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	<description>Rom und die Welt</description>
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		<title>Achtung: Kathnews hat ein neues Design</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 16:11:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Greschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Seite wird als Archiv genutzt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kathnews.de/content/wp-content/uploads/kathnews.jpg" alt="Screenshot Kathnews" title="Screenshot Kathnews" width="130" height="125" class="alignleft size-full wp-image-1384" />Das katholische Nachrichtenportal Kathnews präsentiert sich seit Freitag in einem neuen Gewand. Die Website ist damit noch attraktiver und benutzerfreundlicher für den User geworden: Ansprechende Farben und klare Strukturen bieten den Lesern einen noch umfassenderen Blick auf aktuelle Geschehnisse in Kirche, Politik und Gesellschaft. Aus diesem Grund wird diese Seite fortan nur noch als Archiv für die Artikel aus dem Zeitraum zwischen Oktober 2008 und März 2010 genutzt werden. Aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte und Kommentare finden Sie wie gewohnt unter <a href="http://www.kathnews.de">www.kathnews.de</a></p>
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		<title>Benedikt XVI. verwirklicht die Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils.</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 08:54:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gero P. Weishaupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Gero P. Weishaupt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kathnews.de/content/wp-content/uploads/Ausir_Papst.jpg" alt="Papst Benedikt XVI. (Foto: Ausir)" title="Papst Benedikt XVI. (Foto: Ausir)" width="130" height="125" class="alignleft size-full wp-image-3228" />Heute vor 40 Jahren erschien das Missale Romanum Pauls VI., der sogenannte Novus Ordo. Er wurde am 26. März 1970  als das Ergebnis der Liturgiereform präsentiert, die das Zweite Vatikanische Konzil mit der Konstitution “Sacrosanctum Concilium” angestossen hatte. Die Konstitution bot eine Grundsatz- und Rahmenordnung für die angestrebte Reform. Die weitere Durchführung und Umsetzung des konziliaren Auftrages sollten in den Jahren nach dem Konzil erfolgen.<span id="more-3784"></span> </p>
<p><strong>Die Schwächen des Missale Pauls VI.</strong><br />
40 Jahre nach der Veröffentlichung des neuen Missale Romanum reift die Erkenntnis, dass das Missale Pauls VI. über die konziliaren Rahmenbedingungen hinausgeht. Die Konzilsväter ordneten an, dass bei der Reform „die allgemeinen Gestalt- und Sinngesetze der Liturgie zu beachten“ seien und „keine Neuerungen eingeführt werden” sollen, “es sei denn, ein wirklicher und sicher zu erhoffender Nutzen der Kirche verlange es. Dabei ist Sorge zu tragen, dass die neuen Formen aus den schon bestehenden gewissermaßen organisch herauswachsen“ (SC 23). </p>
<p>Betrachtet man die Eingangsriten des Novus Ordo, die Änderungen der Opferungsgebete, die in der Tradition der Kirche niemals vorhandene Fülle von Eucharistischen Gebeten mit ihrem zum Teil theologisch fragwürdigen Inhalten, den Verlust der Kanonstille usw., dann fragt sich, ob der Grundsatz des organischen Wachstums des Neuen aus dem Alten im Zuge der nachkonziliaren Reform hinreichend beachtet worden ist. Die im Missale Pauls VI. vorgesehenen Anpassungsmöglichkeiten wurden als eine Aufforderung zur Kreativität missverstanden, die Anlass zu liturgischen Missbräuchen gegeben haben, die die Messe dermassen entstellen, dass die Einheit des Missale Pauls VI. mit dem Römischen Ritus nicht mehr wahrgenommen wird. </p>
<p><strong>Bedauerliche Entwicklungen nach dem Konzil</strong><br />
Der praktische Verlust der lateinischen Kultsprache, die Hinwendung des Priesters zum Volk und die Einführung der Handkommunion sind Entwicklungen, die von den Konzilsvätern nicht intendiert waren und den von ihnen vorgegebenen Rahmen für eine Reform bei weitem sprengen, ja den Vorgaben des Konzils widersprechen. </p>
<p><strong>Reform der Reform</strong><br />
Mit Papst Benedikt XVI. setzt 45 Jahre nach dem Konzil eine neue Phase der Umsetzung des Zweiten Vatikanischen Konzils im allgemeinen und der Liturgiekonstitution “Sacrosanctum Concilium” in besonderen ein. Ja, man kann sagen, mit dem Pontifikat Benedikts XVI. beginnt erst die eigentliche Verwirklichung der Liturgiekonstitution, dessen Aneignung in der kirchlichen Gemeinschaft noch aussteht. Dabei gilt als hermeneutischer Schlüssel die “Hermeneutik der Reform”, wie Benedikt XVI. es in seiner programmatischen und denkwürdigenAnsprache an die Mitglieder der Kurie vom 22. Dezember 2005 angedeutet hat. Diese Hermeneutik berücksichtigt die Kontinuität, die keine Brüche kennt, weil die Kirche ein lebendiges Subjekt ist, das mit der Zeit wächst und weiterlebt. Für die Liturgie bedeutet das, dass das Missale Pauls VI. reformiert werden muss, um es deutlicher als das bisher der Fall ist, an die Tradition zurückzukoppeln. </p>
<p>Dabei stellt ein wesentliches, die nachkonziliare Reform korrigierendes und befruchtendes Element der gregorianisch-tridentinische Messordo dar. Dieses Missale, dass rechtlich nie abgeschafft, aber faktisch von Pauls VI. verboten war, wurde von Benedikt XVI. am 7. Juli 2007 durch das Motu Proprio “Summorum Pontificum” wieder allgemein für die gesamte Katholische Kirche des lateinischen Ritus zugelassen. Es wird für die künftige liturgische Entwicklung, für die Reform des Missale Pauls VI, für die sogenannten “Reform der Reform,  wichtige Weichen stellen. </p>
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		<title>&#8220;Skandal&#8221;: Müller ruft zu Kirchentreue auf</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 07:29:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Peter Görg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathnews.de/content/?p=3780</guid>
		<description><![CDATA[Ein Kommentar von Dr. theol. Peter H. Görg.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kathnews.de/content/wp-content/uploads/kathnews_081012_2_mb.jpg" alt="Bischof Gerhard Ludwig Müller" title="Bischof Gerhard Ludwig Müller" width="130" height="125" class="alignleft size-full wp-image-153" />Wenn es darum geht, gegen Papst und Kirche zu wettern, geht bei der Süddeutschen Zeitung manches journalistische Ethos verloren. Dies zeigt sich etwa, wenn sich die ehemalige (!) Vorsitzende des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB), Johanette Bohn, als Privatperson in die teils unerträgliche Schelte gegen Bischof Gerhard Ludwig Müller in Regensburg einklinkt und die SZ in einem Artikel vom 24.03. groß titelt: „Frauenbund übt scharfe Kritik an Bischof Müller“.<span id="more-3780"></span></p>
<p>Anlass der Auseinandersetzung war der Festgottesdienst zum 100-jährigen Frauenbund-Jubiläum in der Diözese Regensburg am 20.03., in welchem der Bischof selbst predigte und u.a. das Wirken des KDFB in der NS-Zeit würdigte und als Beispiel für die heutige Zeit herausstellte, die ebenso von Kampagnen gegen die Kirche geprägt sei. Frau Bohn war von 1998 bis 2006 Vorsitzende des Bundes und nahm am Festgottesdienst teil. Nach eigenen Worten könne sie nach der Predigt Bischof Müllers nicht mehr schweigen. Der Bischof habe den Frauen nicht für ihre ehrenamtliche Arbeit gedankt, sondern in taktloser, absurder und deplazierter Weise das Jubiläum hergenommen, um seinen Kampf mit der Presse auszufechten.</p>
<p>Nachdem das Bistum Regensburg bereits am 21.03. Ausschnitte aus der hervorragenden Predigt des Bischofs veröffentlicht hatte, erschienen nach einem Interview mit Frau Bohn am 24.03. in verschiedenen bayrischen Blättern Artikel mit gleichem Tenor wie später in der SZ, ohne auch nur einen Satz aus der Predigt zu zitieren.</p>
<p>Bereits am heutigen Tag antwortete der KDFB selbst mit einer Stellungnahme auf die Anschuldigungen gegen Bischof Müller. Der Diözesanverband stellte heraus, dass Bischof Müller sehr wohl das Wirken des Bundes in den letzten 100 Jahren und in der Gegenwart würdigte. Zugleich wird bedauert, dass die Predigt des Bischofs nach eigenen Interessen interpretiert wird. Die Stellungnahme schließt mit den klaren Worten:</p>
<p>„Wir distanzieren uns klar von den Aussagen der ehemaligen Diözesanvorsitzenden des KDFB, Johannette Bohn, die sie als Privatperson in der Mittelbayerischen Zeitung und der Donaupost/Straubinger Tagblatt vom 24. März kundgetan hat.“ </p>
<p>Doch was war für Frau Bohn und die SZ so taktlos und deplaziert an Bischof Müllers Predigt? War es vielleicht der Verweis auf die aktuell stattfindende Kampagne gegen die Kirche und die Aufforderung, nicht auf die verkürzenden und verzerrenden Berichte der kirchenkritischen Presse und auf die antikirchlichen Schalmeien hereinzufallen, sondern treu zu dieser Kirche zu stehen und auf sie zu vertrauen? </p>
<p>Dass dies unerträgliche Worte für die kirchenkritische Presse sind, mag ja noch verständlich sein. Dass aber die ehemalige Vorsitzende eines katholischen Verbandes dagegen Sturm rennt, zeugt weder von Verbundenheit noch von Liebe zur Kirche. Darüber hinaus kann es nur als taktlos, absurd und deplaziert bezeichnet werden, wenn eine katholische Christin nach der Predigt ihres Hirten nicht das Gespräch mit diesem sucht, sondern gegen ihn in der kirchenfeindlichen Presse auftritt. Schweigen wäre doch besser gewesen!</p>
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		<title>Vatikan veröffentlicht Textsammlungen</title>
		<link>http://www.kathnews.de/content/index.php/2010/03/25/vatikan-veroffentlicht-textsammlungen/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 14:18:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Bürger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Veröffentlichung unter anderem von Dokumenten aus dem Zweiten Weltkrieg.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kathnews.de/content/wp-content/uploads/roma3.jpg" alt="Vatikan (Foto: Schipp)" title="Vatikan (Foto: Schipp)" width="130" height="125" class="alignnone size-full wp-image-833" />Vatikan (kathnews). Seit heute sind auf der Internetseite des Heiligen Stuhls unter der Rubrik „Grundlegende Texte“ bzw. „Offizielle Akten des Heiligen Stuhls“ diverse Textsammlungen abrufbar, die bislang lediglich in Papierform zur Verfügung standen. Dabei handelt es sich um sämtliche Editionen der „Acta Sanctae Sedis“ (ASS) sowie der „Acta Apostolicae Sedis“ (AAS) als PDF-Dateien. Die AAS sind seit dem Jahre 1909 das Amtsblatt des Heiligen Stuhls. <span id="more-3778"></span>Am 29. September 1908 promulgierte Papst Pius X. feierlich in Form einer Apostolischen Konstitution deren Herausgabe. Seit Januar 1909 erscheinen hier jährlich alle Verlautbarungen des Heiligen Stuhls in gesammelter Form, zumeist in lateinischer Sprache. Von 1869 bis 1909 lautete der Name des bis 1904 halbamtlichen Blattes „Acta Sanctae Sedis“.</p>
<p>Neben den AAS bzw. ASS ist auf der vatikanischen Internetseite seit heute zudem – ebenfalls als PDF-Datei – die elfbändige Ausgabe der „Actes et Documents du Saint-Siège relatifs à la Seconde Guerre Mondiale“ („Akten und Dokumente des Heiligen Stuhls in Bezug auf den Zweiten Weltkrieg“) verfügbar. Die Dokumentensammlung wurde von einem von vierköpfigen Team jesuitischer Historiker zusammengestellt und unter Papst Paul VI. ab 1965 veröffentlicht. Die Herausgabe der Dokumente relativ bald nach dem Tode Papst Pius XII. war als Reaktion auf die Diskussionen um diesen Papst gedacht, die nach dem Drama „Der Stellvertreter“ von Rolf Hochhuth aufkamen.</p>
<p>Fünf Bände der Textsammlung befassen sich mit dem Zweiten Weltkrieg in chronologischer Reihenfolge. Vier Bände behandeln die humanitären Aktivitäten des Heiligen Stuhls während des Krieges, ebenfalls in chronologischer Reihenfolge. Ein Band enthält den Briefverkerhr Pius XII. mit deutschen Bischöfen vor und während des Krieges. Der letzte Band befasst sich mit Dokumenten in Bezug auf Polen und die Baltischen Staaten. Keines der zusammengestellten Dokumente – die meisten von ihnen sind auf Italienisch verfasst – wurde übersetzt. Die Einführungen zu den elf Bänden und die knappen Beschreibungen der Dokumente liegen in französischer Sprache vor.</p>
<p>Das Presseamt des Heiligen Stuhls würdigte das Projekt der digitalen Bereitstellung dieser Textsammlungen mit den Worten: „Es geht um einen Dokumentenbestand von unschätzbarem Wert, der nun umsonst allen Wissenschaftlern und Interessierten zur Verfügung gestellt wird. Das ist ein wichtiger Beitrag für die Forschung und die Informationen über den Heiligen Stuhl, seine Geschichte und seine Aktivitäten.“</p>
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		</item>
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		<title>&#8220;…und sie empfing vom Heiligen Geist&#8221;</title>
		<link>http://www.kathnews.de/content/index.php/2010/03/25/%e2%80%a6und-sie-empfing-vom-heiligen-geist/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 14:15:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Peter Görg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blickpunkt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathnews.de/content/?p=3772</guid>
		<description><![CDATA[Das Hochfest der „Verkündigung des Herrn“ und die Stellung Mariens. Von Dr. theol. Peter H. Görg.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kathnews.de/content/wp-content/uploads/drgoerg_peter.jpg" alt="Dr. Peter H. Görg" title="Dr. Peter H. Görg" width="130" height="125" class="alignleft size-full wp-image-3456" />Am 25. März feiert die Kirche das Hochfest „Verkündigung des Herrn“. Gegenüber dem ge-bräuchlichen Begriff „Mariä Verkündigung“ macht dieser Name deutlich, dass es sich im Grunde um ein Herrenfest handelt, doch zeigt die alte Bezeichnung, welche zentrale Rolle die selige Jungfrau bei der Menschwerdung einnimmt. Sie wird wirklich zur Mutter Gottes! Streng genommen gehört unser Fest zum weihnachtlichen Festkreis, doch fällt es in der Regel in die Fastenzeit, so dass es in alten deutschen Kalendarien auch als „Mariä in der Fasten“ auftaucht.<span id="more-3772"></span> Mit der Wahl des 25. März, also genau neun Monate vor der Feier der Geburt des Herrn, betont die Kirche die wahre Menschwerdung des Sohnes Gottes, der wie jedes andere Menschenkind im Schoß der Mutter getragen wurde.</p>
<p>Was feiert die Kirche nun an diesem Hochfest? Die Grundlage finden wir im Lukasevangelium (Lk 1, 26-39): Der Engel des Herrn, der Verkündigungsengel Gabriel, erscheint an dem kleinen, bis dahin für das Weltgeschehen unbedeutenden Ort Nazareth einer Frau, die wohl niemand außerhalb ihrer Heimat und ihrer Verwandtschaft kannte: Maria. Doch eben diese Begegnung sollte zum größten welthistorischen Moment werden. Der Engel, der Botschafter (lat.: angelus) Gottes, bringt Maria eine Kunde: Er spricht sie an als Gnadenvolle (die Einheitsübersetzung wird mit ihrer Übersetzung „Begnadete“ der Sache nicht gerecht, denn diese Bezeichnung ist zumindest auf jeden Getauften anwendbar) und verheißt ihr, dass sie ein Kind empfangen soll. Maria, die mit Josef verlobt, aber noch nicht verheiratet ist, antwortet lediglich mit einer Frage: „Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?“. </p>
<p>Auf die Erwiderung des Engels, dass der Heilige Geist über sie kommen und die Kraft des Höchsten sie überschatten werde, antwortet Maria mit dem bedeutendsten Satz, der seit dem Fall der ersten Menschen gesprochen wurde: „Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du gesagt hast.“ Mit dem kleinen Wort „fiat“ (es geschehe), wie es in der lateinischen Version lautet, wird durch Maria die Schuld Evas wieder gutgemacht, der Knoten gelöst und dem Erlöser sein Kommen bereitet. Wie Christus als neuer Adam am Beginn der Neuschöpfung steht, so Maria als neue Eva. Was Eva durch ihren Ungehorsam zerstörte, stellt Maria durch ihren Gehorsam wieder her. War Eva die Mutter allen natürlichen Lebens, so wird Maria zur Mutter des übernatürlichen Lebens. Eine Frau hatte Teil am Sündenfall, so sollte auch eine Frau Teil an der Erlösung haben. Gott selbst bindet sich an das Wort dieser Frau. Er selbst erwählte sie, und nur sie, vor aller Zeit, dazu, seine Mutter zu werden. </p>
<p>An der Inkarnation, der Fleischwerdung, der zweiten göttlichen Person sollte nach Gottes Willen ein Geschöpf in Freiheit mitwirken. Natürlich war Maria auf dieses Geschehen von Gott vorbereitet („Gnadenvolle“). So feierten wir am 8. Dezember 2004 den 150. Jahrestag der Dogmatisierung der „Unbefleckten Empfängnis“. Maria wurde aufgrund der Erlösungsverdienste Christi bereits im Voraus von der Erbsünde bewahrt, damit war sie nicht verstrickt in Sünde und Schuld, sondern war in der Lage, ihr „Ja“ völlig frei und stellvertretend für die ganze Menschheit, die den Erlöser so sehr erwartete, zu sprechen.</p>
<p>Wenn die Kirche sagt, dass Maria die größten Glaubenswahrheiten widerspiegelt, so wird dies besonders deutlich an unserem Fest. Die wahre Gottheit Christi zeigt sich in der wunderbaren jungfräulichen Empfängnis, die wahre Menschheit Christi zeigt sich in seiner Abstammung von Maria. Christus nahm seinen irdischen Leib allein aus Maria. Beide Wahrheiten fanden immer wieder Leugner, die entweder Christus die menschliche oder die göttliche Natur absprachen. Der moderne Rationalismus, der besonders gegen die Gottheit Christi gerichtet ist, kann in der Offenheit Mariens gegenüber dem Einbrechen der Transzendenz Heilung erfahren. Die Wahrnehmung, dass die Realität weit größer ist als unsere Sinneswahrnehmungen erzeugt Demut und Ehrfurcht vor der unaussprechlichen Größe Gottes.</p>
<p>An der Begegnung mit dem Engel wird trotz der Einzigartigkeit Mariens das Erlösungsgeschehen am Menschen deutlich, das geheimnisvolle Zusammenwirken von göttlicher Gnade und menschlicher Mitwirkung. Augustinus schreibt, dass der Mensch ohne sein Zutun erschaffen wurde, dass er aber nicht ohne sein Zutun erlöst wird. Niemand kann sich selbst erlösen, sondern allein durch Christus, unseren Heiland, ist Erlösung möglich. Doch Gott wollte freie Geschöpfe, die, vorbereitet durch seine Gnade, am Erlösungswerk Christi teilnehmen. </p>
<p>Die Erbsünde hat die menschliche Natur zwar geschwächt und hat zur Folge, dass der Mensch eine Neigung zum Bösen hat (Konkupiszenz), doch sie hat die Natur nicht zerstört, wie Luther meinte. Während Maria von Erbsünde und Konkupiszenz bewahrt wurde, werden wir von ersterer in der Taufe gereinigt und in den Gnadenstand versetzt, der es uns ermöglicht, am Erlösungswerk Christi Anteil zu nehmen. Ist es nicht wunderschön, dass der Allmächtige uns, die wir uns so oft klein und unbedeutend finden, durch Gebete und gute Werke teilnehmen lässt an seinem Werk? Die selige Mutter Maria Katharina Kaspar, die Selige des Westerwaldes, hat das erkannt, als sie sagte: „Alles, was man zur Ehre Gottes tut, ist groß. Da gibt es gar nichts Kleines!“</p>
<p>Eine weitere Glaubenswahrheit wird deutlich: Maria tritt bereits zu Beginn des irdischen Lebens Jesu als Mittlerin für uns ein. Damit verletzt sie in keiner Weise die einzigartige Mittlerstellung Christi, sondern lässt vielmehr deren Wirkkraft erkennen. Sie spricht für die ganze Menschheit ihr „fiat“, sie empfängt ihren Schöpfer, was die gesamte Natur in Staunen versetzt. Als Mutter schenkt sie der Welt den Erlöser. Diese Stellung behält Maria bei der Hochzeit von Kana, unter dem Kreuz und schließlich in der jungen Kirche bei. Seit ihrer Aufnahme in den Himmel, die als letzte Konsequenz aus ihrer Gottesmutterschaft und Sündenlosigkeit erfolgte, tritt sie stets als Fürsprecherin und Mittlerin bei ihrem Sohn für uns ein. </p>
<p>Wenden wir uns also immer wieder vertrauensvoll an Maria. Sie lenkt nicht von Christus ab, sondern führt uns als Mutter immer zu ihrem Sohn. An ihrer Hand können wir ihn nicht verfehlen.</p>
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		</item>
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		<title>&#8220;Leben gewinnen&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 07:44:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Greschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathnews.de/content/?p=3763</guid>
		<description><![CDATA[Diözesaner Weltjugendtag in Limburg.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kathnews.de/content/wp-content/uploads/wjt2005.jpg" alt="Impression vom Weltjugendtag in Köln" title="Impression vom Weltjugendtag in Köln" width="130" height="125" class="alignleft size-full wp-image-462" />Limburg (kathnews). Unter dem Motto „Leben gewinnen“ findet am Samstag, 27. März 2010 der diözesane Weltjugendtag im Bistum Limburg statt. Die Veranstalter erwarten mehr als 500 Jugendliche in der Domstadt. Der diözesane Weltjugendtag wird von Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst mit einer Katechese eröffnet, anschließend nehmen die Jugendlichen an verschiedenen Workshops teil und befassen sich auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Motto des Limburger Weltjugendtages: „Leben gewinnen“.<span id="more-3763"></span> </p>
<p>Von der Chill-Oase über die Schreibwerkstatt bis hin zum Angebot „Spiele ohne Verlierer“ werden diverse Möglichkeiten angeboten, sich dem Thema zu nähern. In „tausend bunten Wunschballons“ können die Jugendlichen zudem Ihre Wünsche und Gedanken in den Himmel steigen lassen. Unter dem Titel „Ein starkes Stück Leben – Gott und Fußball“ ist auch die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika Thema beim bistumsweiten Weltjugendtag: mit Videobeiträgen von Fußballprofis, beim Torwandschießen und in der Diskussion mit dem Leiter des Büros der Nationalmannschaft. </p>
<p>In einem weiteren Workshop soll die internationale Ministrantenwallfahrt nach Rom vorbereitet werden, die in diesem Jahr stattfinden wird. Die Teilnehmer haben im Rahmen dieser Vorbereitungstreffen die Möglichkeit, an einem „Grundkurs Italienisch“ teilzunehmen, um sich entsprechend auf die Wallfahrt in die „Heimat aller Katholiken“ vorzubreiten.</p>
<p>Der Weltjugendtag im Bistum Limburg endet mit einem feierlichen Pontifikalamt im Limburger Dom, das von Diözesanbischof Franz-Peter Tebartz-van Elst zelebriert wird. Franz-Peter Tebartz-van Elst wurde am 20. November 1959 in Kevelaer-Twisteden geboren. Nach dem Abitur am Piuskolleg in Coesfeld studierte er Philosophie und Theologie in Münster und Freiburg. Am 26. Mai 1985 empfing van Elst das Sakrament der Priesterweihe. Von 1988 bis 1990 promovierte er an der University of Notre Dame im US-Bundesstaat Indiana. Von 2002 bis 2004 war er Professor für Pastoraltheologie und Liturgiewissenschaft an der Universität Passau.</p>
<p>2003 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof in Münster und Titularbischof von Girus Tarasii. Die Bischofsweihe spendete ihm Bischof Reinhard Lettmann, damaliger Diözesanbischof von Münster. Am 28. November 2007 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Bischof von Limburg und wurde am 20. Januar 2008 inthronisiert.</p>
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		<title>Kommentar: Wir sind nicht Kirche – Aber wir sind in ihr und bleiben in ihr</title>
		<link>http://www.kathnews.de/content/index.php/2010/03/24/kommentar-wir-sind-nicht-kirche-%e2%80%93-aber-wir-sind-in-ihr-und-bleiben-in-ihr/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 16:10:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mag. Michael Gurtner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathnews.de/content/?p=3755</guid>
		<description><![CDATA[Ein Kommentar von Mag. theol. Michael Gurtner.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kathnews.de/content/wp-content/uploads/petersplatz.jpg" alt="Petersplatz" title="Petersplatz" width="130" height="125" class="alignleft size-full wp-image-354" />In den letzten Jahrzehnten hat es immer wieder den unglücklichen Versuch gegeben, die Kirche völlig neu zu beschreiben und mitunter auch, sie neu zu definieren. Diese Absicht war jedoch leider nicht immer von einem Streben nach tieferer Erkenntnis der an sich vorgegebenen Wahrheit geleitet, sondern von der Bestrebung, ein Kirchenkonzept zu konstruieren, welches mit eigenen, sich selbst auferlegten Zielen vereinbar sei: nicht die Ziele nahmen Maß am Glauben, sondern der Glaube wurde den menschlichen Zielen nachgeformt. <span id="more-3755"></span></p>
<p>Daß man da vieles gewaltsam verbiegen mußte, ist nicht verwunderlich, und so hat sich bei all diesen Versuchen im Kirchenverständnis vieler Gläubiger ein schwerwiegender Fehler verfestigt, welcher implizit der Kirche eine falsche und veränderte Ontologie zuschreibt, welche im Grunde vollkommen säkularisiert ist. </p>
<p>Wir sprechen von der irrigen Meinung, Menschen könnten „Kirche sein“. Oftmals hörte man Formulierungen wie „wir sind alle Kirche“, wobei das nicht als eine bloß bildhafte Formulierung verstanden ist, so wie es noch mal durchgehen könnte, sondern es ist tatsächlich als Beschreibung der Kirche als solche verstanden: Die Kirche bestünde aus Menschen; dies ist heute das Kirchenverständnis nicht weniger Gläubiger und auch vieler Theologen, welches eng mit einer fehlgeleiteten Communio-Theologie verbunden ist.</p>
<p>Ein solches Konzept kommt vor allem jenen gelegen, welche meinen die Kirche frei und ungebunden „machen“ und „gestalten“ zu können. Ein „Ursprung von unten“ ist jedoch die notwenige denkerische Voraussetzung dafür.</p>
<p>Einem solchen Verständnis muß man aus ekklesiologischer Sicht entschieden entgegentreten: kein „Wir“ oder „Sie“ kann je „Kirche sein“, da dies bedeuten würde, daß die Kirche aus Menschen und Gemeinschaften besteht: das hätte zur logischen Folge, daß Menschen die Kirche konstituieren würden und die Kirche nicht mehr wäre, wenn es keine (lebenden) Menschen mehr gäbe: denn wenn Menschen die Kirche sind, wie könnte diese dann noch sein, wenn es keine Menschen mehr gäbe? Die Kirche bestünde also aus einem Zusammenschluß von Personen, welche der ontologische Grund der Kirche wären. Die Kirche erscheint so als eine rein immanente Größe, welche sich selbst durch menschlichen Willen formiert und sich von sich aus an Gott richtet. Ein solches Konzept von Kirche käme in ihrem Sein einem Verein gefährlich nahe, und würde nahelegen, daß das Glaubensgut auf Konsens basierend wäre.</p>
<p>Auch das Konzept der Kirche als „Volk Gottes“, welches an sich nicht falsch ist, rückt jedoch durch einen falschen, demokratisch-soziologisch geprägten Volks-Begriff oft in dieselbe Schiene: die Kirche wäre demnach, weil wir sie wollen, und folglich muß sie auch so sein, wie wir sie wollen.</p>
<p>Von der paulinischen und somit auch biblischen und traditionellen Definition der Kirche als der mystische Leib des Herrn ist solch ein Konzept vollkommen abgerückt. Die Kirche ist eine extrem vielschichtige Wirklichkeit, welche sich nicht in einem Satz definieren läßt, sondern sich nur mit vielen Erörterungen dargetan werden kann. Dennoch gibt es bildhafte Kurzformeln, welche jeweils eine bestimmte Wirklichkeit ausdrücken. Die Formel „die Kirche sind wir“ ist dogmatisch jedoch vollkommen unhaltbar und impliziert Irriges.</p>
<p><strong>Die Kirche ist eine übernatürliche Wirklichkeit</strong><br />
Die Kirche ist keine natürlich-menschliche Wirklichkeit, sondern eine übernatürlich-göttliche. Sie wurde von Gott eingesetzt und umfaßt mehr als nur Irdisches: auch die Engel, die heiligen Seelen in der visio beatifica, und ebenso die armen Seelen im Fegefeuer sind der Kirche zuzurechnen: aber auch die armen Seelen, die Katholiken auf Erden, die Engel und die heiligen zusammengenommen sind noch nicht mit „der Kirche“ gleichzusetzen, weil die Kirche eine von Christus eingesetzte Heilsinstitution ist, in welcher man sein kann, indem man deren Glied ist. Glied der Kirche zu sein ist aber etwas vollkommen anderes, als selbst Kirche zu sein.</p>
<p>Daraus folgt, daß nicht eine Gemeinschaft die Kirche bildet, sondern gerade umgekehrt, daß diese Gemeinschaft der Gläubigen (und der Heiligen) erst durch die Kirche zustande kommt, welche dieser Gemeinschaft ontologisch vorausgehend ist. Für die Kirche ist Christus konstituierend, nicht der Mensch.</p>
<p>Mit diesen Überlegungen im Hintergrund verstehen wir auch besser den Begriff der Kirche als das Volk Gottes, da es sich hier analog verhält: es ist nicht das „Volk“, welches sich zuerst zusammenfindet und sich dann selbst einen Gott gibt, sondern das Volk konstituiert nicht sich selbst, sondern es wird konstituiert, nämlich genau von jenem Gott, den es sich nicht selbst gegeben hat, sondern von dem es auserwählt ist. Diese Auserwählung ergeht zunächst an jeden Einzelnen. Als Einzelner muß man sich entscheiden, dem Ruf Gottes zu folgen: dieser Ruf besteht darin, der Wahrheit zu folgen, und zwar im Glauben wie im Handeln. Diese Wahrheit ist aber an die Kirche gebunden, denn in ihr handelt Gott und wirkt das Heil. Als Einzelner muß man sich deshalb zunächst selbst in die Kirche hineinbegeben und sich im Glauben an diese binden. Erst dadurch ergibt sich eine Gemeinschaft unter denen, die sich als Einzelne zur selben Wahrheit, zu Christus, zu seiner Kirche bekennen. Nicht die Gemeinschaft (das Volk) schafft also die Kirche, sondern diese wird viel mehr durch die Kirche geschaffen. </p>
<p>Von daher können wir also sagen, die Gläubigen sind insofern das „Volk Gottes“, als wir uns nicht selbst gefunden haben, sondern wir SEIN Volk sind, welches von Gott gerufen und auserwählt ist. Die Gemeinschaft bildet sich erst dadurch, daß die Einzelnen darin eine Gleichheit haben, daß sie diesem Ruf Gottes gefolgt sind und sich im selben Glauben unter Christus vereint wissen. Deshalb kann diese Gemeinschaft nicht gemacht werden, sondern muß entstehen.</p>
<p><strong>Die Kirche ist unbefleckbar heilig</strong><br />
Dieser Umstand hat eine wichtige Konsequenz: die Kirche ist und bleibt die una sancta, unbefleckbar heilig und unzerstörbar. Würde die Kirche tatsächlich aus einem „Uns“ bestehen, dann wäre sie in dem Maße heilig, als wir es sind oder eben nicht sind. Da die Kirche aber eine in ihrem Sein zunächst von uns unabhängige Wirklichkeit ist, hängt ihre Heiligkeit auch nicht an der Heiligkeit ihrer Glieder. Auch hier gilt wieder ähnliches, wie wir oben gesehen haben: das Aktive und das Passive wird hierbei oft verwechselt. Die Kirche wird nicht durch den Menschen geheiligt, sondern umgekehrt, sie ist gerade dazu eingesetzt, um den Menschen, der immer Sünder ist, zu heiligen. Ihre Heiligkeit bezieht sie dabei aus ihrem göttlichen Ursprung und aus der göttlichen Gegenwart, welche ihr innewohnt: denn Gott hat die Kirche eingesetzt, um in dieser durch die Gnadenmittel, welche er dieser mitgegeben hat, selbst zu wirken. Ziel dieses Wirkens ist, die Unheiligkeit und Sündhaftigkeit, d.h. die Gottunwürdigkeit der Menschen in Heiligkeit zu wandeln. Deshalb ist es vollkommen logisch und klar, daß die heilige Kirche voll von Sündern ist. Doch ist die heilige Kirche eben genau für den Menschen gegründet: um aus ihm, den Sünder, einen Heiligen zu machen und sein Leben letztlich gut ausgehen zu lassen. Daß es in der Sünde von Unheiligen und Unheiligem nur so wimmelt ist nur natürlich: denn genau um dies zu überwinden ist sie ja in der Welt auch sichtbar eingesetzt. Dabei kann der Sünder die Kirche nicht unheilig machen, aber umgekehrt kann die Kirche den Sünder sehr wohl heiligen. Die Kirche mit dem Hinweis auf ihre sündigen Glieder zu meiden wäre in etwa so, als würde jemand sich weigern, auch nur einen Fuß ins Krankenhaus zu setzen weil er sagt, dort seien so viele Kranke und dabei die Krankheiten und Verletzungen der Patienten dem Krankenhaus zuschreibt.</p>
<p>Ähnlich gilt dies auch für die Kirche: sie will eben gerade die Sünde auslöschen, was aber bedingt, daß die zu bessernden Sünder zuerst in ihr Platz finden. Das macht die Kirche nicht unheilig oder gar selbst sündhaft, weil die Kirche und die Kirchenglieder zwei unterschiedliche Wirklichkeiten sind. Deshalb kann aber auch die Sündhaftigkeit der Kirchenglieder nicht auf die Kirche selbst übergehen. Im Gegenteil: es ist das allzeitige Bestreben der Kirche, die Menschen rein und untadelig zu machen, wie sie auch selbst rein und untadelig ist. </p>
<p><strong>Die Welt wurde von Anfang an auf die Kirche hin erschaffen</strong><br />
Wir sagten, die Kirche ist für den Menschen und wegen seiner Sündhaftigkeit eingesetzt. Wir sagten aber auch, daß der gemeinschaftlicher Charakter dieser Kirche dadurch zustande kommt, daß sich verschiedene Menschen, oder sagen wir besser: verschiedene Seelen in Gemeinschaft mit Gott wiederfinden und dadurch eine Gemeinsamkeit haben: sie treffen sich im wahren Glauben, in Gottesgegenwart. Genau darin besteht aber der Sinn der Kirche: den Menschen aus der Gottesferne herauszuholen und in die Gottesgegenwart hineinzunehmen – nichts anderes bedeutet aber Heiligkeit. Es gibt keine Heiligkeit außerhalb der Kirche, so wie es keine Heiligkeit in Gottesferne geben kann. Kirche und Heiligkeit sind miteinander untrennbar verbunden: extra ecclesiam nulla salus. Das Heil ist allein dort zu finden, wo die eine, heilige katholische und apostolische Kirche ist.</p>
<p>Deshalb ist die Welt und in ihr ganz speziell der Mensch auch von allen Anfang an auf die Kirche hingeschaffen worden, weil er zur Gemeinschaft mit Gott geschaffen ist, diese Gemeinschaft mit Gott aber niemals außerkirchlich sein kann. Dies ist die Kirche, wie sie als solche eingesetzt ist. Doch ist die Kirche nicht allein eine übernatürliche Wirklichkeit außerhalb der Welt, sondern gerade weil Gott in der Welt im Tode seines Sohnes das Heil gewirkt hat, welches der Mensch sich verstellt hatte, und dieses Heilswirken transhistorische Aktualität hat und durch alle Zeiten hindurch Gegenwart bleibt, und der Mensch bereits in dieser irdischen Welt zur Gottesgemeinschaft gerufen ist, hat Gott die Kirche auch bereits zu einer innerweltlichen, sichtbaren Wirklichkeit gemacht, indem er sie als sichtbare Kirche in der Welt zum Heil des Menschen einsetzte.</p>
<p>Auch daran sehen wir, daß die Kirche dem „Wir“, das angibt „Kirche zu sein“, ontologisch vorausgeht und somit von diesem Wir verschieden ist. Die heilige Kirche ist etwas anderes und viel mehr als ein bloßes Wir, als eine bloße Gemeinschaft: die Kirche ist eine heilsvermittelnde Wirklichkeit, in welche man sich selbst hineinbegeben muß, und in der man bleiben muß um sich das ewige Heil nicht zu vertun.</p>
<p>Die Kirche selbst kann niemals sündigen – aber alle ihre Glieder können es. Und sie sündigen mitunter auf das Schwerste. Doch jede Sünde, auch wenn sie im kirchlichen Kontext begangen wird, besteht darin, daß sie eben genau nicht dem Auftrag Gottes gerecht wird. Das macht aber nicht die Kirche zu einer schlechten Kirche, sondern ihre sündigen Glieder zu treulosen Dienern des Herrn.</p>
<p>Sowohl Unglaube als auch Sünde können die Gemeinschaft des betreffenden mit Gott durchschneiden, so daß die Verbindung zu dünn ist um die ewige Heiligkeit zu erlangen: denn auch wenn durch das heilige Bad der Taufe zeitlebens eine Verbindung zu Gott hergestellt ist, so ist diese alleine noch nicht genug für das ewige Heil. Doch so schwer jemand auch sündigt oder soweit jemand auch vom wahren Glauben abfällt, bleibt zeitlebens für jeden die Möglichkeit bestehen, diese seelenrettende Gemeinschaft mit Gott mittels seiner Kirche wieder herzustellen: denn gerade für die Gottlosen ist die Kirche sichtbar in die Welt gesetzt.<br />
Der Anspruch der Kirche als sichtbare Institution Gottes auf Erden ist daher hoch. Sehr hoch sogar: die Kirche setzt als Ziel Vollkommenheit, zu welcher sie den Menschen auch treiben will. Sein Glaube muß vollständig, und sein Tun sündenlos sein. Der Mensch soll gottwohlgefällig werden und bleiben. Von diesem Anspruch kann sie nicht runtersteigen, weil dies bedeuten würde, nicht mehr den Willen Gottes zum eigenen Willen zu machen, sondern das Maß am Menschen und seiner wechselnden Bereitschaft zu nehmen. Doch daß sie dies fordert besagt auch, daß dieser Zustand von ihren Gliedern noch nicht erreicht, sondern noch Ziel ist.</p>
<p>Wenn die Kirche also Dinge fordert, die sie selbst nicht ausgedacht, sondern als Gotteswille erkannt hat, dann beschreibt sie nicht ihre Glieder, sondern das Ziel für ihre Glieder. Und es ist immerhin noch besser ein hohes Ziel zu haben als sich mit der Sünde zufrieden zu geben.</p>
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		<title>Papst über Albertus Magnus</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 15:56:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Bürger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[„Bedeutender Theologe der Scholastik.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kathnews.de/content/wp-content/uploads/benedetto_audience2.jpg" alt="Papst Benedikt XVI." title="Papst Benedikt XVI." width="130" height="125" class="alignnone size-full wp-image-840" />Vatikan (kathnews). Bei der Generalaudienz am Mittwoch, 24. März 2010, sprach Papst Benedikt XVI. über den heiligen Albertus Magnus. Der „bedeutende Theologe der Scholastik“ habe die Weite und Tiefe seines Wissens mit „mit innerer Friedfertigkeit und einem überaus tugendhaften Leben“ verbunden. Geboren wurde der Heilige um 1200 in Lauingen an der Donau. Als junger Mann begab er sich zum Studium nach Padua.<span id="more-3753"></span></p>
<p>Dort wurde er von der dominikanischen Spiritualität „zutiefst beeindruckt“ und trat im Jahr 1223 in den Orden ein. Dort erkannte man schnell seine hohe Begabung und schickte ihn nach Lehrtätigkeiten an verschiedenen Ordensschulen zum Weiterstudium an die Universität von Paris, wo er schließlich auch als Dozent wirkte. Später wurde er von der Ordensleitung beauftragt, ein Studium generale in Köln zu begründen. Bei dieser Aufgabe wurde er von seinem Schüler, dem heiligen Thomas von Aquin, unterstützt.</p>
<p>1260 erfolgte seine Ernennung zum Bischof von Regensburg. „Albertus gelang es mit unermüdlichem Eifer den Frieden in seinem Bistum herzustellen und die Verhältnisse in Klöstern und Pfarreien zu ordnen“, erläuterte der Heilige Vater. Im Jahr 1280 verstarb er in Köln. Papst Benedikt fasste das Wirken des Heiligen mit folgenden Worten zusammen: „Albert widmete sich unter anderem der Zusammenschau von Wissen und Glauben, von Naturerkenntnis und Theologie. In der Theologie verbinden sich für Albert Verstand und Wille. Sie ist ‚affektive Wissenschaft‘: sie leitet das Streben der Menschen dahin, sich mit Gott zu vereinigen, dem Ursprung der Welt und dem Ziel alles geordneten Handelns.“</p>
<p>Zum Abschluss grüßte der Papst die deutschsprachigen Gläubigen: „Von Herzen heiße ich alle deutschsprachigen Gäste willkommen, heute besonders die Schulgemeinschaft aus Essen-Werden. Suchen wir wie der heilige Albert der Große Gott in seinem Wort, in der Schönheit der Natur und in der Liebe zu begegnen. Der Herr segne euch auf allen Wegen!“</p>
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		<title>Berlusconi lobt Papst</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 14:06:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Bürger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Papstbrief eine „effektive, demütige und ernsthafte Antwort“.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kathnews.de/content/wp-content/uploads/berlusconi.jpg" alt="Silvio Berlusconi (Foto: Ricardo Stuckert / Agência Brasil)" title="Silvio Berlusconi (Foto: Ricardo Stuckert / Agência Brasil)" width="130" height="125" class="alignnone size-full wp-image-3751" />Rom (kathnews). Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat den an die irischen Katholiken gerichteten Brief Papst Benedikt XVI. sowie dessen Umgang mit dem Missbrauchsskandal innerhalb der Kirche gelobt. In einem Brief an den Heiligen Vater erklärte sich Berlusconi solidarisch mit dem Vatikan und beklagte zudem „Angriffe gegen die Kirche und die Christenheit“. Weiter erklärte der italienische Politiker, der am Samstag veröffentlichte Papstbrief sei eine „effektive, demütige und ernsthafte Antwort auf die Krise“.<span id="more-3750"></span></p>
<p>Berlusconi betonte: „Im Namen der italienischen Regierung will ich dem Papst all die Liebe, die Nähe und die Solidarität zum Ausdruck bringen, die unser Volk für ihn empfindet. Unsere Leute verstehen es, zwischen menschlichen Fehlern zu unterscheiden, von denen die Geschichte voll ist, und den großen Früchten des Guten, die aus den christlichen Wurzeln entstanden sind und immer wieder entstehen.“</p>
<p>Der Papstbrief sei nur das jüngste Beispiel des großen päpstlichen Charismas. Der Heilige Vater stehe für Demut, Ehrlichkeit und Klarheit, so Berlusconi. Papst Benedikt reagiere mit außerordentlich einschneidender Weise auf schwierige Situationen – „zumindest für jeden, der sich nicht von Vorurteilen leiten lässt“.</p>
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		<title>&#8220;Hirtenbrief gilt universell&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 06:55:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Greschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kathnews.de/content/?p=3746</guid>
		<description><![CDATA[Kanzlerin Merkel begrüßt Hirtenbrief.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.kathnews.de/content/wp-content/uploads/reichstag.jpg" alt="Berliner Reichstag (Foto: Zirbes)" title="Berliner Reichstag (Foto: Zirbes)" width="130" height="125" class="alignleft size-full wp-image-1654" />Berlin (kathnews). Der Hirtenbrief an die Katholiken Irlands, den Papst Benedikt XVI. am vergangenen Samstag der Öffentlichkeit präsentierte, wurde vom Papst als Hirte der Weltkirche geschrieben, demnach gelte der Brief nicht nur für die Katholiken Irlands, sondern universell, dies betonte Ulrich Wilhelm, Regierungssprecher in Berlin, am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz. Wilhelm unterstrich in diesem Zusammenhang, dass Benedikt XVI. in seinem Hirtenbrief den Missbrauch selbst und auch den Umgang der kirchlichen Autoritäten mit diesen Taten verurteilt hat.<span id="more-3746"></span></p>
<p>Wörtlich sagte Wilhelm: „Die Bundeskanzlerin begrüßt, dass der Papst sowohl die Wiedergutmachung geschehenen Unrechts als auch die Notwendigkeit besserer Prävention für die Zukunft offen anspricht“. Die Kanzlerin stehe, so Wilhelm, nach wie vor zu dem, was sie in der vergangenen Woche im Deutschen Bundestag gesagt habe: „Klarheit und Wahrheit sind das, was die Opfer, aber auch die Gesellschaft als Ganzes brauchen“. </p>
<p>Gleichzeitig begrüße die Kanzlerin die Erklärung der Freisinger Bischofskonferenz, die unmissverständlich deutlich gemacht habe, dass die innerkirchliche Behandlung von bekannt werdenden Missbrauchsfällen verändert werden müsse. Der Regierungssprecher betonte den Stellenwert dieser Erklärung und stellte fest, dass die Erklärung gerade vor dem Hintergrund der Überarbeitung der Leitlinien innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) ein besonderes Gewicht habe. </p>
<p>Angesprochen auf die Frage, ob es einen eigenen Hirtenbrief an die Katholiken Deutschlands geben müsse, verwies Wilhelm auf die Ausführungen von Vatikansprecher Lombardi, der am vergangenen Wochenende erklärte, dass der Heilige Vater einen angemessenen Weg finden werde, um auch auf die deutsche Situation Bezug zu nehmen.</p>
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