Missbrauch auch in St. Ottilien?
Vorwürfe gegen ehemaligen Benediktiner.
St. Ottilien (kathnews). Am vergangenen Mittwoch, 24. Februar 2010, wurden erstmals gegen einen Benediktiner der Erzabtei St. Ottilien Missbrauchsvorwürfe laut. Sie waren anonym gegenüber einer Zeitung geäußert worden und von dieser an die Abtei weitergeleitet worden. Demnach soll es in den 60-er und 70-er Jahren zu missbräuchlichen Handlungen im damaligen Seminar gekommen sein. Heute gibt es ein Gymnasium, das der Abtei angegliedert ist.
Die Erzabtei St. Ottilien hatte umgehend angekündigt, als Sofortmaßnahme den Mitbruder von seinen derzeitigen Aufgaben entbunden und die Diözesanleitung in Augsburg informiert zu haben. „Die Vorwürfe werden von externen Psychologen und Juristen gemäß den Leitlinien der Deutschen Ordensobernkonferenz geprüft“, ließen die Benediktiner außerdem verlauten. Der betroffene Mönch sei zudem schon „seit langer Zeit“ nicht mehr pädagogisch tätig.
Am Donnerstag, 25. Februar 2010, sei dann erstmals eine namentlich gekennzeichnete Beschuldigung „gegenüber einem ehemaligen Angehörigen des Klosters“ eingegangen. Beschuldigt wird ein in den 60-er Jahren als Erzieher und Lehrer tätiges Ordensmitglied, „das seit 1969 nicht mehr dem Orden angehört“, teilte die Erzabtei St. Ottilien umgehend mit. Die Beauftragte habe bereits Kontakt mit dem Opfer aufgenommen.
26. Februar 2010, 15:11