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	<description>Rom und die Welt</description>
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		<title>Überfall auf christliche Dörfer</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 13:14:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz Jakob Schipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Über 400 Tote bei Angriff muslimischer Nomaden in Nigeria.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kathnews.de/content/wp-content/uploads/Nigeria-Pos.png" alt="Nigeria-Pos" width="130" height="118" class="alignleft size-full wp-image-3606" />Abuja (kathnews). Drei überwiegend von Christen des Berom-Volkes bewohnte nigerianische Dörfer wurden am Sonntagmorgen von Milizen des muslimischen Nomadenvolkes der Fulani mit Schusswaffen und Macheten überfallen. Nach amtlichen Angaben hat die Attacke der Fulani-Nomaden weit über 400 Menschen im zentralnigerianischen Bundesstaat Plateau State das Leben gekostet. Mit &#8220;Besorgnis und Entsetzen&#8221; überkomme den Heiligen Stuhl diese Nachricht auf den Überfall christlicher Dörfer, sagte Vatikansprecher P. Federico Lombardi am Dienstag.<span id="more-3605"></span></p>
<p>Der nigerianischen Regierung wird unterdessen vorgeworfen nicht genügend Vorkehrungen getroffen zu haben, um erneute Unruhen zu verhindern. Bereits im Januar wurde die Stadt Jos im Bundesstaat Plateau Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen. Bei Überfällen von christlichen Banden auf muslimische Dörfer starben damals rund 300 Menschen. Zudem sei zu spät eingegriffen worden. Die Soldaten seien erst Stunden später in dem fünf Kilometer entfernten attackierten Dorf eingetroffen. Unter Berufung auf Augenzeugenberichte schilderte ein örtlicher Kirchenführer den Angirff: „Sie drangen in die Häuser ein, riefen „Allah ist groß“ und gingen mit Messern und Macheten auf die Bewohner los“. Die Mehrzahl der Opfer sollen Kinder und Frauen gewesen sein.</p>
<p>Gegenüber Radio Vatikan betonte der Erzbischof der nigerianischen Hauptstadt Abuja, John Olorunfemi Onaiyekan, dass nicht religiöse, sondern wirtschaftliche und soziale Motive Anlass für die Unruhen gewesen seien. Es handle sich um einen Konflikt zwischen Nomaden der muslimischen Fulani und christlichen Bauern, sagte Onaiyekan.</p>
<p>Etwa fünfzig Prozent der 149 Millionen Nigerianer sind Christen, die andere Hälfte sind Muslime. Im Norden gilt seit dem Jahr 2000 das islamische Recht, die Scharia. Der ölreiche Süden ist hingegen christlich. Nigeria ist ein föderaler Staat und besteht aus 36 Bundesstaaten. Der Plateau-Staat mit seiner Hauptstadt Jos liegt in Zentralnigeria an der Nahtstelle zwischen dem überwiegend muslimischen Norden und dem überwiegend christlichen Süden.</p>
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		<item>
		<title>Das Verhältnis des Menschen zur Sünde</title>
		<link>http://www.kathnews.de/content/index.php/2010/03/10/das-verhaltnis-des-menschen-zur-sunde/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 10:21:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mag. Michael Gurtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blickpunkt]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Kommentar von Mag. theol. Michael Gurtner.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kathnews.de/content/wp-content/uploads/suendenfall.jpg" alt="Sündenfall (Cornelis Cornelisz van Haarlem)" title="Sündenfall (Cornelis Cornelisz van Haarlem)" width="130" height="125" class="alignleft size-full wp-image-2255" />Die Sünde ist jener Schatten, welcher den Menschen seit seinem Entstehen auf Schritt und Tritt verfolgt. Mit Ausnahme der Allerseligsten Gottesmutter gab es keinen Menschen, der nicht ständig über den Fallstrick der Sünde gestolpert wäre, den der Teufel und täglich erfolgreich spannt. Von daher betrachtet gab es nie ein wirklich glänzendes goldenes Zeitalter, die Sünde war allzeit präsent. Dennoch waren nicht alle Zeiten gleich, es gab bessere und schlechtere, besonders was das Verhältnis zur Sünde anbelangt.<span id="more-2253"></span></p>
<p>Derzeit scheinen wir uns in einer besonders gottlosen Zeit zu befinden, welche die Kategorie der Sünde nicht mehr zu kennen scheint. Falsch und Richtig scheinen vielfach ausgetauscht zu sein: das Sündige gilt als das Erstrebenswerte und das Verpflichtende, die Moral als das Verachtete und Verbotene. Ein Blick in die Tageszeitungen und Gesetztesetwürfe genügt um zu erkennen, wie sehr die Moral verachtet und unterdrückt wird.</p>
<p><strong>Die Kirche ist eine Kirche der Sünder</strong><br />
Gott wurde Mensch wegen unserer Sündhaftigkeit, wegen unserem Versagen legte er sich in die Krippe, um seinen Kreuzweg anzutreten. Der Kreuzestod Gottes hat erlösende Kraft, aus ihm fließen gewissermaßen Kirche, Priestertum und Eucharistie. Der Sünder hat daher wieder eine positive Perspektive, er hat Anlaß zur Hoffnung, daß er doch seines Heiles nicht verlustig geht, auch wenn er ein Sünder ist und immer wieder zu einem solchen wird. Diese Erlösung, die Christus am Kreuz erwirkt hat, ist aber keine, welche dem einzelnen Menschen gleichsam aufgezwängt wird: sie muß am Einzelnen erst wirksam werden, indem der Einzelne sie an sich wirksam werden läßt. Deshalb müssen wir an unserem Heile selber mitarbeiten, indem wir unsere innere Haltung und unser äußeres Verhalten dem Willen und dem Gesetz Gottes anpassen. Das Heil ist uns nicht geschenkt, sondern zum Erwerb angeboten. Unser Verhalten und Mühen, unser Beichten und Büßen ist der Preis und sozusagen der Teil, den wir noch ergänzen müssen, da dies an den Leiden Christi noch fehlt und was er nicht an unser statt tun konnte. Kirche, Priestertum und Eucharistie kamen nur in die Welt, weil der Mensch aus seinem Sündersein heraus ihrer bedürftig ist, er bedarf ihrer, um trotz seiner Sünden heilig werden zu können, indem er die Sünde in der heiligen Beichte immer wieder von sich abschüttelt. Deshalb bleibt die Kirche immer eine Kirche der Sünder, denn ob der Sünde wurde sie ja gerade von Gott eingesetzt. Ihr Zweck ist es, aus dem Sünder einen Heiligen zu machen.</p>
<p><strong>Der Erlösungstod Jesu ist kein Freibrief</strong><br />
Daß Christus für uns am Kreuz den Erlösungstod gestorben ist, ist also kein Freibrief zu sündigen, frei nach dem Motto: Christus hat uns ja erlöst. Es trifft viel eher zu, daß er durch die Erlösung, welche er erwirkt hat, dem Menschen die Möglichkeit gegeben hat, sich wieder von seinen Sünden zu reinigen, und er so nicht in Tiefe der Hoffnungslosigkeit versinken muß, als wäre eine Sünde das endgültige Todesurteil seiner Seele. Der Kreuzestod ist daher kein Freibrief zu sündigen, sondern gerade eine Motivation, nicht zu sündigen, da der Mensch sieht, daß, auch wenn er gesündigt hat, er dennoch eine berechtigte Heilshoffnung hat, wenn er in Zukunft nicht mehr sündigt. </p>
<p>Durch den Opfertod am Kreuz kann der Mensch also nicht mehr sagen: jetzt habe ich schon gesündigt – jetzt ist es ohnedies schon egal ob ich weiterhin sündige, sondern das Kreuz läßt uns mit Berechtigung sagen: auch wenn ich gesündigt habe, wenn ich mich jetzt ändere, dann hat diese vielleicht auch anstrengende und mühsame Änderung doch einen Sinn, denn dann kann ich trotz der begangenen Sünden noch den Himmel erringen. Damit diese Hoffnung aber berechtigt ist, müssen wir aber das Unsere dazutun. Denn erst wenn wir bereit sind, auch unser Leben zu ändern und dort wieder auf Gott zu richten, wo wir uns gegen seinen heiligen Willen versündigt haben, meinen wir es auch wirklich Ernst mit dem Glauben.</p>
<p><strong>Der Mensch will sündigen</strong><br />
Um uns in die Reihe jener einzureihen, welche zu denen Zählen, an welchen die Erlösung wirksam geworden ist, müssen wir also begangene Sünden bereuen, beichten, sie büßen und uns bessern. Damit indispensabel verbunden ist auch der feste Wille, künftig nicht mehr zu sündigen. Eine Beichte ohne zumindest den festen Willen zur Sündenfreiheit und zum Nichtmehr-Sündigen, ist ungültig. Ich kann nicht gültig beichten wenn ich sage: ich beichte es, aber ich tu es wieder! Natürlich wissen wir auch um unsere Schwäche. Aber wir dürfen sie nicht wollen, im Gegenteil: wir müssen sie hassen. Auch wenn wir gegen unseren Willen immer wieder sündigen und immer wieder dieselben Fehler begehen, so können wir doch immer wieder die Annahme durch Gott erlangen, wenn wir auch nach dreißig Stürzen zum dreißigsten Mal in den Beichtstuhl gehen und danach aufrichtig sagen: so, dies war aber das letzte mal!</p>
<p>Dieser aufrichtige Wille, von der Sünde abzulassen ist aber Voraussetzung, die conditio sine qua non für unser Heiligwerden. Nur wenn wir nicht mehr sündigen wollen können wir auch in den Himmel, denn wenn wir die Sünde wollen, dann ist die Hölle der richtige Ort: denn der Himmel ist ein Zustand von absoluter Sündenreinheit, der Hölle aber ist die Sünde zutiefst zueigen.</p>
<p>Doch darin ist ein großes Problem der heutigen Zeit gelegen: der Mensch will sündigen! Es ist oft und oft nicht nur so, daß ihm die Sünde eben passiert wie es immer der Fall war und immer der Fall bleiben wird, sondern es ist ein großer Mangel am Willen zur Sündenfreiheit festzustellen, im Gegenzug ein Wille zum Sündigen. Oftmals wird die Sünde sogar durch staatliche Gesetze geschützt, gefördert oder gar gefordert. Dies reicht von den (fälschlich) sogenannten Anti-Diskriminierungs-Gesetzen bis hin zur Fristenregelung und der Homo“ehe“.</p>
<p>Die geistige Grundlage ist eine Gottlosigkeit des Denkens: die Existenz der Sünde im theologischen Sinn wird heute meist konsequent geleugnet: Sünde, das ist nach allgemeinem Verständnis höchstens noch das, was einem anderen Menschen schadet. Aber das Bewußtsein, daß sich jede Sünde zuallererst gegen Gott richtet, ist weitestgehend verloren gegangen. </p>
<p>Es ist viel schlimmer, wenn wir eine Sünde begehen wollen, als wenn uns dieselbe Sünde in einem Moment der Schwäche „passiert“. Denn erstere ist auch viel schwieriger aufrichtig zu bereuen als zweitere. Dies ist ein großer Unterschied zu früheren Zeiten, in welchen die Welt auch nicht unbedingt ein Hort der Heiligen war. Aber man wußte um seine Sünden, wenn man sie beging, und man wußte, wo Zuflucht suchen. Man sündigte, aber man bereute dies dann auch eher und gab zu, gesündigt zu haben und riet vor allem anderen nicht dazu, selbes zu tun.</p>
<p><strong>Keine Bigotterie</strong><br />
Oftmals wird sogar der Vorwurf der Bigotterie gegen jene erhoben, welche zugeben, in einer bestimmten Angelegenheit gesündigt zu haben und anderen abraten, selbiges zu tun. Dieser Vorwurf kommt dann meist gerade von jenen, welche nicht die Größe haben selbst zuzugeben, daß auch sie Sünder sind und sich selbst zum Maß von Recht und Unrecht machen: was ich tue ist auf jeden Fall erlaubt und kann nicht sündhaft sein.<br />
Dieser Vorwurf der Bigotterie ist aber völlig unberechtigt. Denn es ist besser, eine Sünde begangen zu haben und gegen diese zu sein, als eine Sünde zu begehen und dann in eine Gleichgültigkeit dieser gegenüber zu fallen und zu sagen: das war schon recht, es ist nichts Schlechtes daran.<br />
Um es an einem Extrembeispiel, welche ja oft das Generelle und allgemein Gültiger deutlicher sichtbar machen, zu zeigen: Wenn ein Mörder im Gefängnis sitzt, was ist besser: wenn er trotz seiner eigenen Sünde des Mordens sagt: „Mord ist Sünde, er ist unerlaubt, tut das nicht“, und somit gegen Mord ist und jeden Mord verurteilt, auch wenn er selbst einen verübt hat, oder wenn er sagt: „Mord ist völlig in Ordnung, ich habe a auch gemordet!“?</p>
<p>Es wäre ungerecht zu sagen, der Mörder der den Mord verurteilt und Morde als abscheuliches Verbrechen bewertet, wäre bigott, denn das würde ja bedeuten, daß einer, der einmal eine Sünde begangen hat, nie wieder eine rechte Haltung zu den Dingen einnehmen kann und die Dinge nie wieder so benennen könnte, wie sie tatsächlich sind. </p>
<p>Niemals ist der Einzelne also derjenige, der durch sein Verhalten das Maß der Sünde bemißt, sondern Sünde ist an ein objektives Maß gebunden. Deshalb ist unter Umständen vielleicht jemand, der gesündigt hat aber weiterhin diese Sünde verurteilt näher am Himmel als jener, der die Sünde nicht begangen hat, aber es als Bigotterie bezeichnet, wenn ein Sünder zumindest noch die rechte Einsicht behalten hat und die Dinge ihrer objektiven Richtigkeit nach beim Namen nennt, auch wenn er sie selbst begangen hat. Ein Mörder, der die Sünde als solche erkennt, bereut und gegen Mord ist, ist unter Umständen viel heiliger als ein Minister, der zwar nie gemordet hat, aber keine Sünde im theologischen Sinne kennt, und dementsprechend seine Gesetzesentwürfe vorbringt – vielleicht gar solche, die andere zum Mörder werden lassen.</p>
<p><strong>Christus gab Anlass zur Umkehr</strong><br />
Durch die Menschwerdung ob der Erlösung Willen hat der Mensch Anlaß und Grund bekommen, von seinem sündigen Tun, welches es auch immer sei, abzulassen. Wenn er auch sündigt: es ist noch nichts verloren, er kann, wenn er will, immer von seiner Schuld befreit werden. Die Kirche anerkennt den Menschen als einen sich Bessernden weil sie an Christus erkennt, daß auch der Sünder nicht verloren ist. </p>
<p>Solange Christus zur Umkehr mahnt, und heute tut er das durch seine Kirche, solange gibt es noch Hoffnung für das eigene Geschick. Deshalb ist es nicht Recht mit dem Finger auf die Kirche zu zeigen unter dem Hinweis, daß in ihren Reihen doch auch schon Sünder gesichtet worden sein sollen, wenn sie ihre mahnende Stimme erhebt.</p>
<p>Natürlich sind in der Kirche Sünder. Sie ist voll von ihnen! Jeder Katholik ist ein Sünder! Für diese Sünder wurde sie ja überhaupt erst eingesetzt. Aber sie weiß auch, daß nicht der Sünder das Maß der Sünde ist, sondern daß die Sünde ein objektives Maß hat. Nicht die Kirche gibt die Sünde an, sondern Gott, und unter diesem Maße staht sie auch selbst.Und somit ist es auch keine Bigotterie, wenn sie die Sünde anklagt während ihre Glieder doch dieselben Sünden begehen.</p>
<p>Mit diesem Hinweis wollen viele nur erreichen, daß die Kirche aufhört, das Wahre zu sagen und die Menschen zur Heiligkeit zu mahnen. Eine Kirche von mehr als eine Milliarde Sündern, die die Sünde anklagt und auszurotten versucht, ist nicht bigott, sondern hat sich die nötige Objektivität bewahrt. Was wäre das denn für eine Logik, wenn sie eine Sünde zu einer Tugend machen würde, nur weil manche ihrer Glieder selbst die Sünde begehen, die sie anklagen? Doch auch wenn die Kirche sich als Zuflucht des Sünders erkennt und die Sünde daher auch immer in ihr lebendig ist, so bleibt sie doch die Große Heilige, da sie von Gott eingesetzt und mit dem Heiligungsauftrag betraut ist. </p>
<p>Und wenn man schon einen Vergleich mit der Welt will, so gilt auch: eine Kirche, deren Glieder alle sündigen, aber die dennoch die Sünde, auch die eigene, als solche anerkennt und als teuflisches und auszurottendes Übel anklagt ist noch immer besser dran als eine Welt, die nicht weniger sündigt, aber ihre Sünde nicht anerkennt, sondern gar als Tugend ausgibt auf die sie alle verpflichten möchte, und davon ablenkt, indem sie den selbstkritischen Realismus der Kirche der Bigotterie anklagt.</p>
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		<title>AEK-Sprecher Lohmann: &#8220;Gratulation zu diesem innerparteilichen Schritt&#8221;</title>
		<link>http://www.kathnews.de/content/index.php/2010/03/09/gratulation-zu-diesem-innerparteilichen-schritt/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 17:11:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Greschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[AEK begrüßt Gründung des CSK.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kathnews.de/content/wp-content/uploads/lohmannm.jpg" alt="Martin Lohmann (Foto: H. Lohmann)" title="Martin Lohmann (Foto: H. Lohmann)" width="130" height="125" class="alignleft size-full wp-image-3095" />Bonn (kathnews). Der Arbeitskreis engagierter Katholiken in der CDU (AEK) begrüßt die Gründung der Kommission ChristSozialer Katholiken (CSK) in der Schwesterparte CSU. Dies teilte Martin Lohmann, Sprecher des Arbeitskreises am Dienstag in einem Statement mit. Lohmann wörtlich: „Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit im gemeinsamen Engagement, um der katholischen Stimme in unseren Unionsparteien mehr Gehör und Gewicht zu verleihen“. <span id="more-3576"></span>Er betonte dabei, dass der Arbeitskreis und die Kommission auch in Zukunft für ein deutlich erkennbares „C“ in der Politik der Unionsparteien eintreten werden.</p>
<p>Weiter heißt es in der Pressemitteilung des AEK: „Es freut uns, dass die beiden CSU-Politiker, die sich im vergangenen Herbst unserer AEK-Initiative angeschlossen hatten und sie im November 2009 mitbegründeten, diese nun für ihre Partei angepasst haben. Damit wird auch der Tatsache Rechnung getragen, dass beide C-Parteien unterschiedlich aufgestellt sind und gerade aus bayerischer Sicht die Eigenständigkeit wichtig ist.“</p>
<p>CDU und CSU werden jedoch nicht nur durch einen simplen Buchstaben in der Mitte des Parteinamens unterschieden, es gibt durchaus Differenzen zwischen beiden Parteien, die eine eigene Kommission innerhalb der CSU sinnvoll erscheinen lassen. Lohmann: „Im Unterschied zur CDU ist die bayerische Union zum Beispiel ein eingetragener Verein, während zu unserer CDU ganz selbstverständlich Basisbewegungen gehören.“ Lobende Worte findet Martin Lohmann für das Engagement des CSU-Vorsitzenden Seehofer:  Für uns als Mitglieder der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) und Freunde der bayerischen Union ist es ausgesprochen erfreulich und bemerkenswert, dass sich Horst Seehofer als Vorsitzender der Schwesterpartei so positiv zu dem Gesprächskreis in seiner Partei verhält und das Engagement begrüßt sowie unterstützt.“</p>
<p>Anschließend stelle er klar, warum die Struktur des AEK für die dessen Arbeit innerhalb der CDU ideal ist: „Für den AEK in den anderen fünfzehn Ländern können wir mitteilen, dass wir – vergleichbar mit der Struktur der Christdemokraten für das Leben (CDL) – uns nicht für eine Kommission, sondern für einen gemeinnützigen eingetragenen Trägerverein entschieden haben. Zum Vorsitzenden wurde der Sprecher des AEK gewählt. Diese organisatorische Festigung erleichtert den weiteren dynamischen und demokratischen Aufbau des Arbeitskreises Engagierter Katholiken gerade hinsichtlich einiger bereits in Vorbereitung befindlicher Orts-, Kreis- und Landesgruppen.“ </p>
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		</item>
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		<title>Impassibilis est Deus, sed non incompassibilis</title>
		<link>http://www.kathnews.de/content/index.php/2010/03/09/impassibilis-est-deus-sed-non-incompassibilis/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 16:36:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mag. Michael Gurtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blickpunkt]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein dogmatischer Beitrag von Mag. theol. Michael Gurtner.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kathnews.de/content/wp-content/uploads/kruzifix.jpg" alt="Kruzifix" title="Kruzifix" width="130" height="125" class="alignleft size-full wp-image-394" />Besonders in der Fastenzeit beten wir, einem höchstehrwürdigen, alten und hervorragenden Frömmigkeitsbrauch folgend, den heiligen Kreuzweg unseres Herrn und Heilandes. In diesem schönen betrachtenden Gebet versuchen wir, uns geistig persönlich mit der Passion unseres Erlösers zu vereinigen. Wir betrachten seine Passion – also das Leiden des Gottmenschen, der in die Welt hinabstieg um uns am Kreuzesstamm zu erlösen, welcher uns das Tor zum Himmel aufstieß: das Kreuz ist der Schlüssel zur ewigen Gottesgegenwart.<span id="more-3572"></span></p>
<p><strong>Der kontradiktorische Problemhorizont</strong><br />
Doch hier steigt in uns eine unweigerliche Frage auf: Gott, dessen Gegenwart unser Paradies wird, so wir den Himmel erlangen, in welchem es nur Glückseligkeit, Leidensfreiheit und Liebe gibt: kann dieser Gott, dieser makellose, allmächtige und allgute Gott überhaupt leiden? Kann Paradies sein, wo wir in der Gottesschau einen leidenden Gott sehen? Kreuz und Himmel, beide sind zutiefst vereint weil uns der Himmel nur dank des Kreuzes offensteht, und zugleich scheinen sie nach außen das genaue Gegenteil voneinander zu sein: das Himmelsparadies ist höchste Glückseligkeit, während das Kreuz tiefstes Leid bedeutet. Und beide, Kreuz und Himmel, sind untrennbar mit Gott verbunden, weil der Himmel (Gott) sich nur über das Kreuz erlangen ließ: so mußten auch die Gerechten Israels im limbus patrum warten, daß ihnen Christus mit dem Kreuz den Himmel auftat. Doch nach welcher Art sind Kreuz und Himmel miteinander verbunden? Kann es überhaupt einen paradiesischen Zustand geben, wenn wir doch wissen was dieser gekostet hat, nämlich das Leid des Gottessohnes am Kreuz? Und wenn wir doch jene „vermissen“, welche nicht in der ewigen Gottesschau leben, sondern wissen, daß es auch jene gibt, welche unsühnbare Höllenqualen leiden? Wenn im Himmel wirklich die höchste Liebe Gottes ist: ist es mit dieser Liebe vereinbar, daß Gott und auch uns das Schicksal der Verdammten so egal wäre, daß Gott an der Verdammung so vieler Seelen nicht leidet, und daß wir selbst dennoch unüberbietbare himmlische Freuden genießen können? Wir sehen also die Frage nach der Möglichkeit des Paradieses und die Frage nach dem Leid Gottes miteinander verbunden.</p>
<p>Um die Fragestellung durch Überspitzung noch etwas zu verdeutlichen: kann es eine durch Leid erlangte leidensfreie Glückseligkeit geben? Wird diese nicht gerade durch das Leid getrübt? Besonders wenn wir daran denken, daß der Gottmensch selbst am Kreuzesstamm unsere Sünden erlitt?</p>
<p><strong>Zugangslegung zur theologischen Lösung des Problems</strong><br />
Um diese bohrenden Fragen lösen zu können – und in diesem bescheidenen Rahmen ist gewiß nur eine Zugangslegung möglich, keine ausführliche Darlegung eines komplexen innertrinitarischen Problems – müssen wir die grundlegendsten trinitarischen Grundwahrheiten präzise anwenden: ein Blick besonders in die frühe Theologiegeschichte zeigt uns nämlich, wie leicht es in diesen Belangen zu Häresien kommen kann, was unter allen Umständen zu vermeiden ist.</p>
<p>Wenn wir daher die Frage nach dem Leiden Gottes stellen, welche sich uns im Kreuzweg aufdrängt, weil wir doch wissen daß Christus zwar wahrer Mensch ist, aber ebenso wahrer Gott, so müssen wir diese Frage präzisieren, da der Gottesbegriff zu wenig klar ist: denn mit „Gott“ kann man einerseits „Dreifaltigkeit“ verstehen, andererseits aber auch den „Vater“ als eine der drei göttlichen Personen meinen. Daher ist diese Frage nur unter speziellen Hinsichten zu behandeln.</p>
<p><strong>Der Vater ist leidensunfähig</strong><br />
Der Vater ist reines Sein und Feststehen in sich selbst, er ist ohne Mangel und zeitenlos-ewig. Der Vater ändert sich nicht, er ist bleibendes Sein. Deshalb ist der Vater auch keinen Kategorien, wie sie ja für das Leiden notwendig sind, unterworfen, welche im Übrigen nur auf Grund seines Schöpfungswortes sind. Der ursprungslose Vater ist von nichts abhängig und durch nichts änderbar, ebenso wie dessen Idiomata, also seine Eigenschaften, unveränderbar sind.</p>
<p>Leid aber bedeutet immer etwas Ungöttliches, und zwar insofern, als es seinen Ursprung stets in etwas hat, das mindestens unter einer Hinsicht dem Wesen Gottes widersprüchlich ist. Gott ist absolut und Perfekt, d.h. frei von Makel und Mangel, Leid hingegen ist immer auch ein Mangel an etwas Perfekten, weshalb es nie etwas Göttliches sein kann, sehr wohl aber zu Gott führen kann, weil Gott auch aus Übel Gutes entstehen zu lassen vermag. Doch nur wo Nichtgöttliches und Mangelhaftes ist, kann auch Leid auftreten. Dies bedeutet nicht, daß alles Nichtgöttliche Leid ist: alles Geschaffene und alle Geschöpfe wären ansonsten Leiden. Mangel an Göttlichkeit ist selbst noch nicht Leid– aber es gilt ebenso, daß das Leid, damit es überhaupt auftreten kann, Ungöttliches bzw. etwas nicht mit dessen Wesen Vereinbares voraussetzt: und tatsächlich sehen wir, daß das Leid erst mit der Sünde in die Welt kam und so die gute Schöpfung zu einer leidenden, stöhnenden und ächzenden Schöpfung machte, wie es St. Paulus ausdrückt.</p>
<p>Sünde ist aber genau etwas Gott-loses: wo Sünde ist, besteht etwas Gott entgegengesetztes; es ist deren Wesen, daß sie dem Willen Gottes, der das Gute will, entgegengesetzt ist und somit schlecht und böse, also antigöttlich. Durch diese Antigöttlichkeit der Sünde kam das Leid in die Welt und setzt sich seither unaufhaltsam fort. Dieses Leid, das durch die Sünde in die Welt trat, beschränkt sich jedoch nicht allein auf seine (konkrete) Ursache, sondern betrifft auch Schuldlose und schlägt auch dort zu, wo die Sünde nicht ist: für die Existenz des Leidens ist also Antigöttliches notwendig, nicht für die Wirksamwerdung des Leidens (auch Maria litt, obwohl sie allzeit sündenrein war). Daran sehen wir, daß die Leidensunfähigkeit des Vaters nicht in seiner absoluten Gutheit und somit Freiheit von der primären Leidensursache – der Sünde – gelegen ist.</p>
<p>Da Leid aber Mangel an Makellos-Perfektem ist, da es eine Alteration der ursprünglich leidensfreien Gottesschöpfung ist, Gott aber genau makellos und perfekt ist, kann ihm nichts Mangelhaftes und Makelbehaftetes anhaften, schon gar nicht „geschehen“, da er nichts und niemandem und in keinster Hinsicht untersteht, sondern viel mehr allem gerade übersteht, und folglich ist der Vater auch nicht leidensfähig, so wie er auch nicht vergehen und nicht sterben kann. Leiden würde letztlich eine Veränderung des stilleruhenden Seins Gottes bedeuten. Daher kann er nicht im eigentlichen und wirklichen Sinne ein leidender Gott sein.</p>
<p><strong>Der Vater macht sich aber im Sohne mit- und fürleidsfähig</strong><br />
Nun beten und bekennen wir aber andererseits im Glaubensbekenntnis, daß der Sohn wesensein mit dem Vater ist, von dem er gezeugt wurde: was dem Wesen des Vaters zukommt, muß also auch für das Wesen des Sohnes Geltung haben, daher ist auch der Sohn leidensunfähig. Doch ebenso bekennen wir im Credo, was wir im heiligen Kreuzweg betrachten und wo wir uns hineinbeten: der Sohn hat gelitten unter Pontius Pilatus. </p>
<p>Doch ist der Menschensohn nicht auch ganz Gott? Bekennen wir also zugleich Leiden und Leidensunfähigkeit im Sohne?</p>
<p>Hierbei müssen wir unterscheiden: der Sohn ist zwar ganz Gott und deshalb göttlicher Natur, für den alles gilt was auch für den Vater gilt: er ist reiner Geist, ohne Anfang und ohne Ende, und er ist leidensunfähig. Doch erschöpft sich die zweite göttliche Person nicht mehr in der göttlichen Natur, da der Sohn Menschennatur angenommen hat, oder anders gesagt: da Gott im Sohne auch Mensch wurde. Gott hat sich selbst Menschennatur gegeben, die Natur eines seiner Geschöpfe, ohne dabei jedoch selbst zum Geschöpf zu werden. Diese menschliche Natur kam nämlich bei der Inkarnation des göttlichen Logos hinzu, ohne daß die Menschennatur jedoch die Gottesnatur des Sohnes beeinflussen würde: sie nimmt ihr nichts, aber sie fügt dieser auch nichts hinzu: durch die Menschennatur des Sohnes wird der Sohn nicht „ungöttlicher“, so wie weder die Geburt des Menschensohnes, noch das Hinzukommen der Menschennatur der Gleichewigkeit des Sohnes ,it dem Vater (und dem Geist) Abbruch taten.</p>
<p>Deshalb gilt alles, was wir vom Vater sagen können, auch uneingeschränkt für den Sohn, trotz dessen menschlicher Natur: Es gilt uneingeschränkt auch für den Sohn, welcher jedoch, und das ist wesentlich zu beachten, seit der Fleischwerdung der zweiten göttlichen Person in zwei Naturen besteht, welche eine bestimmte Einheit im Wesen der Person bilden, ohne sich jedoch gegenseitig zu beeinträchtigen oder zu mindern. Jede der beiden Naturen des Sohnes hat und behält ihre Idiomata, ihre naturgemäßen Eigenschaften wie auch die drei göttlichen Personen ihre je eigenen Idiomata haben und behalten: somit nahm Gott alles an, was er im Menschen geschaffen hatte, mit allen Eigenschaften, weil der dreifaltige Gott wurde Mensch, in allem uns gleich außer der Sünde. </p>
<p>Dies war keine absolute Notwendigkeit für Gott, sondern dessen freie Entscheidung: Gott wurde nicht im Sohne auch die Menschennatur gegeben, er erhielt sie nicht von außen, sondern gab sie sich selbst, er nahm sie von sich aus  und aus sich heraus an.</p>
<p>Und in dieser menschlichen Natur weilte Gott unter den Menschen: was an Gott in seinem Sohne menschlich war, war in Hinsicht auf seine menschliche Natur menschlich: daß der Menschensohn aß, trank, schlief, ging, sich bewegte, all diese typisch menschlichen Dinge, tat er nicht aus Notwendigkeit und Zwang, sondern aus einem freiwilligen Willensakt heraus.</p>
<p>Würden wir fragen, ob Gott etwa sich ernährt, können wir also sagen: er Gott ernährte sich, insofern wir von der menschlichen Natur seiner zweiten Person sprechen, hinsichtlich seiner göttlichen Natur können wir jedoch nicht sagen daß Gott sich ernährt.</p>
<p>Dasselbe gilt auch für das Leiden Gottes und sein Sterben: Gott ist und bleibt leidensunfähig insofern es das Wesen Gottes ist, daß er absolut unveränderlich und reiner Geist ist. Hinsichtlich seiner menschlichen Natur im Sohne jedoch machte er sich selbst leidensfähig, weil er sich Mensch machte und menschliche Natur annahm.</p>
<p><strong>Impassibilis est Deus, sed non incompassibilis</strong><br />
Aus diesem Grund prägte St. Bernhard das Wort:  Impassibilis est Deus, sed non incompassibilis. Gott kann nicht leiden, aber er kann mit-leiden, er ist leidensunfähig, aber nicht mitleidsunfähig. Das bedeutet, daß Gott kein Leid zukommen kann, aber er kann sich leidend machen. Aus freiem Willen, ohne jedoch daß dieses Leid sein Wesen berühren oder verändern würde: er leidet nicht weil er leiden Muß wie der Mensch, sondern er leidet freiwillig, weil auch der Mensch, dessen Natur er annahm, leidet und er sich davon nicht ausnehmen wollte. Deshalb ist das Leid Gottes, welches in seiner menschlichen Natur Wirklichkeit ist, kein selbst entstehendes Leid, sondern ein Mit-Leiden mit dem Menschen, dem er sich gleich machte.</p>
<p>Daß Gott eine Natur annahm, welche eine leidensfähige Natur ist, und somit zusätzlich zu seiner Leidensunfähigkeit sich selbst auch leidensfähig machte, und zwar (ausschließlich) hinsichtlich der menschlichen Natur des Sohnes, hat auch einen Grund: nämlich das Erlösungsopfer, welches dem Menschen zur Rettung wird, welches er, Gott, in seinem menschgewordenen göttlichen Sohn für den Menschen, sein bevorzugtes Geschöpf, darbringt. Deshalb ist das Leiden Gottes, welches allein in der menschlichen Natur seiner zweiten Person behauptet werden kann, stets nicht nur ein Mit-Leiden, sondern auch ein Für-Leiden, da dieses Leiden eben nicht ein zukommendes Leiden ist, sondern ein freiwillig entschiedenes und auf sich genommenes Leiden, welches Gott in seinem Sohn für ein konkretes Warum auf sich genommen hat.</p>
<p>Hierin liegt auch die Antwort auf die Frage nach dem Paradies gelegen: das Leiden Gottes war ein freiwilliges, welches auf dessen menschliche Natur beschränkt ist. Die göttliche Natur leidet nicht, stirbt nicht, kennt keinen Mangel und kein Übel. Gott ist und bleibt daher das Höchste alles Guten und Wahren, in ihm finden wir absolute Schönheit und reinstes Glückseligsein. Deshalb schauen wir im Paradiese nicht einen leidenden Gott, sondern einen Gott, der aus eigener Initiative in seiner menschlichen Natur mit- und für- gelitten hat, in seiner göttlichen Natur aber leidfrei ist und bleibt.</p>
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		<title>Katholiken in der CSU formieren sich</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 12:48:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mike Kolitsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[CSK gegründet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kathnews.de/content/wp-content/uploads/goppel.jpg" alt="Thomas Goppel MdL" title="Thomas Goppel MdL" width="130" height="125" class="alignleft size-full wp-image-3569" />München (kathnews). Am 06. März 2010 haben sich die Katholiken in der CSU um den ehemaligen Staatsminister Thomas Goppel, MdL in der CSU-Landesleitung zusammengefunden um den Gesprächskreis der ChristSozialen Katholiken (CSK) in der CSU zu gründen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand eine programmatische Zielsetzung des Gesprächskreises, der sich als Schnittstelle zwischen Politik und Amtskirche versteht. <span id="more-3567"></span>Goppel konnte neben verschiedenen Vertretern aus Kirche und Gesellschaft auch Norbert Geis, MdB, der als Vorreiter einer katholischen Gruppierung in der Union gilt, und den Europa-Parlamentarier Bernd Posselt, MdEP, begrüßen.</p>
<p>In der Vorstandssitzung der CSU am vergangenen Montag in der Nymphenburger Straße gab der Vorstand auf Vorschlag des Ministerpräsidenten und CSU-Parteivorsitzenden seine Zustimmung für die Installation eines katholischen Gesprächskreises. Seehofer verwies auf „nicht nur aktuelle Anlässe, die Meinung großer Gruppen innerhalb der Partei abzurufen.“ Das Interesse der Katholiken in der CSU daran, sei in den letzten Jahren nachhaltig angewachsen. Sichtlich gebe es den Debattenbedarf auch deshalb, weil der Blick auf die Wahlergebnisse der letzten Jahre zeige, dass „deutschlandweit rund zwei Millionen katholische Wähler nicht mehr bei der Union ihr Kreuzerl gemacht haben.“, so Seehofer.</p>
<p>Thomas Goppel, der von Seehofer als Vorsitzender des Katholikenkreises ins Amt berufen wurde, will mit den bisher landesweit deutlich über einhundert Interessenten an einer intensiven inhaltlichen Diskussion der Unionsgrundsätze dafür sorgen, „dass zukunftsweisende Entscheidungen der Partei stets auch den konkreten Blick auf die ursprüngliche Nachkriegsidee der Union, das christliche Menschenbild und seine konkrete Umsetzung richten.“</p>
<p>Mit ihrem Internetauftritt www.csu.de/csk und der Präsenz in sog. „Neuen Medien“ wie Facebook wollen die CSK ihre Offenheit für Diskussionen und Meinungsaustausch zwischen Mitgliedern, Parteiführung und Kirche deutlich machen. Laut Goppel soll eben diese Diskussion „weitgehend im Internet“ stattfinden.</p>
<p>Goppel, der am Samstag auch deutlich machte, dass er keine Lockerung des Zölibats fordere, sondern vielmehr künftig als Unterstützung für die Priester vielfältige Aufgaben der Kirche in der Hand von nicht zölibatär lebenden Mitarbeitern sieht, ist anlässlich der aktuellen Entwicklungen in einigen Internaten kirchlicher Führung der Meinung, die Amtskirche brauche den „politischen Stachel“, damit ans Tageslicht kommt, was morgen auch das noch vorhandene Vertrauen verspielt.</p>
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		<title>Erzabt von St. Peter tritt zurück</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 18:11:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Greschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Missbrauchsskandal weitet sich aus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kathnews.de/content/wp-content/uploads/collo.jpg" alt="Kollarkragen" title="Kollarkragen" width="130" height="125" class="alignleft size-full wp-image-389" />Salzburg (kathnews). Der Erzabt des Salzburger Benediktinerstifts Sankt Peter, P. Bruno Becker, hat seinen Rücktritt als Erzabt erklärt. Er zieht damit die Konsequenzen aus den gegen ihn erhobenen Missbrauchs-Vorwürfen. Wie die Abtei in einer Presseerklärung mitteilte, habe Erzabt Bruno bestätigt, dass er in den 1960er Jahren sexuelle Handlungen an einem damals Minderjährigen vorgenommen habe. Becker war damals bereits Mönch der Abtei St. Peter, jedoch noch kein Priester.<span id="more-3563"></span> </p>
<p>„Unmittelbar nach der Tat hatte sich Bruno Becker bei dem Betroffenen aufrichtig entschuldigt. Er bedauert auch heute noch diesen Vorfall aufs Tiefste und bittet um Verzeihung“, heißt es in der Mitteilung des Klosters. </p>
<p>Weiter heißt es in der Mitteilung des Stifts: „Seit diesem bedauerlichen Ereignis und in seiner ganzen seelsorgerischen Tätigkeit hat es von Seiten Beckers keinen einzigen Vorfall dieser Art weder an dem Betroffenen, noch an anderen Personen gegeben“.  Wie es in der Mitteilung heißt, habe es nach der Ernennung Beckers zum Erzabt von Sankt Peter 2009 ein Treffen in Wien gegeben. Dabei waren ein Ombudsmann und eine Vertrauensperson des Opfers anwesend. Bei dieser Gelegenheit soll Erzabt Becker erneut sein Bedauern und aufrichtige Reue zum Ausdruck gebracht haben.</p>
<p>In der Zwischenzeit übernimmt der Prior der Benediktinerabtei die Leitung des Klosters.  An der gewissenhaften Aufarbeitung des bedauerlichen Vorfalles wird mit Verantwortungsbewusstsein gearbeitet&#8221;, betont die Erzabtei. Becker war seit 2009 Erzabt von Sankt Peter und empfing am 16. Mai 2009 die Abtsbenediktion durch Erzbischof Dr. Alois Kothgasser.</p>
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		<title>Kirchliche Strafverhängung bei Missbrauchsfällen</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 16:55:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gero P. Weishaupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blickpunkt]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Kirchenrechtliche Beurteilung von Dr. Gero P. Weishaupt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kathnews.de/content/wp-content/uploads/petersdom_audienz.jpg" alt="Petersdom (Foto: B. Greschner)" title="Petersdom (Foto: B. Greschner)" width="130" height="125" class="alignleft size-full wp-image-2643" />In den vergangenen Wochen mehren sich die Berichte über Missbrauchsfälle durch Welt- und Ordenskleriker in deutschen Bildungseinrichtungen. Die niederländischen Medien berichten seit letzter Woche ebenfalls über Missbrauchsfälle in niederländischen Einrichtungen. Ohne auch eine mögliche antikatholische Instrumentalisierung dieser Missbrauchsfälle auszuschließen, muss jedem Vorwurf sexuellen Missbrauchs nachgegangen werden.<span id="more-3555"></span> </p>
<p><strong>Strafandrohung</strong><br />
Was Kleriker angeht, so bestimmt das kirchliche Gesetzbuch von 1983 in can. 1395 § 2: &#8220;Ein Kleriker, der &#8230; gegen das sechste Gebot des Dekalogs verfehlt hat, soll, jedenfalls wenn er die Straftat mit Gewalt, mit Drohung, öffentlich oder an einem Minderjährigen unter sechszehn Jahren begangen hat, mit gerechten Strafen belegt werden, gegebenenfalls die Entlassung aus dem Klerikerstand nicht ausgenommen.&#8221; Der Gesetzgeber meint mit dem sechsten Gebot nicht nur  Ehebruch, sondern alle strafrelevanten sexuellen Verfehlungen. </p>
<p><strong>Verjährung</strong><br />
Nach dem Gesetzbuch verjährt eine Strafklage bezüglich einer Verfehlung gegen das sechste Gebot nach fünf Jahren (can. 1362). Die Glaubenskongregation hat jedoch unter ihrem damaligen Präfekten Joseph Kardinal Ratzinger u.a. die Strafklage bei Missbrauch von Minderjährigen durch Kleriker in einem von Papst Johannes Paul II. &#8220;in besonderer Form&#8221; approbierten Schreiben vom 18. Mai 2001 um 5 Jahre auf 10 Jahre verlängert. Diese Frist läuft erst ab dem 18. Lebensjahr des Opfers. Das heißt, dass das Opfer bis zur Vollendung des 28. Lebensjahres ein Strafklagerecht hat. Wenn die Strafklage verjährt ist, ist ein Strafverfahren nicht mehr möglich. Von dieser Norm kann kein Bischof dispensieren. Dies steht ausschließlich dem Apostolischen Stuhl zu. Im Falle einer Verjährung müsste auf andere Weise als auf dem Verwaltungs- oder Gerichtsweg erlittenes Unrecht wiedergutgemacht werden. </p>
<p><strong>Einleitung einer Voruntersuchung</strong><br />
Wenn einem zuständigen Oberhirten der Vorwurf eines sexuellen Missbrauchs durch einen Kleriker mitgeteilt wird und er auf diese Weise eine wenigstens wahrscheinliche Kenntnis von einem Missbrauch erhält, leitet er eine Voruntersuchung (can. 1717) ein. Bei dieser Voruntersuchung geht es darum, Erkundigungen über den Tatbestand, die näheren Umstände und die strafrechtliche Zurechenbarkeit des Täters einzuziehen. Diese Voruntersuchung muss selbstverständlich vorsichtig und diskret erfolgen, da immer der Grundsatz gilt: In dubio pro reo, im Zweifel für den Angeklagten. Solange die Tat nicht feststeht, gilt es, den guten Ruf des Angeklagten zu schützen (can. 220). Wenn die Voruntersuchung genügend Anhaltspunkte erbracht hat, ordnet der Oberhirte ein Verfahren zur Strafverhängung an.</p>
<p><strong>Zwei Weisen der Strafverhängung und mögliche Strafen</strong><br />
Das kirchliche Prozessrecht kennt zwei Weisen der Strafverhängung: die verwaltungsmäßige und die gerichtliche. Hat der Oberhirte bereits aus der Voruntersuchung Gewissheit über einen sexuellen Missbrauch erlangt, kann er eine Strafe auf dem Verwaltungsweg auferlegen. Wenn die Gewissheit in diesem Stadium der Untersuchung noch nicht erreicht ist, ist ein gerichtliches Strafverfahren einzuleiten. Ein solches gerichtliches Verfahren ist vorgeschrieben, wenn aufgrund der Schwere der Straftat des Klerikers und des verursachten Skandals die Entlassung des Klerikers aus dem Klerikerstand (&#8221;Laisierung&#8221;) angebracht ist. Eine Entlassung aus dem Klerikerstand kann also niemals auf dem Verwaltungsweg auferlegt werden. Diese Strafe ist die schwerste Strafe, die einem Kleriker auferlegt werden kann. Je nach Schwere der Tat kommen als weitere mögliche Strafen in Betracht eine Suspension, ein Amtsentzug, ein Aufenthaltsverbot, eine strafweise Versetzung auf ein anderes Amt oder der Verlust von bestimmten Aufgaben, Rechten und Privilegien in Betracht. </p>
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		<title>Mit vier Punkten gegen Missbrauch</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 15:01:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Bürger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Bistum Osnabrück präsentiert Vier-Punkte-Plan.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kathnews.de/content/wp-content/uploads/brustkreuz4.jpg" alt="Brustkreuz (Foto: Schipp)" title="Brustkreuz (Foto: Schipp)" width="130" height="125" class="alignnone size-full wp-image-830" />Osnabrück (kathnews). Das Bistum Osnabrück hat einen Vier-Punkte-Plan gegen den Missbrauch Minderjähriger im kirchlichen Umfeld vorgelegt. Die in letzter Zeit vermehrt aufgedeckten Fälle „haben uns tief erschüttert und veranlasst, auch den Umgang unseres Bistums mit derartigen Fällen in Gegenwart und Vergangenheit zu überprüfen“, erklärte Generalvikar Theo Paul bei einer Pressekonferenz in Osnabrück. Die Aufklärung der jeweiligen Fälle werde „nach Kräften“ gefördert. <span id="more-3552"></span>Gleichzeitig müsse die Kirche immer auch an den Schutz der Opfer denken.</p>
<p>Der Vier-Punkte-Plan orientiert sich an den von der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) vor wenigen Tagen vorgestellten Maßnahmen. Zunächst gelte es, die Wahrheit aufzudecken. „Frei von falscher Rücksichtnahme“ sollten auch Vorfälle gemeldet werden, die möglicherweise schon weit zurückliegen. „Wenn sich abzeichnet, dass sich ein Verbrechen ereignet hat, schalten wir die Staatsanwaltschaft ein“, kündigte der Generalvikar an.</p>
<p>Außerdem müssten die Leitlinien der DBK von 2002 ausgewertet werden. In diesem Sinne wurde bereits eine Kommission eingerichtet, „die bei Meldung eines Verdachts zum Einsatz kommt“. Man habe stets darauf geachtet, dass die Kommission nicht nur mit Priestern und Kirchenmitarbeitern besetzt ist, sondern auch mit externen, unabhängigen Experten. Dennoch werde in den nächsten Wochen geprüft, inwiefern die bestehenden Leitlinien der DBK und die Zusammensetzung der Kommission für das Bistum weiter angepasst werden müssen.</p>
<p>Drittens müsse die Prävention gestärkt werden, da wirksame Prävention der beste Opferschutz sei. Etwa bei der „Berufseinführung von Priestern und anderem pastoralen Personal“ seien schon Schulungsmodule zur Gestaltung von „Nähe und Distanz im kirchlichen Beruf“ initiiert worden. Auch in den Gruppenleiterschulungen für Kinder- und Jugendfreizeiten werde dieses Thema behandelt.</p>
<p>Schließlich werde man sich darum kümmern, Verantwortung zu verorten. „Mit unserer direkt vom Bischof eingesetzten Kommission ist die Verantwortung für den Umgang mit Missbrauchsfällen in unserem Bistum jenseits der Verwaltungsstruktur bereits gut verortet“, betonte Generalvikar Paul. Die angekündigte Einrichtung einer zentralen Stelle bei der DBK werde natürlich trotzdem begrüßt.</p>
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		<title>Entschuldigung für Entweihung von Hostien</title>
		<link>http://www.kathnews.de/content/index.php/2010/03/07/entschuldigung-fur-entweihung-von-hostien/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 15:30:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Bürger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathnews.de/content/?p=3549</guid>
		<description><![CDATA[Islamisches Magazin entschuldigt sich bei Katholiken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kathnews.de/content/wp-content/uploads/malaysia.jpg" alt="malaysia" title="malaysia" width="130" height="125" class="alignnone size-full wp-image-2718" />Kuala Lumpur (kathnews). Nach der Entweihung von zwei Hostien durch Reporter des in Malaysia erscheinenden islamischen Magazins „Al Islam“ wurde im selben Magazin eine Entschuldigung für diese Tat veröffentlicht. „Unbeabsichtigt“ hätten die beiden Journalisten „die Gefühle der Christen und vor allem der Katholiken verletzt“, heißt es in dem Magazin, wie die malaiische Tageszeitung „The Star“ vorab meldete.<span id="more-3549"></span></p>
<p>Die Mitarbeiter von „Al Islam“ hatten an einer heiligen Messe in der Hauptstadt Kuala Lumpur teilgenommen und dabei die Kommunion direkt in den Mund empfangen. Nach eigener Aussage nahmen sie die Hostien anschließend wieder aus dem Mund und spuckten sie an. Der Gottesdienstbesuch sei Teil einer Recherche gewesen, mit der die Journalisten nachweisen wollten, dass es Ziel der Katholiken sei, Muslime zum Christentum zu konvertieren, so „Al Islam“.</p>
<p>Erzbischof Murphy Pakiam hatte zuvor eine Entschuldigung für den Vorfall als Bedingung für einen Verzicht auf juristische Schritte gegen das Blatt gefordert. Malaysias Justizminister Abdul Gani Patail hatte indes verkündet, kein Strafverfahren gegen die Journalisten einleiten zu wollen: „Harte Maßnahmen sind in dieser besonderen Zeit nicht im Interesse von Gerechtigkeit, Frieden und Harmonie.“</p>
<p>Der Islam ist im südostasiatischen Malaysia Staatsreligion. Mehr als 60 Prozent der rund 28 Millionen Einwohner bekennen sich zum Islam, während neun Prozent der katholischen Kirche oder anderen christlichen Gemeinschaften angehören. Ein Abfall vom Islam ist in der Praxis nur schwer möglich. Hierzu ist zunächst ein Formular zum Austritt aus dem Islam auszufüllen. Anschließend muss über einen Zeitraum von etwa zwei Jahre bewiesen werden, dass man nicht doch noch zum Islam bekehrt werden kann – beispielsweise in „Umerziehungszentren”, in denen Austrittswillige festgehalten werden. Die in der Verfassung verbriefte Religionsfreiheit besteht demnach nur theoretisch.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Papst wünscht sich Mentalitätswechsel</title>
		<link>http://www.kathnews.de/content/index.php/2010/03/07/papst-wunscht-sich-mentalitatswechsel/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 13:44:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Greschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathnews.de/content/?p=3546</guid>
		<description><![CDATA[Benedikt XVI. besucht Pfarrei am Stadtrand von Rom.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kathnews.de/content/wp-content/uploads/Torvindus_Papst.jpg" alt="Papst Benedikt XVI. (Foto: Torvindus)" title="Papst Benedikt XVI. (Foto: Torvindus)" width="130" height="125" class="alignleft size-full wp-image-3227" />Vatikan/Rom (kathnews). Papst Benedikt XVI. wünscht sich einen Mentalitätswechsel in der Kirche. Dies sagte das Kirchenoberhaupt am Sonntag beim Besuch einer Pfarrgemeinde am römischen Stadtrand. Der Heilige Vater unterstrich bei dem Besuch, dass alle Mitglieder des Volkes Gottes, ob sie nun geweiht seien oder Laien,  eine gemeinsame Verantwortung für die Kirche teilen. Die besuchte Pfarrgemeinde besteht erst seit 1989. Die Gläubigen der Pfarrei konnten kürzlich erst den Bau der Kirche fertigstellen.<span id="more-3546"></span> Zuvor traf man sich in einem Einkaufszentrum zur hl. Messe. </p>
<p>Wörtlich sagte der Heilige Vater gemäß einem Bericht von Radio Vatikan: „Wir brauchen einen Mentalitätswechsel, vor allem mit Blick auf die Laien. Man sollte diese nicht mehr nur als Mitarbeiter des Klerus ansehen, sondern sie wirklich als Mitverantwortliche am Sein und Handeln der Kirche anerkennen. Auf diese Art und Weise würde ein reifer und engagierter Laienstand gefördert! Liebe christliche Familien und liebe junge Leute, die ihr hier lebt: Lasst euch immer mehr einbeziehen in die Verkündigung des Evangeliums – wartet nicht, dass andere euch Botschaften bringen, sondern macht euch selbst zu Missionaren Christi bei euren Brüdern – da wo sie wohnen, arbeiten, studieren oder die Freizeit verbringen.“</p>
<p>Anschließend richtete der Papst eine ganz persönliche Bitte an die Gemeindemitglieder: „Macht diese Kirche zu einem Ort, in dem man die Stimme Jesu in der Schrift hören kann. Sie sei weiterhin das lebendige Zentrum eurer Gemeinschaft, damit sie eine Schule christlichen Lebens wird – denn das ist der Ausgangspunkt jedweder Seelsorge“. Anschließend wandte sich Benedikt XVI. an die Jugendlichen der Pfarrgemeinde San Giovannni della Croce: „Wartet nicht, bis andere mit Botschaften kommen, die nicht zum Leben führen“. </p>
<p>Es ist der erste Besuch eines Papstes in der jungen Pfarrgemeinde. Papst Johannes Paul II. hatte trotz einer Vielzahl von Besuchen in römischen Pfarrgemeinden nie die Gelegenheit, die junge Gemeinde San Giovannni della Croce zu besuchen. Benedikt XVI. wurde daher umso herzlicher begrüßt. Kurz nach seiner Ankunft in der Gemeinde, die im Norden der Stadt Rom liegt, nahm der Pontifex ein ausgiebiges Bad in der Menge und kam mit Gemeindemitgliedern, Priestern und Gläubigen ins Gespräch.</p>
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