info