Militäreinsatz als letztes Mittel

Bischof Trelle betont auch Wichtigkeit ziviler Hilfseinsätze.

Pileolus - Kopfbedeckung eines BischofsHildesheim (kathnews). Der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle hält den Militäreinsatz unter bestimmten Bedingungen für gerechtfertigt. Wenn alle friedlichen Mittel im Kampf gegen den Terrorismus keine Abhilfe schaffen würden, bliebe der militärische Einsatz als letztes Mittel, so der 67-jährige im Rahmen eines Friedensgottesdienstes in der Basilika St. Godehard. An dem Gottesdienst der nahmen etwa 500 Soldaten und zivile Mitarbeiter der Bundeswehr sowie Angehörige der Polizei und der Bundespolizei teil.

Im Hinblick auf den militärischen Afghanistaneinsatz betonte er, dass damit auch ein ziviler Hilfseinsatz verbunden sei. Militärische Gewalt dürfe in diesem Sinne nur eingesetzt werden, „um dadurch zivile Hilfsmaßnahmen wirksam werden zu lassen und Lebensräume zu öffnen, in denen Menschen wieder in Sicherheit und Gerechtigkeit miteinander leben und arbeiten können“. Dankbar zeigte sich Trelle gegenüber den Soldaten für ihren „wichtigen Dienst“. Sie setzten sich mit Leib und Leben dafür ein, Ordnung, Recht, Sicherheit, Frieden und Freiheit in Deutschland und außerhalb zu bewahren bzw. aufzubauen.

[ Martin Bürger ]

6. Februar 2010, 12:41

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