Papst über Albertus Magnus
„Bedeutender Theologe der Scholastik.“
Vatikan (kathnews). Bei der Generalaudienz am Mittwoch, 24. März 2010, sprach Papst Benedikt XVI. über den heiligen Albertus Magnus. Der „bedeutende Theologe der Scholastik“ habe die Weite und Tiefe seines Wissens mit „mit innerer Friedfertigkeit und einem überaus tugendhaften Leben“ verbunden. Geboren wurde der Heilige um 1200 in Lauingen an der Donau. Als junger Mann begab er sich zum Studium nach Padua.
Dort wurde er von der dominikanischen Spiritualität „zutiefst beeindruckt“ und trat im Jahr 1223 in den Orden ein. Dort erkannte man schnell seine hohe Begabung und schickte ihn nach Lehrtätigkeiten an verschiedenen Ordensschulen zum Weiterstudium an die Universität von Paris, wo er schließlich auch als Dozent wirkte. Später wurde er von der Ordensleitung beauftragt, ein Studium generale in Köln zu begründen. Bei dieser Aufgabe wurde er von seinem Schüler, dem heiligen Thomas von Aquin, unterstützt.
1260 erfolgte seine Ernennung zum Bischof von Regensburg. „Albertus gelang es mit unermüdlichem Eifer den Frieden in seinem Bistum herzustellen und die Verhältnisse in Klöstern und Pfarreien zu ordnen“, erläuterte der Heilige Vater. Im Jahr 1280 verstarb er in Köln. Papst Benedikt fasste das Wirken des Heiligen mit folgenden Worten zusammen: „Albert widmete sich unter anderem der Zusammenschau von Wissen und Glauben, von Naturerkenntnis und Theologie. In der Theologie verbinden sich für Albert Verstand und Wille. Sie ist ‚affektive Wissenschaft‘: sie leitet das Streben der Menschen dahin, sich mit Gott zu vereinigen, dem Ursprung der Welt und dem Ziel alles geordneten Handelns.“
Zum Abschluss grüßte der Papst die deutschsprachigen Gläubigen: „Von Herzen heiße ich alle deutschsprachigen Gäste willkommen, heute besonders die Schulgemeinschaft aus Essen-Werden. Suchen wir wie der heilige Albert der Große Gott in seinem Wort, in der Schönheit der Natur und in der Liebe zu begegnen. Der Herr segne euch auf allen Wegen!“
24. März 2010, 16:56