“Biotope der Hoffnung”
Norddeutsche Diaspora feiert ihren Heiligen.
Hamburg (kathnews). Zum Abschluss der 37. St. Ansgar-Woche feiert der Wiener Erzbischof Dr. Christoph Kardinal Schönborn am heutigen Sonntag eine Pontifikalvesper in der evangelischen Hauptkirche St. Michaelis zu Hamburg. Der hl. Ansgar ist der Patron Skandinaviens sowie des Erzbistums Hamburg. Ihm zur Ehre begeht die Katholische Kirche in Hamburg alljährlich die traditionelle St. Ansgar-Woche. Auch andere christliche Konfessionen beteiligen sich an den Festlichkeiten. Angeboten werden Vorträge, Lesungen, Konzerte, Gottesdienste und Gesprächsrunden zu ausgewählten Themen. In diesem Jahr lautete das Thema: „Biotope der Hoffnung“.
Der Hamburger Erzbischof Dr. Werner Thissen erklärte, dass die christliche Hoffnung ebenso verletzlich und wertvoll sei wie Biotope und es daher unverzichtbar sei, die „Biotope der Hoffnung“ zu hegen und zu pflegen. Dabei dürfe allerdings nicht vergessen werden, dass die Hoffnung nicht an der Grenze eines Biotops enden darf. Sondern das Ziel muss sein, die Lebensräume der Hoffnung so kraftvoll zu machen, dass sie sich weiter ausbreiten.
Geboren wurde Ansgar im Jahre 801 im französischen Corbie und trat dort in jungen Jahren ins Kloster ein. Nachdem er im Jahre 823 Lehrer an der Klosterschule von Corvey bei Höxter wurde, brach er drei Jahre später zu seiner ersten Missionsreise nach Skandinavien auf. Im Jahre 831 wurde Ansgar erster Bischof von Hamburg und päpstlicher Legat für Dänemark, Schweden und das Slawengebiet.
Ansgar, der auch „Apostel des Nordens“ genannt wird, musste bei der Missionierung Skandinaviens viele Rückschläge einstecken. Zuletzt war er Erzbischof von Hamburg-Bremen. Er starb am 3. Februar 865 nach langer Krankheit in Bremen und wurde bald vom damals amtierenden Papst Nikolaus I. heiliggesprochen.
7. Februar 2010, 12:21




