“Hirtenbrief gilt universell”

Kanzlerin Merkel begrüßt Hirtenbrief.

Berliner Reichstag (Foto: Zirbes)Berlin (kathnews). Der Hirtenbrief an die Katholiken Irlands, den Papst Benedikt XVI. am vergangenen Samstag der Öffentlichkeit präsentierte, wurde vom Papst als Hirte der Weltkirche geschrieben, demnach gelte der Brief nicht nur für die Katholiken Irlands, sondern universell, dies betonte Ulrich Wilhelm, Regierungssprecher in Berlin, am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz. Wilhelm unterstrich in diesem Zusammenhang, dass Benedikt XVI. in seinem Hirtenbrief den Missbrauch selbst und auch den Umgang der kirchlichen Autoritäten mit diesen Taten verurteilt hat.

Wörtlich sagte Wilhelm: „Die Bundeskanzlerin begrüßt, dass der Papst sowohl die Wiedergutmachung geschehenen Unrechts als auch die Notwendigkeit besserer Prävention für die Zukunft offen anspricht“. Die Kanzlerin stehe, so Wilhelm, nach wie vor zu dem, was sie in der vergangenen Woche im Deutschen Bundestag gesagt habe: „Klarheit und Wahrheit sind das, was die Opfer, aber auch die Gesellschaft als Ganzes brauchen“.

Gleichzeitig begrüße die Kanzlerin die Erklärung der Freisinger Bischofskonferenz, die unmissverständlich deutlich gemacht habe, dass die innerkirchliche Behandlung von bekannt werdenden Missbrauchsfällen verändert werden müsse. Der Regierungssprecher betonte den Stellenwert dieser Erklärung und stellte fest, dass die Erklärung gerade vor dem Hintergrund der Überarbeitung der Leitlinien innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) ein besonderes Gewicht habe.

Angesprochen auf die Frage, ob es einen eigenen Hirtenbrief an die Katholiken Deutschlands geben müsse, verwies Wilhelm auf die Ausführungen von Vatikansprecher Lombardi, der am vergangenen Wochenende erklärte, dass der Heilige Vater einen angemessenen Weg finden werde, um auch auf die deutsche Situation Bezug zu nehmen.

[ Benjamin Greschner ]

23. März 2010, 07:55

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